bedeckt München 15°

Coronavirus-Newsblog für Bayern:Rhön-Grabfeld wird zum Corona-Hotspot

Archivhinweis: Coronavirus-Newsblog für Bayern

Dieser Newsblog wird nicht mehr aktualisiert.

Unsere Newsblogs werden in regelmäßigen Abständen archiviert. Die neuesten Entwicklungen finden Sie hier in unserem aktuellen Newsblog zur Corona-Krise in Bayern.

Dieser Newsblog ist archiviert und wird nicht mehr aktualisiert.

Münchner Polizei löst Party mit mehr als 130 Teilnehmern auf

Sonntag, 27. September, 15.27 Uhr: Die Münchner Polizei hat in der Nacht zum Sonntag eine Party mit mehr als 130 Menschen beendet. "Die Vorgaben des Infektionsschutzes wurden komplett ignoriert", teilten die Beamten am Sonntag mit. Niemand habe einen Mund-Nasenschutz getragen oder den Mindestabstand eingehalten. Auch ein Infektionsschutzkonzept habe es nicht gegeben.

Den Angaben zufolge war zuvor ein Hinweis eingegangen, dass vor der Halle im Stadtteil Freiman "mehr als fünfzig Autos geparkt wurden und laute Musik zu hören sei." Alle Gäste mussten ihre Personalien angeben. Die Gäste und der Veranstalter müssen mit Anzeigen nach dem Infektionsschutzgesetz rechnen.

Landratsamt Rhön-Grabfeld verschärft örtliche Corona-Einschränkungen

Sonntag, 27. September, 6.51 Uhr: Nachdem dort die Zahl der Infektionen zuletzt stark gestiegen ist, hat nun auch der Landkreis Rhön-Grabfeld in Unterfranken die örtlichen Corona-Regeln deutlich verschärft. Seit Mitternacht dürfen sich dort in der Öffentlichkeit nur noch höchstens fünf Personen treffen; das gilt auch in Lokalen und Wirtschaften, die zudem spätestens um 23 Uhr schließen müssen, wie das Landratsamt mitteilte. An privaten Feiern dürfen nur noch 50 Personen teilnehmen, wenn diese im Freien stattfinden; in Innenräumen sind lediglich 25 Personen erlaubt. Die Regeln gelten bis einschließlich 3. Oktober.

Die Schulen blieben am Montag aber geöffnet, ließ das Landratsamt wissen - dort gilt nun generell eine Maskenpflicht. Besuche in Altenheimen und Krankenhäusern werden deutlich eingeschränkt: auf nur noch eine Person je Patient beziehungsweise Bewohner. Für den Landkreis Rhön-Grabfeld meldete das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit am Samstag fast 54 Neuninfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen - er hat also den kritischen Schwellenwert von 50 überschritten. In Bayern lag nur der Landkreis Dingolfing-Landau mit 66,5 höher. Auch dort sind lokale Corona-Einschränkungen verhängt worden. Landesweit lag die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz bei 17,4, in München sank sie am Samstag erneut deutlich auf knapp 38.

Corona-Teststation an der A 93 überlastet

Samstag, 26. September, 13.38 Uhr: Die Corona-Teststation an der Autobahn 93 ist seit Samstagvormittag überlastet. Auf dem Rastplatz Heuberg, wo Covid-19 Abstriche bei Reiserückkehrern durchgeführt werden, kommt es zu langen Wartezeiten, sagte ein Sprecher der Polizei am Samstag. Auf der A 93 gehe es seit etwa 9 Uhr nur stockend voran. Der Rückstau reiche bis zum Grenzübergang Kiefersfelden. Zunächst hatte der Bayerische Rundfunk (BR24) darüber berichtet. Nach der Einstufung des österreichischen Bundeslands Tirol als Risikogebiet sei es wahrscheinlich, dass Urlauber nun früher abreisen und einen Corona-Test machen lassen, so der Sprecher der Polizei in Rosenheim.

Aktuelles zum Coronavirus - zweimal täglich per Mail oder Push-Nachricht

Alle Meldungen zur aktuellen Lage in Deutschland und weltweit sowie die wichtigsten Nachrichten des Tages - zweimal täglich mit SZ Espresso. Unser Newsletter bringt Sie morgens und abends auf den neuesten Stand. Kostenlose Anmeldung: sz.de/espresso. In unserer Nachrichten-App (hier herunterladen) können Sie den Espresso oder Eilmeldungen auch als Push-Nachricht abonnieren.

