PassauStrafverfahren gegen Donau-Kreuzfahrtreeder wegen Umweltvergehen

Die Passauer Altstadt ist ein beliebtes Ziel für Flusskreuzfahrten (Symbolbild)
Die Passauer Altstadt ist ein beliebtes Ziel für Flusskreuzfahrten (Symbolbild) dpa

Flusskreuzfahrten auf der Donau sind beliebt. Eine Reederei fällt der Polizei wegen mutmaßlicher Umweltvergehen mehrfach negativ auf, die Staatsanwaltschaft schreitet ein.

Die Staatsanwaltschaft Passau ermittelt gegen einen Kreuzfahrt-Reeder, dessen Schiffe die Donau verschmutzt haben sollen. Wie die Passauer Verkehrspolizeiinspektion mitteilte, sollen insgesamt vier der fünf Schiffe des Unternehmens mit defekten Bord-Kläranlagen auf dem Fluss unterwegs gewesen sein. Bei der jüngsten Kontrolle eines Schiffs der betreffenden Reederei fiel der Wasserschutzpolizei am Sonntag erneut eine defekte Abwasserreinigung auf.

Die Beamten verplombten deswegen das Auslassventil, sodass das Schiff mit seinen 210 Passagieren kein Wasser mehr in die Donau ablassen kann. Die Mannschaft muss die Abwässer nunmehr in kommunalen Kläranlagen entsorgen.

SZ Bayern auf Whatsapp
:Nachrichten aus der Bayern-Redaktion – jetzt auf Whatsapp abonnieren

Von Aschaffenburg bis Berchtesgaden: Das Bayern-Team der SZ ist im gesamten Freistaat für Sie unterwegs. Hier entlang, wenn Sie Geschichten, News und Hintergründe direkt aufs Handy bekommen möchten.

In einer ordnungsgemäß funktionierenden Bord-Kläranlage werden die Abwässer aus Toiletten, Duschen, Küche und Wäscherei so weit gereinigt, dass das Wasser anschließend in den Fluss abgelassen werden darf. Die Abwässer des kontrollierten Schiffs überschritten die erlaubten Grenzwerte laut Polizei jedoch deutlich.

Ermittelt wird wegen unerlaubten Umgangs mit Abfällen – auch Abwasser zählt nach Worten eines Ermittlers rechtlich als Abfall. Wo die Kreuzfahrtreederei ihren Sitz hat, teilte die Polizei auf Anfrage nicht mit. Es handelt sich demnach jedoch um ein deutsches Unternehmen.

© SZ/DPA - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur SZ-Startseite

Obstanbau in Schwaben
:Wie ein Pomologe 90 Apfelsorten an einem Baum wachsen lässt

Anton Klaus ist Bayerns wohl kundigster Apfelkenner. In seinem Garten wachsen Sorten, die kaum noch jemand kennt. Warum er nichts von Supermarktäpfeln hält - und welche Sorten bei fast jedem Früchte tragen.

SZ PlusVon Florian Fuchs

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: