Fall Mollath in Regensburg Gericht vertagt Entscheidung

Die Anwesenheit des Gutachters stört Mollath ebenso wie die Abwesenheit der Hauptbelastungszeugin, seiner Exfrau Petra M. Sie macht von ihrem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch. "Wir wären auf einen Auftritt vorbereitet", sagt Strate und rügt ihr Fernbleiben scharf: Rechtlich könne man nichts dagegen tun, "aber moralisch ist das nicht in Ordnung". Petra M.s Anwalt weist das ab. Es sei das gute Recht seiner Mandantin, nicht auszusagen. Punkt.

Fall Mollath Alles wieder auf Anfang
Wiederaufnahme im Fall Mollath

Alles wieder auf Anfang

Ab Montag wird das Landgericht Regensburg den Fall Mollath neu aufrollen. Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Prozess.   Von Ingrid Fuchs, Olaf Przybilla und Wolfgang Wittl

Im Wiederaufnahmeverfahren soll es eigentlich um die alten Vorwürfe gegen Mollath gehen. Strate bringt jedoch die von Mollath erhobenen Schwarzgeldvorwürfe wieder ins Spiel. Er zitiert aus Briefen, Dokumenten, nennt Namen und sogar Kontaktdaten und er verlangt, dass entsprechende Zeugen geladen werden, um dem nachgehen zu können.

Mit diesen von Strate vorgelegten Beweisanträgen tut sich der Oberstaatsanwalt schwer - und will keine Stellungnahme dazu abgeben. Der Anwalt von Petra M. will sie am liebsten gleich verwerfen. Und das Gericht? Vertagt die Entscheidung über die Beweisanträge. Nach knapp zweieinhalb Stunden ist der erste Prozesstag im Fall Mollath schon wieder vorbei. Am Dienstag um 13:30 Uhr soll es weitergehen.

Bilder vom Prozess

Mollath vor Gericht