Polizei sparte wegen Geisterspielen Zehntausende Einsatzstunden

Samstag, 26. September, 12.08 Uhr: Wegen der coronabedingten Geisterspiele der Fußball-Bundesliga hat die bayerische Polizei in der vergangenen Saison mehrere Zehntausend Einsatzstunden eingespart. Für 192 Spielpartien in erster, zweiter und dritter Liga, DFB-Pokal, Champions, Europa und Nations League in der Saison 2019/20 verzeichnete das bayerische Innenministerium 170 000 Einsatzstunden - die letzten Monate davon waren schon von der Corona-Krise geprägt. In der Saison zuvor waren es 215 000 Stunden gewesen. Das Minus beträgt also rund 45 000 Stunden - wobei ein direkter Vergleich auch wegen einer etwas unterschiedlichen Anzahl an Spielpaarungen und Wettbewerbspartien laut Ministerium nur bedingt möglich ist.

Von den insgesamt 192 Partien in den genannten Ligen und Wettbewerben fanden laut Innenministerium 54 Spiele ohne Zuschauer als sogenannte Geisterspiele statt. Zur Betreuung dieser Spiele waren demnach 1734 Beamte "zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung im Einsatz" - dabei fielen zusammengezählt 8226 Einsatzstunden an. Normalerweise wäre ein Vielfaches an Beamten und Zeit dafür nötig gewesen, wie ein Vergleich mit den entsprechenden Spieltagen der Saison 2018/19 zeigt: Hier waren laut Ministerium bei 46 Heimspielen insgesamt 8180 Beamte für zusammengezählt 57 812 Stunden im Einsatz.

Auch für den ersten Spieltag der neuen Saison waren coronabedingt viel weniger Beamte nötig als in normalen Jahren - weil die Spiele entweder mit gar keinen oder mit viel weniger Zuschauern stattfanden als sonst üblich. Bei sechs Heimspielen waren heuer 216 Beamte für insgesamt 954 Stunden im Einsatz. Bei fünf Heimpartien am ersten Spieltag im Herbst 2019 waren es 680 Beamte und 4393 Stunden gewesen. Die Arbeit ist der Polizei aber deshalb nicht ausgegangen: Die Arbeitsbelastung sei "unvermindert hoch", betont das Innenministerium und verweist unter anderem auf die Überwachung der Maskenpflicht und anderer Corona-Infektionsschutzmaßnahmen, mehr Kontrollen im öffentlichen Raum und die "polizeiliche Betreuung" zahlreicher Demonstrationen, und das mit vielen Beamten. Alles in allem sei man aber "gut gerüstet und vor allem auch personell gut ausgestattet".

Schulen und Kitas in Bad Königshofen öffnen wieder

Freitag, 25. September, 18.16 Uhr: Nach zahlreichen Coronavirus-Fällen im unterfränkischen Bad Königshofen dürfen ab Montag die Schulen und Kitas wieder öffnen. Nur für wenige Klassen werden vereinzelte Quarantänemaßnehmen durch die Schulen veranlasst, wie das Landratsamt des Landkreises Rhön-Grabfeld am Freitag mitteilte. Die Betroffenen werden nach Absprache mit dem Gesundheitsamt informiert. Für das Wochenende anberaumte Sportveranstaltungen wurden im Gebiet des Altlandkreises Bad Königshofen untersagt und Sportvereine gebeten, auf Auswärtsspiele zu verzichten.

Wegen der Coronavirus-Fälle in Bad Königshofen sind am Dienstag drei Kitas und sechs Schulen geschlossen worden. Zudem durften keine Besucher in die Alten- und Pflegeheime der 6000-Einwohner-Stadt. Die vielen Fälle führen die Behörden auf eine Hochzeitsfeier am 12. September im Raum Bad Königshofen zurück. Laut Landratsamt konnten die Infektionsketten nachvollzogen werden. Derzeit gebe es 51 infizierte Personen im Landkreis Rhön-Grabfeld (Stand: 16.30 Uhr).

