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Corona:Patient 1

Die Ärztin sagte Christoph N. am Telefon, dass er in die Geschichte eingehen werde. Für ihn fühlte sich das alles surreal an.

(Foto: Privat, Collage: SZ)

An dem Tag, an dem Frankreich die ersten drei Covid-19-Fälle in Europa bestätigt, bekommt ein Mann in der Nähe von München Fieber. Da weiß er noch nicht, dass er der erste Infizierte Deutschlands ist. Über eine Ansteckung am Konferenztisch und drei Wochen Ungewissheit.

Von Carolin Fries

An das Gefühl, als er an jenem Abend in das Lichtermeer auf der Autobahn eintauchte, kann er sich noch erinnern. Unwirklich. "Ich bin der Einzige in Deutschland, der's hat. Ich bin einer von 83 Millionen." Er erzählt das jetzt, Monate später, am Telefon. Wie er über die A 96 zur Klinik München-Schwabing fuhr, er solle zügig kommen, hatte es geheißen. Er weiß seit etwa 30 Minuten, dass er der erste Deutsche ist, der sich mit dem Coronavirus infiziert hat. Da könnte jetzt alles sein: Angst, Sorge, Wut, die Frage: "Warum ausgerechnet ich?"

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