Programm des Jugendrings:Ferienangebote für ukrainische Kinder und Jugendliche

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Minister Piazolo: Ferienbetreuung soll das Ankommen in Bayern leichter machen.

Die neuen Ferienprogramme des Bayerischen Jugendrings (BJR) sollen auch ukrainischen Kindern und Jugendlichen zugutekommen. Neben Unterricht an den Regelschulen, den Deutschklassen, pädagogischen Willkommensgruppen und Onlineunterricht an Schulen in der Ukraine seien diese Angebote die fünfte Säule, mit der man den Geflüchteten das Ankommen in Bayern erleichtern wolle, sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) bei der Präsentation des Programms am Montag in München. Der BJR soll das freizeitpädagogische Angebot zur Ferienbetreuung für Kinder und Jugendliche der Klassen eins bis zehn in den Oster-, Pfingst- und Sommerferien im Auftrag des Kultusministeriums bereits zum dritten Mal koordinieren.

Aktuell seien in Bayern mehr als 90 000 Flüchtlinge aus der Ukraine angekommen, knapp die Hälfte davon seien Kinder und Jugendliche, sagte der Minister. Mehr als 8000 seien schon an bayerischen Schulen gestartet. Das Ferienangebot richte sich aber ausdrücklich auch an diejenigen, die noch nicht in den Schulen sind, betonte Piazolo. BJR-Jugendarbeiter seien in den Einrichtungen, in den Geflüchtete untergebracht sind, unterwegs, um die Programme vorzustellen.

Nach der Corona-Pandemie sei es für alle wichtig, "sich wieder zu begegnen und zu spüren", sagte BJR-Präsident Matthias Fack. Die Angebote, die freie und öffentliche Träger neben den ohnehin vorgesehenen Ferienangeboten der verbandlichen und kommunalen Jugendarbeit organisieren, sollen einerseits Lernrückstände ausgleichen und andererseits die Sozialkompetenz der jungen Menschen stärken. Im vergangenen Jahr beteiligten sich laut BJR rund 400 Träger in Bayern mit rund 2000 Gruppen und schufen so zusätzliche Plätze für etwa 24 000 Kinder und Jugendliche.

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