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Grenzkontrolle:Polizei greift somalische Jugendliche auf der Flucht vor Terror auf

Bei der Kontrolle eines Fernbusses entdeckt die Polizei vier junge Geflüchtete aus Somalia. Offenbar sind sie auf der Flucht vor der Terrororganisation Al-Shabaab.

Die Bundespolizei hat bei Kiefersfelden vier Jugendliche aus Somalia aufgegriffen. Nach eigenen Angaben sind sie auf der Flucht vor Terror und drohender Zwangsheirat, wie die Polizei mitteilte. Die Terrororganisation Al-Shabaab habe Druck auf die Mädchen und deren Familien ausgeübt. Demnach sollten sie gezwungen werden, Koranschulen zu besuchen und fremde Männern zu heiraten. Eines der Mädchen hat berichtet, dass sie zusammen mit ihrer Schwester entführt worden und diese dabei gestorben sei.

Die Polizei entdeckte die 15- bis 17-Jährigen bei der Kontrolle eines Fernreisebusses an der Grenze zu Österreich. Die Jugendlichen wiesen sich mit Pässen aus, die die Bundespolizei als Fälschungen entarnte. Sie gaben an, mit der Hilfe von Schleusern über die Türkei, Griechenland und Italien bis nach Deutschland gekommen sein. Die gefälschten Pässen sollen sie in Rom bekommen haben. Eine Jugendliche berichtete der Polizei zufolge, dass sie von einem Schlepper geschlagen wurde.

Die Jugendlichen sind in Obhut des Jugendamts. Die Polizei ermittelt nun, vor allem wegen der gefälschten Pässe.

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