Gesundheit in BayernEs geht wieder los: Zahl der Corona-Infektionen nimmt zu

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Die Grippewelle setzt in der kalten Jahreszeit zumeist erst später ein. Coronaviren sind aber auch jetzt schon wieder weit verbreitet.
Die Grippewelle setzt in der kalten Jahreszeit zumeist erst später ein. Coronaviren sind aber auch jetzt schon wieder weit verbreitet. Christina Sabrowsky/dpa
  • In Bayern nehmen die Corona-Infektionen zu: In der Woche bis zum 12. Oktober waren 22 Prozent aller Abstriche positiv.
  • Die Grippewelle beginnt üblicherweise erst um den Jahreswechsel herum und dauert drei bis vier Monate an.
  • Gesundheitsministerin Gerlach empfiehlt Impfungen gegen Grippe, Covid-19, RSV und Pneumokokken, besonders für ältere Menschen und Risikogruppen.
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Die Zeit der Atemwegserkrankungen hat wieder begonnen. Fast ein Viertel derartiger Infekte ist in Bayern dabei auf das Coronavirus zurückzuführen. Was hilft? Einfache Dinge wie zum Beispiel regelmäßiges Händewaschen.

Während es draußen immer ungemütlicher wird, nehmen die Atemwegsinfektionen in Bayern zu. Insbesondere Ansteckungen mit dem Coronavirus sind in diesen Tagen deutlich auf dem Vormarsch, wie aus Daten des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hervorgeht.

In der Woche bis zum 12. Oktober waren rund 22 Prozent aller Abstriche in einem Netzwerk aus rund 200 Arztpraxen in Bayern positiv auf das Sars-Cov-2-Virus. In der Woche zuvor lag der Anteil demnach noch bei knapp 20 Prozent. Die absoluten gemeldeten Fallzahlen liegen laut dem LGL aber noch deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. In der Woche bis zum 12. Oktober waren es rund 1500 neue Fälle.

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Eine leicht steigende Tendenz gibt es den Angaben zufolge auch bei den Infektionen mit Influenza, bei den RS-Viren (Respiratorische Synzytialviren) sei nur eine geringe Aktivität zu verzeichnen. Diese Entwicklung ist nicht ungewöhnlich. Mit dem Übergang zum Oktober hat die Grippesaison begonnen.

Auch das seit der Corona-Pandemie bestehende Abwassermonitoring zeigt die Zunahme der Atemwegsinfektionen im Freistaat. Inzwischen werden dort neben Corona- auch Influenza- und RS-Viren erfasst. Mit Messungen an 21 Standorten werden laut dem LGL rund 30 Prozent der bayerischen Bevölkerung abgedeckt. Zusammen mit anderen Datenquellen ergebe sich so ein robustes Bild des Infektionsgeschehens, das sowohl die Dynamik der Viruszirkulation als auch die Belastung des Gesundheitswesens umfassend abbilde. Ein großer Vorteil: Die Daten liegen bereits wenige Tage nach Probeneingang vor.

Die Grippewelle beginnt üblicherweise erst um den Jahreswechsel herum

Wie sich die Zahl der Infektionen in den kommenden Wochen entwickeln wird, kann das LGL nicht konkret abschätzen. Die Behörde betont, auch wenn auf der nördlichen Halbkugel die Grippesaison begonnen habe, könne bisher nicht von einer Grippewelle die Rede sein. Diese beginne üblicherweise zu Beginn des neuen Jahres und dauere drei bis vier Monate an.

Eine genaue Prognose zum Verlauf und zur Schwere einer Grippewelle sei generell nicht möglich. Ähnlich verhalte es sich mit Prognosen zur jährlichen RSV-Welle. Und bei Corona-Infektionen beobachte man noch kein vorhersehbares saisonales Muster wie bei anderen Atemwegserkrankungen.

Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) wies angesichts der steigenden Infektionszahlen auf die Bedeutung der korrekten Handhygiene im Herbst und Winter hin. Auch solle man die Nieß- und Hustenetikette einhalten, Innenräume regelmäßig lüften und wenn nötig Abstand halten. Grundsätzlich solle jeder, der Symptome einer akuten Atemwegserkrankung aufweise, zu Hause bleiben und bei Bedarf seinen Hausarzt aufsuchen.

Auch an die Möglichkeit einer Impfung erinnerte Gerlach: „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für eine Impfung gegen klassische Atemwegserkrankungen: Grippe, Covid-19, RSV und Pneumokokken. Gerade für ältere Menschen und Menschen mit chronischen Erkrankungen ist das besonders sinnvoll – das empfiehlt auch die Ständige Impfkommission.“

In der vorigen Saison haben sich laut Daten des Robert-Koch-Instituts nur rund 29 Prozent der Menschen über 60 Jahren gegen Grippe impfen lassen. Jeder solle sich vor Augen führen, dass eine Grippe gerade bei Angehörigen von Risikogruppen auch schwere Verläufe haben könne, sagte Gerlach. „Daher würde ich mich freuen, wenn sich in diesem Jahr mehr Menschen für gelebte Prävention – also eine Impfung – entscheiden würden.“

Für Erwachsene über 60 empfiehlt die Ständige Impfkommission eine jährliche Auffrischungsimpfung für den Schutz gegen Covid-19 und für über 60-Jährige die einmalige Impfung gegen Pneumokokken  – sowie für Jüngere mit bestimmten Vorerkrankungen. Eine Impfung gegen eine RSV-Infektion ist für Menschen über 75 Jahren und für über 60-Jährige mit schweren Vorerkrankungen empfohlen.

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