Prozess am Landgericht TraunsteinDoppelmord an Kindern: Mutter muss in Psychiatrie

Die Beschuldigte wird vor dem Prozessauftakt zum Landgericht Traunstein geführt. Die Frau soll am ersten Weihnachtsfeiertag 2024 in Rosenheim ihre zwei Kinder getötet haben, anschließend soll sie versucht haben, sich selbst zu töten.
Die Beschuldigte wird vor dem Prozessauftakt zum Landgericht Traunstein geführt. Die Frau soll am ersten Weihnachtsfeiertag 2024 in Rosenheim ihre zwei Kinder getötet haben, anschließend soll sie versucht haben, sich selbst zu töten. Peter Kneffel/dpa

Zwei Kinder liegen am Morgen des ersten Weihnachtsfeiertags in Rosenheim erschlagen in ihren Betten. Nun ist ein Urteil gefallen – und die Mutter äußert sich erschüttert.

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Nach dem Mord an ihren beiden Kindern in Rosenheim muss die Mutter in die Psychiatrie. Sie habe das Mädchen und den Jungen heimtückisch mit einer Axt getötet, entschied das Traunsteiner Landgericht. Sie habe allerdings an einer paranoiden wahnhaften Störung gelitten, weshalb sie schuldunfähig sei.

Sie sei nicht in der Lage gewesen, das Unrecht an dieser Tat einzusehen, hieß es in der Urteilsbegründung. Die Frau werde daher in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht. Eine solche Unterbringung ist zunächst unbefristet, wird aber in regelmäßigen Abständen vom Gericht überprüft. Das Urteil ist noch nichts rechtskräftig.

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Die sechs und sieben Jahre alte Kinder wurden in der Nacht zum ersten Weihnachtsfeiertag 2024 erschlagen und blutüberströmt im Bett gefunden, die Mutter lag daneben. Die Frau entwickelte laut Gericht Wahngedanken, die unter anderem darum kreisten, dass ihr Sohn im Kindergarten missbraucht werde und sie von einem dritten Weltkrieg bedroht würden. Bei ihrem letzten Wort, das ihr als Angeklagte zusteht, sagte die 39-Jährige, dass sie fassungslos über die Tat sei und jeden Tag an das große Leid denke, das sie verursacht habe. „Ein ‚Tut mir leid‘ ist der Worte zu wenig“, schluchzte sie.

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