Zugunglück Fahrdienstleiter von Bad Aibling vorzeitig aus Haft entlassen

Bei dem Zusammenstoß zweier Nahverkehrszüge am 9. Februar 2016 waren zwölf Menschen ums Leben gekommen, 89 Insassen wurden verletzt.

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Das Zugunglück sei trotz der schrecklichen Folgen ein Fahrlässigkeitsdelikt, begründet die Staatsanwaltschaft die Entscheidung.

Der für das verheerende Zugunglück von Bad Aibling verantwortliche Fahrdienstleiter ist vorzeitig aus der Haft entlassen worden. Dem wegen fahrlässiger Tötung verurteilten Mann sei bereits im Juli etwa ein Drittel der dreieinhalbjährigen Gefängnisstrafe auf Bewährung erlassen worden, sagte Staatsanwalt Oliver Mößner in Rosenheim am Montag auf Anfrage.

Die Bewährungszeit beträgt drei Jahre."Trotz der schrecklichen Folgen war es letztlich ein Fahrlässigkeitsdelikt", begründete Mößner die Entscheidung des Landgerichts Traunstein, die die Staatsanwaltschaft akzeptiert habe.

Bei dem Zusammenstoß zweier Nahverkehrszüge am 9. Februar 2016 waren zwölf Menschen ums Leben gekommen, 89 Insassen wurden verletzt. Der Fahrdienstleiter hatte - vom verbotenen Handyspielen abgelenkt - Signale falsch gestellt.

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