Drogenkonsum Crystal-Meth-Hotline wird weiter gefördert

Das Beratungsprojekt aus Regensburg wird zunächst weitere sechs Monate gefördert.

Von Johann Osel, München/Regensburg

Der Freistaat setzt im Kampf gegen Drogen weiterhin auf die bayernweite Crystal-Meth-Hotline. Das Beratungsprojekt aus Regensburg wird zunächst weitere sechs Monate gefördert, zudem soll bis zum Jahresende ein Konzept für die Zukunft gemeinsam mit dem Trägerverein beschlossen werden. Dies teilte das Gesundheitsministerium am Freitag mit.

"Die Crystal-Hotline soll ihre gute Arbeit fortführen. Sie bietet sowohl Konsumenten als auch Angehörigen und Fachkräften wichtige Beratung und Unterstützung bei der Suche nach einer passenden Suchthilfeeinrichtung an", wird Ministerin Melanie Huml (CSU) zitiert. Die Süddeutsche Zeitung hatte kürzlich über ungewisse Zukunftsaussichten der Hotline berichtet; der aktuelle Förderzeitraum läuft Ende Juni aus.

Bayerns Polizei hat 2018 wieder mehr Crystal sichergestellt als in den Vorjahren: 12,5 Kilogramm. Der Kampf gegen die Droge bleibt ein Dauerthema, gerade in Ostbayern gilt Crystal Meth als Problem. Huml sagte: "Es ist wichtig, vor allem junge Menschen intensiv über die Risiken durch Drogen zu informieren." Die Zahl der Drogentoten in Bayern war zwar im vergangenen Jahr rückläufig und sank auf 235. In diesem Jahr zeichnen sich aber bereits erschreckende Trends in manchen Regionen ab.

Die staatlich geförderte Hotline des Vereins Drugstop besteht seit 2014, etwa zwei Drittel der Hilfesuchenden sind Angehörige, aber auch Konsumenten selbst werden Wege aus der Sucht aufgezeigt. Die Hotline ist an sechs Tagen die Woche erreichbar unter der Nummer 0941/569 582 901.

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