Tödliche MutprobeZwölfjährige will auf abfahrende S-Bahn springen und stirbt

Kurz vor Weihnachten 2025 verunglückte ein Mädchen an einem S-Bahnstation in Feucht-Moosbach tödlich.
Kurz vor Weihnachten 2025 verunglückte ein Mädchen an einem S-Bahnstation in Feucht-Moosbach tödlich. (Foto: Boris Roessler/dpa)

Vor Weihnachten war das Mädchen gestorben – weil sie und andere Jugendliche, offenbar nicht zum ersten Mal, bei einer gefährlichen Mutprobe mitgemacht hatten. Die Polizei warnt eindringlich.

Von Olaf Przybilla, Feucht

Knapp zwei Wochen nach einem schweren Unfall am S-Bahnhof Feucht-Moosbach (Nürnberger Land), bei dem sich eine Zwölfjährige tödliche Verletzungen zugezogen hat, haben Kriminalbeamte nun die Hintergründe ermittelt.

Demnach hatte sich die Jugendliche mit Freunden am S-Bahnhof getroffen und war dort, zusammen mit einigen ihrer Bekannten, von außen auf einen abfahrenden Zug aufgesprungen. Die Zwölfjährige war dabei von einer S-Bahn erfasst worden und einen Tag später in einer Klinik ihren schweren Verletzungen erlegen.

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Nach SZ-Informationen stellten Ermittler Beweismittel sicher, aus denen hervorgeht, dass Mitglieder der Gruppe dies nicht zum ersten Mal versucht hatten. Insgesamt lasse das ermittelte Material keine andere Schlussfolgerung über den Geschehensablauf zu. „Wir sind uns unserer Sache sehr sicher“, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelfranken. Ausgewertet wurden unter anderem Videokameras und die Aussagen von Zeugen.

Demnach ist die Zwölfjährige am 21. Dezember 2025 gegen 17.30 Uhr auf den abfahrenden Zug aufgesprungen, war dabei gestürzt und unter den ausfahrenden Zug geraten. Sie zog sich dabei so schwere Kopf- und Beinverletzungen zu, dass sie tags darauf starb.

Man warne angesichts dieses Unglücks eindringlich davor, „solche Risiken einzugehen“, sagte ein Polizeisprecher. Die dadurch entstehenden Gefahren seien „unbeherrschbar“.

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