Nach der Havarie auf dem Main im Landkreis Würzburg hat die Kreisbehörde den Schiffsverkehr wieder freigegeben. Die Sperre der Wasserstraße zwischen den Schleusen Erlabrunn und Goßmannsdorf sei aufgehoben, teilte das Landratsamt mit.
Am Samstag waren bei einer Havarie aus einem voll besetzten Passagierschiff schätzungsweise bis zu 3500 Liter Dieselkraftstoff ausgelaufen, etwa 2000 Liter sollen in den Fluss gelangt sein. In der Folge wurden etwa 30 Kilometer der Wasserstraße gesperrt, zwischenzeitlich mussten deswegen etwa 30 Schiffe festmachen.

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Die Behörden errichteten Ölsperren und versuchten, das Öl im Wasser zu binden und damit unschädlich zu machen. Danach wurde das Diesel-Wasser-Gemisch abgesaugt. Die im Main verbliebenen Restmengen bauen sich nach Einschätzung der Experten von allein ab. Es seien nach dem Unfall weder tote Fische noch verendete Wasservögel entdeckt worden, berichtete die Behörde.
Wahrscheinlich hat ein Fehler beim Betanken eines Passagierschiffs dazu geführt, dass die Tausenden Liter Diesel in den Main gelangt sind. Das ist das Ergebnis der Polizeiermittlungen. Ein Schiffsmitglied soll die Tankanlage nach dem Tanken nicht ordentlich verschlossen haben.
Das 59 Jahre alte Crewmitglied hat sich nach Polizeiangaben nun unter anderem wegen des Verdachts der Gewässerverunreinigung zu verantworten. Ein technischer Defekt beim Tanken am Flusshafen in Würzburg wurde ausgeschlossen.

