Coronavirus:Der Faktor Söder

Lesezeit: 2 min

Überzeugt in den Tagen der Corona-Krise: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU). (Foto: dpa)

Ohne Alarmismus, aber mit Nachdruck dirigiert Markus Söder Bayern durch die Coronakrise. Selten wirkte der Ministerpräsident so authentisch wie als Krisenmanager.

Kommentar von Nina Bovensiepen

Gewinner der bayerischen Kommunalwahl ist ein Mann, der gar nicht auf dem Wahlzettel stand. In den Tagen und Stunden vor und nach dem Wahlsonntag hat Ministerpräsident Markus Söder sich als oberster Krisenmanager des Freistaates profiliert, wie es ihm vor einigen Monaten selbst Wohlwollende nicht zugetraut hätten. Als hätten der CSU-Politiker und seine Stäbe seit Langem an einem Masterplan getüftelt, dirigiert Söder das Bundesland bislang klar und präzise durch die Corona-Krisentage. Schritt für Schritt, mit Rücksichtnahme auf die wichtige Wahl und darauf, dass zu viele Katastrophenmeldungen auf einmal die Menschen lähmen können, hat Söder den Ausnahmezustand verhängt. Ohne Alarmismus, aber mit Nachdruck, und selten wirkte dieser Mann, der viele Rollen beherrscht, so authentisch wie jetzt.

Zur SZ-Startseite

SZ PlusMünchen und das Coronavirus
:Macht's gut

Womöglich verabschieden sich die Menschen gerade voneinander, für Wochen, Monate. Wer weiß das schon. München, Corona und die letzten Tage der Freiheit.

Von Holger Gertz

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: