Cold Case in der OberpfalzNach sechs Jahren Pause: Polizei nimmt Ermittlungen im Mordfall Dieter Loew wieder auf

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Im Fall des getöteten Unternehmers Dieter Loew liefen alle Ermittlungen bislang ins Leere.
Im Fall des getöteten Unternehmers Dieter Loew liefen alle Ermittlungen bislang ins Leere. Daniel Löb/dpa
  • Die Polizei nimmt nach mehr als sechs Jahren Pause die Ermittlungen im Mordfall des 2014 getöteten Unternehmers Dieter Loew wieder auf.
  • Ein neues Cold-Case-Team will alle Spuren mit modernen technischen Analyseverfahren erneut prüfen, nachdem bisherige Ermittlungen erfolglos blieben.
  • Der 76-jährige Unternehmer war in der Nacht auf den 22. Dezember 2014 in seinem Haus überfallen worden und starb vier Wochen später.
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In einer Dezember-Nacht 2014 wird der Unternehmer in seinem Haus in Wernberg überfallen, vier Wochen später stirbt er. Nun will ein neues Ermittler-Team alle alten Hinweise noch einmal mit moderner Technik überprüfen.

Nach mehr als sechs Jahren Pause ermittelt die Polizei wieder im Mordfall des getöteten Unternehmers Dieter Loew aus der Oberpfalz. Ein neu zusammengestelltes Cold-Case-Team nehme sich des Falls an, teilte das Polizeipräsidium Oberpfalz mit, „gestützt auf fortschrittliche technische Analyseverfahren“. Ziel sei, „die bislang offenen Fragen“ in dem Fall „endlich zu klären“.

Der damals 76 Jahre alte Unternehmer war in der Nacht auf den 22. Dezember 2014 in seinem Haus in Wernberg-Köblitz (Landkreis Schwandorf) brutal überfallen und schwer am Kopf verletzt worden. Vier Wochen später starb er in einem Krankenhaus in Regensburg.

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Um den Fall aufzuklären, richtete die Polizei eine eigene Ermittlungsgruppe mit zeitweise bis zu 30 Beamten ein. Die Ermittlungen seien umfangreich gewesen, teilte die Polizei mit. Allen gesicherten Spuren und öffentlichen Aufrufen samt Belohnung zum Trotz fanden die Beamten aber keine entscheidenden Hinweise auf Verdächtige. Die damals ausgelobten 5000 Euro für zielführende Informationen zu dem Täter oder den Tätern stehen laut Polizei weiter bereit.

Ihre Ermittlungsgruppe verkleinerte die Polizei im Laufe der Zeit immer weiter – bis die Ermittlungen im Juni 2019 vorerst eingestellt wurden.

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Ihre Hoffnung setzen die Beamten des neu formierten Cold-Case-Teams bei der Kripo Amberg jetzt vor allem in neue technische Möglichkeiten zur Spurenauswertung und Kriminalanalyse. Alle Spuren und Erkenntnisse von damals sollen deshalb erneut geprüft werden. Wie viele Beamte Teil des neuen Teams sind, wollte eine Polizeisprecherin nicht sagen. „Das Team ist aber kleiner als die Ermittlungsgruppe damals.“

Aber auch „scheinbar nebensächliche Hinweise aus der Vergangenheit“ sollen von den Ermittlern wieder geprüft und bewertet werden, betonte die Polizei. Die Beamten bitten deshalb auch Menschen, die rund um die betreffende Dezember-Nacht „vermeintlich unwichtige Beobachtungen“ rund um den Wohnort des Unternehmers beschreiben können, sich zu melden.

Helfen soll bei der Suche nach solchen Zeugen auch eine Öffentlichkeitsfahndung – mit Plakaten an Bushaltestellen, Plätzen und Einkaufszentren in der Region. Diese sollen in den kommenden Tagen aufgehängt werden.

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