Reihentest nach Corona-Fall im Kloster Mallersdorf

Freitag, 25. September, 14.14 Uhr: Im niederbayerischen Kloster Mallersdorf sind am Freitag fast 650 Ordensschwestern sowie einige Mitarbeiter auf eine Infektion mit dem Coronavirus hin getestet worden. Das teilte ein Sprecher des Landratsamtes Straubing-Bogen mit. Demnach war eine Pflegekraft, die im Seniorenheim in dem Kloster arbeitet, positiv getestet worden. Daraufhin fand eine Reihenuntersuchung statt. Der Altersdurchschnitt der Schwestern liege bei 83 Jahren, sagte der Sprecher.

Die Ergebnisse der Tests sollten spätestens Anfang kommender Woche vorliegen. Die infizierte Pflegekraft befindet sich den Angaben nach in Quarantäne. Für das Kloster sei eine solche Maßnahme nicht angeordnet worden. Die Einrichtung habe aber sämtliche Veranstaltungen abgesagt, und die Schwestern verzichteten vorerst freiwillig auf Außenkontakte. Nicht betroffen von der Reihentestung seien die Landwirtschaft und der Kindergarten des Klosters. Das Kloster im niederbayerischen Mallersdorf-Pfaffenberg ist das Mutterhaus der Armen Franziskanerinnen von der Heiligen Familie.

Fastnacht in Franken: "Wir werden machen, was geht"

Freitag, 25. September, 7.45 Uhr: Die bekannte TV-Faschingssendung "Fastnacht in Franken" am 5. Februar wird erstmals in ihrer Geschichte nicht live aus Veitshöchheim gesendet. Grund dafür seien die Risiken durch die Corona-Pandemie, sagte der Ehrenpräsident des Fastnacht-Verbandes Franken, Bernhard Schlereth, der Main-Post. "Stellen Sie sich vor, ein Künstler würde kurz vor der Sendung positiv getestet, dann müssten womöglich auch alle anderen in Quarantäne", erläuterte er. Man überlege gerade, ob man Einzelauftritte zusammenschneide oder sogar einen Gardeauftritt im Rokokogarten Veitshöchheim drehe.

Schlereth, der von Verbandsseite her als künstlerischer Leiter für die Fastnachtssendungen im Bayerischen Fernsehen zuständig ist, sagte der Zeitung weiter: "Wir werden machen, was geht." Denkbar sei auch eine Aufzeichnung in den Mainfrankensälen mit deutlich weniger Publikum - und auf jeden Fall ohne die sonst so rege vertretene Politprominenz in den ersten Reihen. "Vielleicht können wir etwas mit Doubles machen", erläuterte Schlereth. Nach einem Treffen mit den Künstlern, die heuer auf der Bühne stehen sollen, sei jedenfalls klar, dass alle hochmotiviert seien und in diesen Zeiten "dankbar für jeden Auftritt" wären.

Die TV-Prunksitzung "Fastnacht in Franken" zeigte das Bayerische Fernsehen zum ersten Mal im Jahr 1987 - einmalig aus dem oberfränkischen Lichtenfels. Seit der zweiten Ausgabe wird die Sendung aus Veitshöchheim übertragen. 1991 fiel sie wegen des Zweiten Golfkriegs aus. Sie wird vom Fränkischen Fastnacht-Verband und vom BR verantwortet. 2020 sahen 3,8 Millionen Menschen bundesweit zu, die Sendung ist schon seit Jahren die erfolgreichste aller dritten TV-Programme in Deutschland.

Deutlicher Corona-Anstieg im Landkreis Dingolfing-Landau

Donnerstag, 24. September, 17.55 Uhr: Der Landkreis Dingolfing-Landau hat einen wichtigen Grenzwert bei der Zahl der neuen Corona-Infektionen überschritten. Nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit (LGL) vom Donnerstag lag die Sieben-Tage-Inzidenz - also die Zahl der Infektionen pro 100 000 Einwohnern binnen sieben Tagen - bei 64 und damit über der kritischen Zahl 50. Der Landkreis reagierte am Nachmittag mit strengen Auflagen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Diese gelten vorerst bis zum 2. Oktober. Sowohl im öffentlichen Raum und in der Gastronomie wie auch im privaten Umfeld dürfen den Angaben nach nur noch maximal fünf Personen zusammenkommen, die nicht in einem Hausstand leben. Die Teilnehmerzahl bei Hochzeiten, Beerdigungen oder Vereinsfesten ist unter freiem Himmel auf 100 Menschen und in geschlossenen Räumen auf 50 Menschen beschränkt. Außer in Grundschulen und der Grundstufe von Förderschulen ist in sämtlichen Schulen des Landkreises das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung Pflicht - auch während des Unterrichtes. Nach Behördenangaben hatte es unter den Mitarbeitern eines Logistikdienstleisters mehrere Infektionen gegeben, woraufhin eine Reihentestung durchgeführt worden war. Hierbei waren 38 weitere Infektionen festgestellt worden. Die Testung hatte auf dem BMW-Werksgelände stattgefunden, auf dem der Logistikdienstleister angesiedelt ist.

