Erneuerbare Energie:Stromversorger fordern mehr Windräder

Die Stromversorger in Bayern fordern die Staatsregierung abermals auf, die Windkraft zügig auszubauen. "Photovoltaik alleine ist angesichts der ehrgeizigen Ziele der Staatsregierung (gemeint ist die Klimaneutralität Bayerns bis 2040, Anm. d. Red.) keine ausreichende Antwort", sagt der Geschäftsführer des Verbands der Energie- und Wasserwirtschaft (VBEW), Detlef Fischer. "Wer die Klimaziele ernst meint, muss die 10-H-Regelung abschaffen." Die Vorgabe besagt, dass der Abstand zwischen einem Windrad und der nächsten Wohnsiedlung das Zehnfache der Anlagenhöhe betragen muss, in der Regel sind das zwei Kilometer. Nach Ansicht des VBEW ist die 10-H-Regel der wichtigste Grund, warum die Windkraft in Bayern nicht vorankommt. In der neuesten Branchenstatistik rangiert der Freistaat beim Bau neuer Anlagen weiter ganz weit hinten. Danach wurden im ersten Halbjahr 2021 sieben Anlagen auf- und eine abgebaut. Damit liegt Bayern als größtes Bundesland auf dem elften Platz. Noch weniger neue Windräder gab es nur in den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen sowie im Saarland und in Sachsen. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte kürzlich kleine Lockerungen bei der 10-H-Regel angekündigt. Experten bezweifeln aber, dass damit der Rückstand aufgeholt werden kann.

© SZ vom 29.07.2021 / cws
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB