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Flüchtlinge:Der Zug der Elenden

Eurocity 80 von Bozen nach München. Fahrgäste können hier den ganz normalen Wahnsinn der europäischen Asylpolitik miterleben. Eine Reise mit resignierten Polizisten, erschöpften Flüchtlingen und verstörten Touristen

Am Bahnsteig stehen Afrikaner, Syrer, Afghanen dicht gedrängt bis zum Ende des Gleises. Zwischen ihren Beinen abgewetzte Plastiktüten. Darin: ein paar Klamotten, Wasser, ein Stück Brot. Der Zug fährt ein. Sie stürmen zu den Türen, stolpern, drücken, schaufeln sich durch die kleine Öffnung. Die Tasche klemmt, von hinten drückt die Menge. Ein Baby schreit. Es ist festgebunden auf dem Rücken seiner Mutter. Sie wird weitergeschoben, hinein in die Gänge des Zuges. Innerhalb von Minuten sitzt auf jedem freien Platz ein Flüchtling. Von oben ein schwarzes Meer mit zwei, drei weißen Tupfern.

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