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Erlangen:Uniklinik stellt Plasma für Covid-19-Patienten her

Das Universitätsklinikum Erlangen hat von der Regierung von Oberfranken die Erlaubnis erhalten, für die Therapie von Covid-19-Patienten Immunplasma herzustellen. Wie Holger Hackstein, der Leiter der Erlanger Transfusionsmedizin, am Sonntag mitteilte, soll die Gewinnung des Plasmas, das Antikörper gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 enthält, bereits in den nächsten Tagen beginnen. Das Plasma stammt von ehemaligen Covid-19-Patienten. Mehr als 200 hatten sich auf Hacksteins Aufruf hin gemeldet. "Wichtig war, dass sie einen positiven Coronavirustest zu Beginn und möglichst zwei negative Tests am Ende der Erkrankung nachweisen konnten", sagte Hackstein. Aktuelle Studien weisen darauf hin, dass durch die Immunplasma-Therapie lebensbedrohliche Verläufe bei Covid-19-Patienten abgeschwächt werden konnten. Bereits in wenigen Wochen könne in Erlangen mit der Therapie begonnen werden. Auch weitere bayerische Unikliniken wollen diese demnächst anwenden.

© SZ vom 06.04.2020 / dm

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