Nach Ehec:Beschränkte Hilfe für Bauern

Einnahmeausfälle in Millionenhöhe: Während der Ehec-Krise vergammelten Salate, Gurken und Tomaten. Jetzt will die EU den Gemüsebauern einen Teil der Ausfälle zahlen. Den Betroffenen reicht das nicht.

Christian Sebald

Die Gemüsebauern in Bayern können nach der Ehec-Krise von der EU knapp zwei Millionen Euro an Schadensausgleich erwarten. Wie Agrarminister Helmut Brunner am Dienstag erklärte, haben 129 Gartenbaubetriebe Entschädigungen für Erlösausfälle bei Tomaten, Gurken, Paprika, Zucchini und Salaten beantragt. Die EU hat angekündigt, dass sie Ausfälle bei diesen fünf Gemüsesorten bis zur Hälfte des Marktpreises ersetzt.

EHEC - Gemüse

Die Gemüsebauern in Bayern können nach der Ehec-Krise von der EU knapp zwei Millionen Euro an Schadensausgleich erwarten.

(Foto: dpa)

Den Gemüsebauern reicht das nicht aus. "Die tatsächlichen Schäden sind sehr viel höher", sagt Gerhard Völkel, Kreisobmann des Bauernverbands (BBV) in Nürnberg. "Allein bei uns hier im Knoblauchsland dürften sie mehr als acht Millionen betragen." Völkel fordert, dass die EU die Ausfälle komplett übernimmt und die Zahlungen nicht auf Gurken, Tomaten, Salate, Zucchini und Paprika beschränkt. "Die Supermärkte haben ja auch die Annahme von Radieschen, Kohlrabi, Blumenkohl und anderem Gemüse verweigert", sagt er.

Laut Brunner konnten Bayerns Gemüsebauern während der zweiwöchigen Ehec-Krise 1500 Tonnen Gemüse und Salat nicht vermarkten. 178 Hektar Salat- und Gurkenfelder mussten vor der Ernte umgepflügt werden.

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