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Dauerstreit um Frauenquote:CSU quält sich mit der Quote

Irgendwie müssen Frauen gefördert werden, darüber ist sich die CSU einig. Nur wie? Ende Oktober will Seehofer eine Lösung präsentieren.

In der CSU gibt es weiter keine Einigung für die Einführung einer Frauenquote. Bei einer Versammlung der Kreisvorsitzenden in Ingolstadt am Samstag wurde das Thema kontrovers diskutiert. Es bestehe Konsens darüber, dass die Frauen irgendwie gefördert werden müssten, berichten Teilnehmer. Über das Verfahren wird jedoch weiter gestritten.

Bavarian state premier Seehofer addresses news conference after CSU convention meeting in Bad Staffelstein

Parteichef Horst Seehofer unterstützt den Vorschlag der Frauenunion. Schärfster Gegner indes ist die Junge Union.

(Foto: REUTERS)

Parteichef Horst Seehofer unterstützt den Vorschlag der Frauenunion, 40 Prozent der Posten in den Gremien mit Frauen zu besetzen. Dieser Vorschlag ist ohnehin schon ein Kompromiss, da dieses sogenannte Quorum nur im ersten Wahlgang gelten soll. Werden da nicht genügend Frauen gefunden, soll im zweiten Wahlgang die Quote wegfallen. Beim Parteitag Ende Oktober will Seehofer eine Lösung präsentieren, die von den Delegierten mitgetragen wird. Das ist jedoch bisher noch nicht absehbar.

Schärfster Gegner der Quote ist die Junge Union. Deshalb sollte es am Sonntagabend ein weiteres Gespräch zwischen Seehofer, Frauenunions-Chefin Angelika Niebler und dem JU-Vorsitzenden Stefan Müller geben. Nächsten Samstag findet eine weitere Konferenz mit den Kreischefs aus dem Norden Bayerns in Nürnberg statt.

Weitgehende Einigkeit habe es in Ingolstadt dagegen beim Thema Beitragserhöhung geben, heißt es. Generalsekretär Alexander Dobrindt will den Mitgliedsbeitrag erhöhen.