Tarifverhandlungen:"Die Geiz-ist-geil-Mentalität hat in eine Sackgasse geführt"

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Tarifverhandlungen: Bernhard Stiedl, seit Kurzem Chef des DGB in Bayern, zeigt sich kämpferisch: "Wo sind die Beiträge der Dax-Unternehmen, wie helfen die Einkommensmillionäre?", will er wissen und fordert höhere Unternehmenssteuern und eine Vermögenssteuer.

Bernhard Stiedl, seit Kurzem Chef des DGB in Bayern, zeigt sich kämpferisch: "Wo sind die Beiträge der Dax-Unternehmen, wie helfen die Einkommensmillionäre?", will er wissen und fordert höhere Unternehmenssteuern und eine Vermögenssteuer.

(Foto: Florian Peljak)

Preissprünge am Gas- und Strommarkt will Bayerns DGB-Chef Bernhard Stiedl mit einem Deckel klein halten. Finanzieren sollen das Unternehmen, die trotz Krise hohe Gewinne einfahren. Über den Kampf für gerechte Löhne und falsche Sparsamkeit.

Interview von Catherine Hoffmann

Ausbleibende Gasimporte, steigende Lebensmittelpreise, und immer höhere Stromrechnungen: Die Inflation trifft alle Beschäftigten, besonders jene, die schon vor der Krise schlecht verdient haben. Viele machen sich heftige Sorgen, ob ihr Einkommen künftig reicht, um über die Runden zu kommen. Für sie will Bernhard Stiedl kämpfen, für die kleinen Leute und gegen das Großkapital, wie er selbst sagt. Wenn der gebürtiger Deggendorfer redet, glaubt man manchmal einen Arbeiterführer aus früheren Jahrzehnten zu hören. Stiedl wurde im Januar zum Vorsitzenden des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) in Bayern gewählt. Zuvor war er vor allem bei der IG Metall in Ingolstadt aktiv. Er ist ausgebildeter Feinmechaniker und er hat BWL studiert. Gerade läuft er sich für die Tarifrunden im Herbst warm.

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