Flossenbürg Spaenle begrüßt Steinbruch-Stilllegung

Bayerns Antisemitismusbeauftragter Ludwig Spaenle (CSU) hat die Absicht des Landtags begrüßt, den Granitabbau im Steinbruch von Flossenbürg 2024 zu beenden. Der Pachtvertrag zwischen Freistaat und Granitwerk soll dann nicht mehr verlängert werden. Danach könne das Areal komplett für die KZ-Gedenkstätte zur Verfügung stehen, sagte Spaenle. Er rief dazu auf, innovative Konzepte zu erarbeiten und rasch umzusetzen. So könne die KZ-Gedenkstätte als "authentischer Ort" im Ganzen präsentiert werden. Schon seit Jahren habe er sich dafür stark gemacht, dass der derzeitige Nutzer den einzig noch verbliebenen Bereich des Steinbruchs unangetastet lasse, sagte Spaenle. Denn dieser bilde die Situation des Steinbruchs zur Zeit des Dritten Reichs ab, "wo Häftlinge von den SS-Leuten täglich zur Zwangsarbeit getrieben, dabei geschunden und auch ermordet wurden". Die Stiftung Bayerischer Gedenkstätten erarbeite in Abstimmung mit dem Kultusministerium ein Konzept zur Einbindung des Geländes, hieß es.