Demo-Verbot Nürnberg untersagt Aufmarsch am Hitler-Geburtstag

"Viel zu symbolträchtig" sei das Datum: Nürnberg verbietet eine ausgerechnet für den 20. April angemeldete Demonstration der nationalistischen Nügida. Geplantes Ziel des Aufmarschs ist eine ehemalige SS-Kaserne.

Die Stadt Nürnberg will einen geplanten Aufmarsch der nationalistischen Nügida am Jahrestag von Adolf Hitlers Geburtstag verhindern. Der stellvertretende Ordnungsamtsleiter Robert Pollack bestätigte am Freitag einen Bericht der Nürnberger Nachrichten. Demnach hat der Nürnberger Ableger der anti-islamischen Pegida-Bewegung für den 20. April eine Demonstration mit 100 Teilnehmern vor dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge angemeldet. Das Gebäude in der Nürnberger Südstadt ist eine ehemalige SS-Kaserne.

Versammlungsleiter ist ein stadtbekannter Neonazi

Die Kundgebung an diesem Tag sei auf keinen Fall denkbar, betonte Pollack. "Der 20. April ist aus unserer Sicht viel zu symbolträchtig." Als Versammlungsleiter wurde von Nügida ein stadtbekannter Neonazi benannt. Mit ihm soll es am kommenden Montag ein Gespräch geben. "Wir wollen den Anmeldern die Möglichkeit geben, die Demonstration auf einen anderen Tag zu verschieben", erläuterte Pollack.