Zwei Todesfälle in Bayern„Forschungschemikalien“: Polizei warnt vor neuem Rauschgift-Trend

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Im Raum Neu-Ulm und im Raum Ansbach hat die Kriminalpolizei erst jüngst zwei Todesfälle auf „Forschungschemikalien“ zurückführen können.
Im Raum Neu-Ulm und im Raum Ansbach hat die Kriminalpolizei erst jüngst zwei Todesfälle auf „Forschungschemikalien“ zurückführen können.
Matthias Balk/dpa

In Internetforen werden vermehrt „Research Chemicals“ angeboten. Schon eine geringe Überdosierung der Droge kann schwere gesundheitliche Folgen haben – bis hin zum Tod.

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Erneut sollen zwei Männer in Bayern nach dem Konsum von sogenannten Forschungschemikalien gestorben sein. Die dafür im Verdacht stehende Droge werde über Online-Shops vertrieben, teilte ein Sprecher des Landeskriminalamts (LKA) mit. Da bereits in mehreren Todesfällen die strittigen Stoffe als Todesursache nachgewiesen wurden, warnt das LKA eindringlich vor dem Konsum.

In den beiden jüngsten Fällen soll ein Methadon-Derivat, das unter dem Namen IC-26 vertrieben wird, verantwortlich für den Tod der Männer sein. Der Stoff weist demnach opioidtypische Wirkungen und Nebenwirkungen auf. Zum einen soll ein 43-Jähriger aus dem Zuständigkeitsbereich der Kriminalpolizei Neu-Ulm Ende Mai an dem Stoff gestorben sein. Auch bei einem 20-Jährigen aus dem Bereich der Kriminalpolizei Ansbach, der Anfang Juni tot gefunden wurde, soll die Droge für dessen Tod verantwortlich sein.

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Zudem seien mehrere Fälle bekannt geworden, bei denen Konsumenten akut medizinisch versorgt worden seien, da sie etwa das Bewusstsein verloren hätten, hieß es vom LKA.Bei diesen „Research Chemicals“ handelt es sich den Angaben zufolge um Stoffe, die in Deutschland derzeit nur zum Teil dem Betäubungsmittelgesetz unterliegen. Sie werden demnach im Internet als „Forschungschemikalien“ angeboten, da sie vorgeblich in der Forschung, analytischen Laboren oder der Industrie Verwendung finden. Laut LKA gibt es aber auch Internetforen, in denen die Substanzen wegen ihrer berauschenden Wirkung als Drogen angepriesen werden.

Im Januar war beispielsweise bereits ein 17-Jähriger in Unterfranken nach dem Konsum entsprechender Substanzen gestorben. Nach dem bisherigen Erkenntnisstand können bereits geringe Überdosierungen zu schweren gesundheitlichen Folgen bis hin zum Tod führen. Nimmt jemand zugleich Medikamente oder andere psychoaktive Stoffe ein oder trinkt Alkohol, kann es demnach zu unkalkulierbaren Wechselwirkungen kommen.

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