Erbschaftsteuer„Organisierte Verschleierung zugunsten der Superreichen“

Lesezeit: 3 Min.

Manchmal erkennt man Reichtum auch am Gefährt: Luxusautos in der Münchner Maximilianstraße.
Manchmal erkennt man Reichtum auch am Gefährt: Luxusautos in der Münchner Maximilianstraße.
Foto: René Hofmann

Seit 2019 haben Bayerns Finanzämter in 55 Fällen auf die Erbschaftsteuer verzichtet, teilweise oder vollständig. Es geht um mehr als drei Milliarden Euro. Eine besondere Rolle spielen Stiftungen.

Von Thomas Balbierer

SZ bei Google bevorzugen

Bayern hat im Jahr 2025 einen Rekordbetrag von 6,6 Milliarden Euro durch die Erbschaftsteuer eingenommen. Das geht aus einer Steuerstatistik hervor, die das Bundesfinanzministerium veröffentlicht hat. Wie es zu der ungewöhnlich hohen Summe kommt, lässt das bayerische Finanzministerium unter Berufung auf das Steuergeheimnis offen. Sie ist aber sehr wahrscheinlich auf den aufsehenerregenden Fall des 2021 gestorbenen Multimilliardärs Heinz Hermann Thiele zurückzuführen.

Zur SZ-Startseite

Kampf gegen Erbschaftsteuer
:Wie die CSU reiche Familien glücklich macht

In den vergangenen Jahren wurden Großerben in Deutschland fast 7,4 Milliarden Euro Steuern erlassen – die Hälfte davon in Bayern. Der politische Einsatz für Vermögende ist dort seit Jahren massiv. Nun will die CSU die Steuer sogar ganz abschaffen.

SZ PlusVon Thomas Balbierer

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: