Nürnberg (dpa/lby) - Extra Strafstöße trainiert der 1. FC Nürnberg vor seinem Zweitrundenspiel im DFB-Pokal gegen den FC Hansa Rostock nicht. „In meinem Kopf ist es nicht, dass wir heute oder morgen Früh noch mal Elfmeter schießen werden“, sagte Trainer Cristian Fiel am Dienstag und erläuterte die Entscheidung: „Ich glaube, es ist schwierig, diese Situation mit der Anspannung und dem Drumherum zu simulieren.“
Im Idealfall zieht der „Club“, der in der vergangenen Saison erst im Viertelfinale am VfB Stuttgart (0:1) scheiterte, auch ohne das Wettschießen vom Punkt ins mit 862.400 Euro Prämie dotierte Achtelfinale ein. Ein Weiterkommen in der Englischen Woche nach 90 Minuten wäre ganz nach Fiels Geschmack. „Kiel hat Körner gekostet“, räumte der Nürnberger Trainer zwei Tage nach dem Auswärtscoup gegen Holstein Kiel (2:0) ein. „Es könnte sein, dass es die eine oder andere Änderung gibt.“
In der Abwehr bietet sich mit Ivan Marquez eine frische Alternative an. Der Spanier war beim 3:1 in der 2. Fußball-Bundesliga gegen Hertha BSC nach einer Notbremse mit Rot vom Platz geflogen. Da seine Zwei-Spiele-Sperre nicht für den DFB-Pokal gilt, könnte er gegen Rostock auflaufen. Gegen den FC Schalke 04 am Samstag muss Marquez dagegen noch ein letztes Mal zuschauen. Fiel verriet zumindest, dass der Verteidiger gegen Hansa am Mittwoch (20.45 Uhr/Sky) vor erwarteten 24.000 Zuschauern „auf jeden Fall“ im Kader stehen wird.
Am ersten Liga-Spieltag waren beide Mannschaften schon aufeinandergetroffen. Damals unterlag der „Club“ noch mit 0:2. „Der erste Spieltag ist immer speziell, weil du nicht weißt, wo du stehst“, relativierte Fiel. Zugleich warnte der Nürnberger Coach vor den Rostockern. „Die Qualitäten, die sie am ersten Spieltag hatten, haben sie immer noch“, mahnte er und nannte etwa das schnelle Umschalten oder die Zielstrebigkeit in der Offensive.
Zuletzt kassierte die Mannschaft von Trainer Alois Schwartz aber drei Niederlagen am Stück. „Sie kommen aus einer Phase, wo sie nicht so gut sind“, räumte Fiel ein. „Es gibt aber keinen Grund, sie in irgendeiner Art und Weise zu unterschätzen.“ Extra Elfmetertraining hin oder her.
© dpa-infocom, dpa:231031-99-771175/3
