Forchheim:Kriminelle sprengen Geldautomaten

Zum 16. Mal in diesem Jahr gibt es eine Tat dieser Art. Die Tatorte liegen meist verkehrsgünstig nahe Autobahnen.

Unbekannte haben einen Geldautomaten im oberfränkischen Forchheim gesprengt. Es ist in Bayern nach Angaben des Bayerischen Landeskriminalamts (BLKA) der 16. Fall dieser Art in diesem Jahr. Demnach hatten die Täter in der Nacht zu Donnerstag den in einer Bankfiliale verbauten Automaten mit Sprengstoff gesprengt und waren anschließend mit ihrem Wagen in Richtung Autobahn 73 geflohen. Der Tatort liege nur wenige Hundert Meter von der Autobahnauffahrt entfernt. Vermutlich konnten die Täter dabei Geld erbeuten, wie ein BLKA-Sprecher sagte. Die Höhe sei aber noch unbekannt.

Im gesamten Jahr 2021 hatten Kriminelle im Freistaat 17 Geldautomaten gesprengt. In diesem Jahr lasse sich eine Steigerung erkennen, sagte der Sprecher. Man gehe davon aus, dass zwei Drittel der Taten auf das Konto von niederländischen Tätergruppen gingen. Nach Auswertungen der Ermittler steuern diese oft Automaten und Filialen an, die verkehrsgünstig an Autobahnen oder Schnellstraßen gelegen sind. Das BLKA empfiehlt den Banken deshalb Präventionsmaßnahmen, um Täter abzuschrecken.

Nach Angaben der Fachleute konnten Banken zum Beispiel in den Niederlanden und in Frankreich die Zahl der gesprengten Automaten mit Hilfe von Systemen deutlich senken, die das Geld im Automaten mit Farb- oder Klebepatronen im Falle einer Explosion unbrauchbar machen. In den Niederlanden schließen demnach Banken außerdem nachts teilweise ihre Selbstbedienungsfilialen oder bauen besonders gefährdete Bankautomaten ab.

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