Sieben-Tage-Inzidenz in München liegt nur noch bei 45,12

Donnerstag, 24. September, 14.47 Uhr: Zum ersten Mal seit einer Woche ist die Stadt München bei der sogenannten Sieben-Tage-Inzidenz wieder unter den kritischen Wert von 50 gerutscht. Er lag am Donnerstagmorgen bei 45,12, wie das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit am frühen Nachmittag mitteilte. Dieser Wert beziffert die Zahl der Neuinfektionen binnen der vergangenen sieben Tage pro 100 000 Einwohnern. Ab einem Wert von 50 sind die Kommunen in Deutschland angehalten, mit eigenen Corona-Regeln gegen den Anstieg der Infektionen vorzugehen. In München war das seit vergangenem Freitag der Fall.

München hat bereits diverse Ge- und Verbote erlassen. Seit diesem Donnerstag darf man sich in der Stadt nicht mehr mit zehn Menschen treffen, sondern nur noch mit fünf - oder mit den Mitgliedern zweier Haushalte beziehungsweise Familien. Die Teilnehmerzahlen bei Partys wurden stark beschränkt, in der Fußgängerzone der Altstadt gilt eine Maskenpflicht. Diese Regelungen bleiben aber unabhängig vom neuen Rückgang der Infektionszahlen bis zum 1. Oktober in Kraft.

Über der 50er-Marke liegt in Bayern derzeit nur der Landkreis Dingolfing-Landau mit 64,44 - dort waren bei BMW und anderen Firmen, die mit BMW zusammenarbeiten, viele Neuinfektionen aufgetreten. Ob der Landkreis mit verschärften Maßnahmen auf die gestiegenen Zahlen reagiert, war zunächst unklar. Die Beratungen darüber liefen noch, sagte ein Sprecher. Auch im Landkreis Rhön-Grabfeld ist der Wert mit 42,67 relativ hoch wie auch in der Stadt Würzburg mit 45,36.

Bayerns Wirtschaft in Corona-Krise besonders stark geschrumpft

Donnerstag, 24. September, 13.58 Uhr: Die Corona-Krise hat die bayerische Wirtschaft härter getroffen als viele andere Bundesländer. Die Wirtschaftsleistung im Freistaat schrumpfte im ersten Halbjahr um sieben Prozent, wie das Landesamt für Statistik mitteilte. Im Durchschnitt aller Bundesländer sank das Bruttoinlandsprodukt um 6,6 Prozent, der Rückgang fiel vor allem im Osten etwas glimpflicher aus. Im Vergleich der westdeutschen Flächenländer brach die Wirtschaft nur in Baden-Württemberg und Niedersachsen noch stärker ein. In beiden Ländern spielt wie in Bayern die exportabhängige Autoindustrie eine große Rolle.

Landesbischof: Jeder soll zu Weihnachten Gottesdienst besuchen können

Donnerstag, 24. September, 11.39 Uhr: Jeder soll nach dem Willen des bayerischen evangelischen Landesbischofs Heinrich Bedford-Strohm trotz Corona in diesem Jahr an Weihnachten einen Gottesdienst besuchen können. "Unsere Kirchen sind bei den nötigen Sicherheitsabständen zu eng", sagte Bedford-Strohm: "Darum gehen wir raus! Das Licht der Weihnacht wird in diesem Jahr auf vielen Wiesen und Plätzen erstrahlen." Viele der mehr als 1500 evangelischen Kirchengemeinden im Freistaat planten Weihnachtsgottesdienste an ungewöhnlichen Orten - beispielsweise in der Fußgängerzone oder einer Scheune, erläuterte Bedford-Strohm, der auch Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist.

