Bahnhof EmskirchenMit Kopfhörern über Gleise: Nachtzug touchiert 16-Jährigen

Gegen den Jugendlichen wird nun wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ermittelt.
Gegen den Jugendlichen wird nun wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ermittelt.
Foto: Michael Buholzer/dpa

Der 58-jährige Lokführer entdeckte den Jugendlichen im letzten Moment und legte eine Schnellbremsung eingeleitet. Mit Prellungen, Schürfwunden und unter Schock kam der  16-Jährige ins Krankenhaus.

SZ bei Google bevorzugen

Als er mit Kopfhörern die Gleise überquerte, ist ein Jugendlicher am Bahnhof Emskirchen im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim von einem Nachtzug touchiert und leicht verletzt worden. Der 16-Jährige habe den herannahenden Zug nicht gehört, teilte die Bundespolizei mit.

Den Angaben zufolge war der 16-Jährige in der Nacht zum Sonntag mit einer S-Bahn aus Nürnberg in Emskirchen angekommen und wollte das Gleis wechseln. Hierzu habe er die verbotene Abkürzung über die Schienen gewählt und den Zug auf dem Weg von Hamburg nach Wien nicht wahrgenommen.

SZ Bayern auf Whatsapp
:Nachrichten aus der Bayern-Redaktion – jetzt auf Whatsapp abonnieren

Von Aschaffenburg bis Berchtesgaden: Das Bayern-Team der SZ ist im gesamten Freistaat für Sie unterwegs. Hier entlang, wenn Sie Geschichten, News und Hintergründe direkt aufs Handy bekommen möchten.

Der 58-jährige Lokführer des Nachtzugs habe den Jugendlichen erst im letzten Moment gesehen und direkt eine Schnellbremsung eingeleitet. Obwohl der 16-Jährige den Bahnsteig gerade erreicht hatte, habe ihn die Lok am Oberkörper gestreift, so die Bundespolizei. Er sei mit Prellungen, Schürfwunden und unter Schock in ein Krankenhaus gebracht worden.

Da bei der Schnellbremsung alle 260 Fahrgäste unverletzt blieben, konnte der Nachtzug seine Fahrt in Richtung Wien laut Bundespolizei fortsetzen. Gegen den Jugendlichen wird nun wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ermittelt.

© SZ/DPA - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur SZ-Startseite

Tschernobyl: 26. April 1986
:„Da war auf einmal diese Angst vor der Natur“

Die einen sind geflüchtet, die anderen haben ihre Kinder nicht mehr nach draußen geschickt. Sechs Menschen aus Bayern erinnern sich an dramatische Tage.

SZ PlusProtokolle von Andreas Glas und Christian Sebald

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: