Ungelöster Kriminalfall Fall Peggy: Verdächtiger zieht Teilgeständnis zurück

Peggys Leiche wurde im Juli 2016 in einem Waldstück gefunden.

(Foto: dpa)

Am Dienstag war Manuel S. verhaftet worden. Sein Anwalt wirft der Polizei in einem Medienbericht vor, seinen Mandanten stark unter Druck gesetzt zu haben.

Der festgenommene Tatverdächtige im Mordfall Peggy hat sein Teilgeständnis widerrufen. Das hat der BR am Montagabend berichtet und beruft sich dabei auf dessen Anwalt Jörg Meringer. Manuel S. hatte gestanden, den leblosen Körper von Peggy in einem Bushäuschen in Lichtenberg von einem anderen Mann übernommen und nach erfolglosen Beatmungsversuchen in ein Waldstück in Thüringen gebracht zu haben.

Am Dienstag war Manuel S. verhaftet worden. Der Anwalt sagte dem BR, sein Mandant sei bei der Vernehmung im September stark unter Druck gesetzt worden: "Er wollte irgendwann nur noch aus dieser Situation heraus und hat deshalb dann einfach das gesagt, was man von ihm hören wollte." Anwalt Meringer zog Parallelen zur Verhaftung von Ulvi K., der 2004 wegen des Mordes an Peggy verurteilt und zehn Jahre später in einem zweiten Prozess freigesprochen wurde: "Ich bin der Auffassung, dass man jetzt wieder erst eine Tathergangs-Hypothese erstellt hat. Und jetzt meinen Mandanten da reinzwängen will."

Kriminalität Chronologie eines rätselhaften Verbrechens

Fall Peggy

Chronologie eines rätselhaften Verbrechens

2001 verschwand die kleine Peggy aus dem oberfränkischen Lichtenberg auf dem Heimweg von der Schule spurlos. Seitdem laufen die Ermittlungen - mit immer neuen Hinweisen. Eine Chronologie.