Wer in München lebt, für den gehören Demonstrationen zum Alltag. Mal sind Umweltschützer unterwegs, mal Pfleger, mal Kurden. In einer Demokratie hat jeder das Recht zu demonstrieren, nur sollte kein Demonstrant damit rechnen, auch wirklich wahrgenommen zu werden; in einer lebendigen Demokratie sind dafür einfach zu viele seinesgleichen unterwegs. Diejenigen jedoch, die am Donnerstag gegen das bayerische Polizeiaufgabengesetz auf die Straße gegangen sind, brauchen sich um Aufmerksamkeit nicht zu sorgen. 30 000 oder vielleicht sogar 40 000 Menschen, solche Massen sind nur alle paar Jahre unterwegs.
CSU:Die Rückkehr zur alten Arroganz - ausgerechnet im Wahljahr
Massenproteste in München "Fürchte, dass Bayern zum Polizeistaat verkommt" Zum Video Artikel
(Video: SZ/Reuters , Foto:Florian Peljak )Mehr als 30 000 Menschen demonstrieren gegen das bayerische Polizeigesetz. Und was macht die CSU? Sie erklärt die Bürger für unmündig. Das könnte sich rächen.
Kommentar von Detlef Esslinger

