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Energie:Erdwärme-Projekt in Laufen verzögert sich

Das grenzübergreifende Erdwärme-Projekt in Laufen im Berchtesgadener Land verzögert sich. Bis zur Entscheidung könne es noch ein paar Monate dauern, sagte Hilde Fabry vom österreichischen Energieversorger Salzburg AG. "Momentan läuft die Prüfung des Projekts." Ursprünglich rechneten die Verantwortlichen mit einem Ergebnis in diesem Sommer. Geplant ist die Geothermie-Anlage nordwestlich von Laufen an der B 20. Bis zu 145 Grad heißes Wasser brodelt dort in vier- bis fünftausend Metern Bohrtiefe in porösen Gesteinsschichten. Nach Angaben der Salzburg AG könnte mit dem Bau des Bohrplatzes im Mai 2016, mit ersten Probebohrungen dann im Dezember begonnen werden. Ende 2019 soll das Kraftwerk stehen.

Die Tiefenwärme soll über eine rund 20 Kilometer lange Leitung in das Fernwärmesystem im Großraum Salzburg eingespeist werden. Auch Laufen und die Gemeinde Kirchanschöring könnten sich dann auf regional und umweltfreundlich gewonnene Energie freuen, sofern der Bedarf hoch genug ist. Beide Kommunen sind über Nutzungsentgelte bei dem Projekt beteiligt. "Die Erschließung lohnt sich für die Stadt", hatte Laufens Bürgermeister Hans Feil (CSU) während der Planungsphase gesagt. Doch die Wirtschaftlichkeit des Vorhabens wird noch weiter geprüft. Die erforderlichen Genehmigungen der Behörden liegen bereits vor. Im Freistaat sind laut dem bayerischen Energie-Atlas 20 Geothermie-Anlagen in Betrieb.

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