Coronavirus:Der Code aus dem Kot

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Coronavirus: Ein Klärwerk, wie hier am Niederrhein, bietet Möglichkeiten zur Erforschung des Coronavirus. So eignet sich das Abwasser als eine Art Frühwarnsystem vor der Infektionskrankheit.

Ein Klärwerk, wie hier am Niederrhein, bietet Möglichkeiten zur Erforschung des Coronavirus. So eignet sich das Abwasser als eine Art Frühwarnsystem vor der Infektionskrankheit.

(Foto: Markus van Offern /imago images)

In Bayerns Kläranlagen finden sich wichtige Informationen zur Corona-Pandemie. Weil sich im Abwasser frühzeitig neue Virusvarianten zeigen können, wird an immer mehr Orten auch danach gesucht. In Augsburg zum Beispiel.

Von Johann Osel, Augsburg/München

Es stinkt gar nicht mehr so arg an Messstation Nummer eins. Das ist ein Häuschen auf dem Gelände des Augsburger Klärwerks, darunter fließen Abwasser und Fäkalien hindurch. Wie ein rauschender Bach in der Natur sieht das durch eine Luke von oben aus, nur halt unappetitlich braun. Dass hier der Kot nicht gleich so unverkennbar in die Nase steigt, liegt an dem, was der Bach da schon hinter sich hat. Am Zulauf der Kläranlage im Augsburger Norden läuft zuvor all das ein, was 380 000 Menschen in Stadt und Teilen der Region in Toiletten und Kanalisation verbringen.

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