Flossenbürg Kein Erfolg bei Suche nach Monika Frischholz

Die Hoffnungen, den Fall der vor fast 43 Jahren verschwundenen Monika Frischholz aus Flossenbürg in der Oberpfalz doch noch aufzuklären, haben sich vorläufig zerschlagen. Nach einer rechtsmedizinischen Untersuchung der Knochen, die Ermittler vor rund vier Wochen an einem Waldrand bei Waldkirch ausgegraben hatten, "gehen wir mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit von tierischen Knochenteilen aus", sagte Polizeisprecher Florian Beck am Donnerstag. Damit, so Beck, könne man "die Spur abhaken", die zu der Stelle am Waldrand geführt hatte, wenige Kilometer südlich von Flossenbürg. Anfang April, als die Polizei dort zu graben begann, waren die Ermittler noch zuversichtlich, die Leiche des vermissten Mädchens zu finden.

Die damals zwölfjährige Monika Frischholz war am 25. Mai 1976 nachmittags aus dem Haus ihrer Eltern gegangen, um einen Jungen zu treffen. Wenig später verlor sich ihre Spur. Aufgrund von Zeugenaussagen konnten die Ermittler ihren Fußweg teilweise rekonstruieren. Ende des vergangenen Jahres erhielten sie einen neuen Hinweis, der ein Tötungsdelikt nahelegte. Daraufhin rollten die Beamten den Fall wieder auf. Doch weder die Knochenfunde noch ein im Waldboden vergrabenes Autowrack lieferten Hinweise auf einen Zusammenhang mit dem Verschwinden der Schülerin. Seit den Grabungen vor rund vier Wochen sind nach Polizeiangaben weitere 33 Hinweise bei den Ermittlern eingegangen. Man werde diese Hinweise jetzt "nach und nach abarbeiten", sagte der Sprecher. Die Polizei hat zur Aufklärung eine Belohnung in Höhe von 10 000 Euro ausgesetzt.