Dobrindts neue Brille Neuer Halbbruder von Woody Allen aufgetaucht

Die CSU bevorzugt den Typus des rustikalen Draufschlägers als Generalsekretär - und eigentlich passte Alexander Dobrindt bislang bestens in das Bild. Doch jetzt hat der Politiker seine neue Brille bei der CSU-Klausur in Kreuth präsentiert.

Eine Stilkritik von Peter Fahrenholz

Dass die CSU für den Posten des Generalsekretärs eher nicht zum feinnervigen Intellektuellen tendiert, sondern den rustikalen Draufschläger bevorzugt, ist seit den Tagen bekannt, als sich Männer wie Gerold Tandler und Edmund Stoiber im Auftrag ihres Vorsitzenden Franz Josef Strauß in alles verbissen haben, was sie links von sich selbst wähnten.

Intellektueller Anstrich dank gängiger Brillenmode: CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt.

(Foto: dpa)

Der aktuelle Generalsekretär Alexander Dobrindt bildet darin keine Ausnahme, was er Woche für Woche unter Beweis stellt. Doch jetzt kann sich Dobrindt dank der gängigen Brillenmode zumindest optisch einen intellektuellen Anstrich geben.

Galt es viele Jahre als chic, brillentechnisch so leicht und transparent wie möglich daherzukommen, haben Nerds aller Art schon seit geraumer Zeit jene klobigen schwarzen Brillen wiederentdeckt, die wegen ihrer entstellenden Wirkung lange Zeit verpönt waren. Auch Politiker haben sich dem Trend angeschlossen, ihr Gesicht auffällig zu möblieren. Frank-Walter Steinmeier trägt schon länger Schwarz, auch Guido Westerwelle fällt jetzt wenigstens durch seine Brille wieder auf.

Alexander Dobrindt hat sein neues Modell bei der CSU-Klausur in Kreuth präsentiert. Jetzt sieht Dobrindt aus wie ein Halbbruder von Woody Allen. Man braucht allerdings viel Phantasie, um zu hoffen, dass er irgendwann auch nur halb so geistreich daherredet.