Mitte Oktober brennt unweit seines Wohnhauses der Dienstwagen. Die Ermittler gehen von Brandstiftung aus. Belege für eine politisch motivierte Tat gibt es bislang zwar nicht. Für Armin Grassinger (Unabhängige Wählergemeinschaft) reiht sich der Vorfall aber ein in einer Anzahl von anderen Drohungen und Anfeindungen. Dingolfings Bürgermeister hat diese Woche deshalb Konsequenzen gezogen. Er ist mit sofortiger Wirkung zurückgetreten – auch zum Schutz seiner eigenen Familie, wie er sagt. Näher zu seinen Beweggründen äußern möchte sich der 48-jährige Grassinger mit Hinweis auf die noch laufenden Ermittlungen derzeit nicht.
Brennende Autos und KatzenkotSechs Bürgermeister erzählen von Hass und Gewalt gegen sie
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Mit Drohungen gegen sich und seine Familie hat Dingolfings Bürgermeister seinen Rücktritt begründet. Er ist nicht der einzige Amtsträger, der in jüngerer Vergangenheit Ziel von Hetze und Straftaten wurde.
Von Florian Fuchs, Matthias Köpf, Olaf Przybilla, Christian Sebald und Florian Zick

Hass und Hetze in der bayerischen Politik:„Ich habe Verständnis für die, die sagen, sie halten das nicht mehr aus“
Im Netz wird quasi ununterbrochen gedroht, im echten Leben kommt es zu Übergriffen – zuletzt gegen die Landtagsabgeordnete der SPD in Augsburg. Wer in Bayern Wahlkampf macht, muss sich auf etwas gefasst machen.
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