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Dienstleistungen - Fürstenfeldbruck:Friseur-Verband: Jedem vierten Salon droht Schließung

Bayern
Eine Friseurin schneidet die Haare einer Kundin. Foto: Sebastian Kahnert/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

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Fürstenfeldbruck(dpa/lby) - Die coronabedingte Schließung ist für viele selbstständige Friseure existenzgefährdend. "Wir befürchten, dass im Laufe des Jahres jeder vierte Friseursalon in Bayern schließen muss", sagte Landesinnungsmeister Christian Kaiser. "Die staatlichen Hilfen sind leider nach wie vor nicht passgenau für das Friseur-Handwerk und werden außerdem für viele Betriebe zu spät kommen." Einige Friseure warten dem Verband zufolge noch immer auf das Kurzarbeitergeld vom Dezember und Januar und wüssten nicht, wie sie ihren Mitarbeitern das Februar-Gehalt zahlen sollen.

Rund 20 Prozent des Jahresumsatzes 2020 sind dem Landesinnungsverband zufolge durch den Lockdown im Frühjahr vergangenen Jahres und die Schließung vor Weihnachten verloren gegangen. Für 2021 seien es bereits über 15 Prozent Rückgang. "Das kann auch nicht mehr aufgeholt werden", sagte Kaiser. "Während sich in anderen Bereichen der Konsum einfach zeitlich verlagert, ist das beim Friseur nicht möglich." Eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Friseur-Dienstleistungen von 19 auf 7 Prozent sei daher "dringend notwendig", um Kunden und Friseure gleichermaßen zu entlasten.

Die erhöhten Schutz- und Hygieneauflagen für die Wiedereröffnung zwängen Friseure dazu, ihre Preise neu zu kalkulieren, sagte Kaiser. Kunden müssen ab Montag also vereinzelt mit einer Preissteigerung rechnen.

© dpa-infocom, dpa:210225-99-583042/2

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