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CSU-Bezirkswahlen:Manfred Weber fast einstimmig wiedergewählt

Internes Treffen jüngerer CSU-Politiker

Manfred Weber gilt als einer der einflussreichsten jüngeren CSU-Politiker.

(Foto: dpa)
  • In Essenbach hat die CSU ihren Bezirksvorsitzenden Manfred Weber mit 99,5 Prozent der Stimmen wiedergewählt. Es gab keinen Gegenkandidaten.
  • Auf dem Bezirksparteitag in Barbing bei Regensburg löst Finanzstaatssekretär Albert Füracker die bisherige Bezirksvorsitzende Emilia Müller ab - und bekommt ein besseres Ergebnis als sein Chef Markus Söder.

Manfred Weber mit großer Mehrheit wiedergewählt

Die niederbayerische CSU hat ihren Bezirksvorsitzenden Manfred Weber mit fast hundert Prozent der Stimmen wiedergewählt. Beim Bezirksparteitag in Essenbach erhielt der Chef der konservativen EVP-Fraktion im Europaparlament am Samstag 194 der gültigen 195 Stimmen, das entspricht 99,5 Prozent. Ein Gegenkandidat hatte sich erwartungsgemäß nicht gemeldet.

Der 43 Jahre alte Weber ist einer der einflussreichsten jüngeren Politiker der CSU. In seiner Bewerbungsrede präsentierte er sich als Teamplayer und erteilte "Kronprinzengehabe" in der CSU eine Absage.

Lob von Horst Seehofer

Parteichef Horst Seehofer lobte Weber in höchsten Tönen: Erstmals in der Geschichte der Partei stehe ein CSU-Politiker an der Spitze der EVP mit ihren Abgeordneten aus 28 Ländern. "Manfred Weber spielt jetzt in der Champions League."

Weber wird den niederbayerischen CSU-Bezirksvorsitz nur noch für einige Monate innehaben. Im Herbst soll er auf dem großen CSU-Parteitag zu einem der vier Stellvertreter Seehofers gewählt werden. "Das heißt Aufstieg für Manfred Weber und bedeutet mehr Einfluss für die niederbayerische CSU", sagte Seehofer.

In Barbing löst Albert Füracker Emilia Müller ab

In Barbing bei Regensburg stand der zweite CSU-Bezirksparteitag dieses Wochenendes an, wo Finanzstaatssekretär Albert Füracker als Nachfolger der bisherigen Bezirksvorsitzenden Emilia Müller kandidierte. Die 63-jährige Müller gab den Parteiposten freiwillig ab, weil sie von der Asylpolitik sehr stark gefordert ist. "Sie ist und bleibt unsere starke Sozialministerin", sagte Füracker.

Auch hier gab es keinen Gegenkandidaten. Der 47 Jahre alte Landwirt erhielt 198 der 201 gültigen Stimmen, das entspricht 99 Prozent - damit ist Füracker in seinem Bezirk sogar beliebter als sein Chef. Bayerns Finanzminister Markus Söder wurde im Bezirk Nürnberg-Fürth-Schwabach im Juni mit 98 Prozent im Amt bestätigt.

© sz.de/dpa/sosa/angu
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