Solche außergewöhnliche Orte seien nicht nur etwas Besonderes, sondern schlichtweg nötig, weil dicht gedrängte Kirchenbänke an Heiligabend unter Corona-Bedingungen nicht möglich sind, teilte die Landeskirche weiter mit. Viele Gemeinden planten, den Christbaum nicht in, sondern vor der Kirche für Gottesdienste im Freien aufzustellen. In anderen Gemeinden will man zu mehreren kurzen Gottesdiensten an verschiedenen Orten einladen. "Vielleicht werden wir lange Unterhosen anziehen müssen", sagte Bedford-Strohm. Es würden aber sicherlich Gottesdienste, "an die wir uns noch lange erinnern werden".

Neue Regeln in München: Wirte sagen Reservierungen ab

Donnerstag, 24. September, 8.03 Uhr: Münchens Wiesn- und Innenstadtwirte kritisieren bei den Corona-Maßnahmen fehlende Planungssicherheit für ihre Branche. Die Politik müsse verlässlicher und vorausschauender planen, sagte der zweite Wiesnwirte-Sprecher und Nockherberg-Chef Christian Schottenhamel der Deutschen Presse-Agentur. "Wir reden seit Monaten von einer zweiten Welle. Es wäre schön, wenn wir von der Staatsregierung vorher informiert worden wären, was für diesen Fall geplant ist."

In Bayern sollen laut Kabinettsbeschluss bei mehr als 50 Neuinfektionen in einer Region in sieben Tagen pro 100 000 Einwohner striktere Regeln gelten. Etwa sollen sich nur fünf Menschen als Gruppe in der Öffentlichkeit aufhalten. In München gilt von heute an eine entsprechende Allgemeinverfügung, damit dürfen nur noch fünf Personen zusammensitzen. Schottenhamel sagte die Reservierungen für seinen Festsaal bereits ab. Dort gibt es Tische für acht Gäste. Die Wirte hätten Verständnis, dass Maßnahmen nötig seien, sagte er. Aber: "Wenn wir vorher gewusst hätten, dass es kommen kann, dass wir nur fünf Personen an einen Tisch setzen können, hätten wir vorher schon reagieren und nur Reservierungen für fünf Menschen am Tisch annehmen können."

"Es wäre schön, vorausschauende und planbare Verordnungen zu bekommen, die es uns ermöglichen, in unseren Betrieben die Strukturen rechtzeitig entsprechend zu verändern", sagte auch der Sprecher der Innenstadtwirte und Chef des Augustiner Klosterwirt, Gregor Lemke. Es gehe etwa um das Reservierungsmanagement. Auch für neue Abstände, kleinere Einheiten, Trennwände und die Schulung von Personal sei Vorlauf nötig.

Die neuen Regeln bremsen auch die sogenannte Wirtshaus-Wiesn, die mehrere Wirte am Samstag zum ursprünglich geplanten Oktoberfeststart begonnen haben. "Es ist schade, dass die Wirtshaus-Wiesn nun in dem Umfang nicht mehr stattfinden kann", sagte Schottenhamel. Die Resonanz sei zum Auftakt sehr gut gewesen, sagte Lemke. "Ich habe schon lang nicht mehr in der Innenstadt so viele fröhliche, gut gelaunte Menschen gesehen." Angesichts der steigenden Corona-Zahlen war allerdings Kritik an der Ersatz-Wiesn-Aktion laut geworden. In den sozialen Medien äußerten Menschen Unverständnis, dass Kinder mit Maske in der Schule sitzen sollten, in den Kneipen aber gefeiert werde.

Erhöhte Corona-Zahlen im Landkreis Dingolfing-Landau

Mittwoch, 23. September, 17.56 Uhr: Im Landkreis Dingolfing-Landau gibt es erneut einen Anstieg an Corona-Infektionen. Am Mittwoch sei der Signalwert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner wohl überschritten worden, sagte ein Sprecher des Landratsamtes. Die Zahlen beruhten demnach auf eigenen Berechnungen. Das Landesamt für Gesundheit (LGL) hatte am Vormittag noch den Wert 45 gemeldet. Wegen der gestiegenen Infektionszahlen gilt in dem niederbayerischen Landkreis seit Mittwoch Maskenpflicht an sämtlichen Schulen.

Den Angaben nach hatte es unter den Mitarbeitern eines Logistikdienstleisters zuletzt mehrere Infektionen gegeben, woraufhin eine Reihentestung durchgeführt worden ist. Hierbei seien 32 weitere Infektionen festgestellt worden, sagte der Behördensprecher.

