bedeckt München 18°

Schrecksekunde bei Tempo 200:Seehofer entkommt Geisterfahrer

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer ist in seinem Dienstwagen nur knapp einem schweren Unfall entgangen - weil sein Fahrer blitzschnell reagierte.

Schrecksekunde für Horst Seehofer (CSU): Eigentlich wollte Bayerns Ministerpräsident nach seiner Rede auf dem Tag der Heimat in Berlin nur schnell nach Hause fahren - doch dann kam seinem Dienstwagen ein Falschfahrer entgegen.

Seehofer befuerwortet Besteuerung von Finanzspekulationen

Ministerpräsident mit Schutzengel: Horst Seehofer entging nur knapp einem Geisterfahrer auf der A9.

(Foto: ddp)

Der Vorfall ereignete sich bereits am Samstagabend gegen 18 Uhr auf der Autobahn 9 bei Hilpoltstein (Landkreis Roth). Medienberichten zufolge war Seehofers Fahrer mit Tempo 200 auf der Autobahn unterwegs. Hinter dem Wagen des Ministerpräsidenten fuhren noch zwei weitere Wagen der bayerischen Staatsregierung. Darin: Personenschützer und die bayerische Sozialministerin Christine Haderthauer (ebenfalls CSU).

Plötzlich kam den Dienstautos ein Geisterfahrer entgegen. Geistesgegenwärtig reagierte Seehofers Fahrer, riss das Lenkrad nach rechts herum und wich dem entgegenkommenden Fahrzeug aus. "Es war sehr knapp", bestätigte die Bayerische Staatskanzlei Medienberichte. Auch die beiden anderen Wagen der Kolonne konnten gerade noch ausweichen und einen Zusammenstoß verhindern. Alle Insassen blieben unverletzt.

Die Polizei reagierte sofort. Die Beamten bremsten den Verkehr beim Autobahn-Dreieck Nürnberg-Feucht in Fahrtrichtung Münchnen auf allen drei Fahrspuren herunter und sperrten die Autobahn ab, sagte eine Polizeisprecherin zu sueddeutsche.de. Wenig später konnte dann auch der Geisterfahrer gestoppt werden.

Gegen den 49 Jahre alten Mann wurde in ein sogenannter Unterbringungshaftbefehl erlassen. Er wurde in die geschlossene Abteilung eines Krankenhauses gebracht. Zu seinem Motiv ist der Polizei nichts bekannt. Die Ermittlungen laufen.

© sueddeutsche.de/AFP/dpa/juwe/tob/pfau

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite