Nach Angaben des Geologen Andreas von Poschinger sind mehrere tonnenschwere Brocken auf das Einfamilienhaus gefallen. Einer davon sei womöglich so groß wie ein Bus gewesen. Etliche kleinere Brocken waren ebenfalls herabgestürzt und hatten das Haus unter sich begraben. Bereits einer der kleineren Brocken wiegt geschätzte 250 Tonnen. Bei dem abgebrochenen Gestein handelt es sich von Poschinger zufolge um eiszeitliche Ablagerungen. Diese werden Nagelfluh genannt und sind etwa 200.000 Jahre alt. Zur Ursache des Gesteinsabsturzes wollte sich der Geologe zunächst nicht äußern.

Am Unglücksort kursierten unterdessen Vermutungen, der Felsabsturz könne mit dem winterlichen Wetter zu tun haben. Es seien unter anderem Risse im Gestein festgestellt worden. Dazu sagte der Geologe allerdings, dies sei bei dieser Gesteinsart durchaus üblich.

Das eingestürzte Haus hatte unmittelbar an dem bewaldeten Felsen gestanden, direkt nebenan befindet sich die Schlossbrauerei Stein.

Foto: ddp (sueddeutsche.de/dpa/AP/ddp-bay/kred/abis)

26. Januar 2010, 09:522010-01-26 09:52:00 ©