ErlangenPolizei schießt in Notaufnahme auf Mann mit Messer

Die Polizei ist in Erlangen zu einem Einsatz ins Krankenhaus gerufen worden.
Die Polizei ist in Erlangen zu einem Einsatz ins Krankenhaus gerufen worden.
David Inderlied/dpa

Ein Beamter setzt seine Dienstwaffe in der Notaufnahme eines Krankenhauses in Erlangen ein. Zuvor hatte das ungewöhnliche Anliegen eines Mannes den Polizeieinsatz ausgelöst.

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Die Polizei hat in Erlangen auf einen Mann in der Notaufnahme eines Krankenhauses geschossen. Der 35-Jährige soll eine 32 Jahre alte Polizistin mit einem Messer angegriffen haben, wie die Polizei mitteilte. Ihr 25-jähriger Kollege habe daraufhin einen Schuss aus einer Pistole abgefeuert und den Mann am Oberschenkel getroffen. Lebensgefahr bestehe nicht. Der 35-Jährige werde derzeit in dem Krankenhaus behandelt.

Zuvor soll der augenscheinlich verwirrte Mann in der Notaufnahme des Waldkrankenhauses angegeben haben, vergiftet worden zu sein. Der Arzt habe daraufhin die Polizei verständigt. Als die Beamten im Behandlungszimmer ankamen, sei der Mann aggressiv gewesen. Er habe ein Pfefferspray gegen die Polizistin eingesetzt und sie dann mit einem Messer angegriffen.

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Die Polizistin wurde leicht durch das Pfefferspray verletzt. Nach einer kurzen Behandlung sei sie wieder wohlauf, hieß es weiter. Mit dem Messer habe der Mann die Beamtin nicht getroffen. Ihr Kollege blieb unverletzt.

Ermittlungen wegen versuchten Totschlags

Die Staatsanwaltschaft stellte Haftantrag gegen den 35-Jährigen wegen versuchten Totschlags. Wann der Verdächtige einem Haftrichter vorgeführt wird, ist derzeit unklar. Das hänge vor allem von seinem Gesundheitszustand ab, sagte ein Polizeisprecher.

Laut dem Sprecher der Polizei musste die Notaufnahme des Krankenhauses wegen des Einsatzes geschlossen werden. Die Spurensicherung hatte dort den Tatort inspiziert. Auch das Bayerische Landeskriminalamt war im Einsatz und ermittle nun wegen des Schusswaffengebrauchs. Von der Klinik gab es zunächst keine Auskünfte.

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