Kampf gegen ErbschaftsteuerWie die CSU reiche Familien glücklich macht

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Ministerpräsident Horst Seehofer (rechts) blockierte 2016 eine Reform der Erbschaftsteuer, um Erleichterungen für Familienunternehmen durchzusetzen. Sein Finanzminister Markus Söder trug die Linie mit.
Ministerpräsident Horst Seehofer (rechts) blockierte 2016 eine Reform der Erbschaftsteuer, um Erleichterungen für Familienunternehmen durchzusetzen. Sein Finanzminister Markus Söder trug die Linie mit. Peter Kneffel/dpa

In den vergangenen Jahren wurden Großerben in Deutschland fast 7,4 Milliarden Euro Steuern erlassen – die Hälfte davon in Bayern. Der politische Einsatz für Vermögende ist dort seit Jahren massiv. Nun will die CSU die Steuer sogar ganz abschaffen.

Von Thomas Balbierer

Vor ein paar Monaten löcherte Markus Lanz in seiner Fernsehshow den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) mit Fragen zur Erbschaftsteuer: Ob es gerecht sei, dass Firmenerben ab 26 Millionen Euro aufwärts ganz legal von der Steuer befreit werden könnten, während dieses Privileg für kleinere Betriebe nicht gelte? Ob man solche Steuerschlupflöcher für Reiche nicht schließen sollte? Und ob von Söders Idee, die Erbschaftsteuer zu regionalisieren und dann in Bayern zu halbieren, am Ende nicht auch Milliardäre profitieren würden? „Die ganz hohen Vermögen“, fragte Lanz, „warum geht man da nicht ran?“

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