Die Testung fand auf dem BMW-Werksgelände statt, auf dem auch der Logistikdienstleister angesiedelt ist. Mehrere Hundert Mitarbeiter - vor allem des Dienstleisters, aber auch des Autobauers und weiterer Dienstleister - hätten sich testen lassen, sagte ein BMW-Sprecher. Die betroffenen Personen seien in Quarantäne. Der Betrieb laufe weiter. Am BMW-Standort Dingolfing sind nach Unternehmensangaben rund 18 000 Menschen beschäftigt.

München verschärft Corona-Regeln

Mittwoch, 23. September, 17.30 Uhr: In München gelten ab Donnerstag zur Eindämmung der Corona-Pandemie verschärfte Kontaktbeschränkungen sowie eine generelle Maskenpflicht in Teilen der Altstadt. Grundlage dafür ist eine Allgemeinverfügung, die die Stadt am späten Mittwochnachmittag bekanntgegeben hat. Die neuen Regelungen sollen zunächst bis zum 1. Oktober gelten. Sollten die Werte danach immer noch hoch sein, ist auch eine Verlängerung möglich.

Corona-Zahlen in Würzburg sinken unter 50er-Warnwert

Mittwoch, 23. September, 14.42 Uhr: Die Zahl der in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus infizierten Menschen in Würzburg ist unter den wichtigen Grenzwert von 50 je 100 000 Einwohner gesunken. Die Stadt registrierte entsprechend 47,70 Neuinfektionen, wie das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Mittwoch mitteilte (Stand: 08.00 Uhr). Auch im Landkreis Würzburg ist die Lage mittlerweile deutlich besser: Der sogenannte Inzidenzwert liegt demnach bei 28,42.

Bayernweit liegt nur noch die Stadt München über dem bundesweit vereinbarten Warnwert - 51,04 Infizierte je 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen meldete das LGL für die Landeshauptstadt.

Stadt und Landkreis Würzburg hatten zuletzt wegen der vielen Corona-Infizierten ihre Maßnahmen verschärft. Die Maskenpflicht im Unterricht soll bis zum 2. Oktober bleiben, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht gewährleistet ist. In Kitas ist ein offenes Betreuungssystem nicht mehr möglich, und die Gruppen dürfen sich nicht mehr durchmischen. Zur Eindämmung der Corona-Pandemie denkt auch die Stadt München über verschärfte Maßnahmen nach wie eine Maskenpflicht in Teilen der Innenstadt sowie Kontaktbeschränkungen.

In Bayern sind nach LGL-Angaben bisher 65 881 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind bislang im Freistaat 2652 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten.

CSU-Vize Sailer kritisiert Corona-Teststrategie der Staatsregierung

Mittwoch, 23. September, 8.26 Uhr: Der Augsburger Landrat Martin Sailer kritisiert die Staatsregierung im Zusammenhang mit der Corona-Teststrategie. "Binnen weniger Tage mussten in jedem Landkreis Testzentren aus dem Boden gestampft werden, ohne dass vorab abgeklärt wurde, ob genug Personal, genug Laborkapazitäten oder genug qualifizierte private Betreiber zur Verfügung stehen", schrieb der Landrat, der auch stellvertretende CSU-Vorsitzender und schwäbischer Bezirkstagspräsident ist, laut Bayerischem Rundfunk in einer E-Mail an den Freie-Wähler-Abgeordneten Fabian Mehring. Das Schreiben liege dem BR vor, berichtete der Sender am Mittwochmorgen. Die Rede sei darin von "Versprechungen von Seiten der Landespolitik, die oft schlicht nicht haltbar" seien.

"Gerade die von Ihrer Regierungskoalition vorgegebene 36-Stunden-Frist erweist sich als oft nicht haltbar - nicht nur bei uns, sondern auch in anderen Testzentren und bei in Arztpraxen durchgeführten Tests, wo Bürger oft vier bis fünf Tage auf ihr Testergebnis warten müssen", schrieb Sailer an Mehring. Die E-Mail war dem Bericht zufolge eine Reaktion auf eine Beschwerde von Fabian Mehring, weil die Übermittlung der Ergebnisse von der kommunalen Teststation im Landkreis Augsburg deutlich länger als die versprochenen drei Tage dauerte.

Beherbergungsverbot für Münchner und Würzburger

Mittwoch, 23. September, 7.12 Uhr: Menschen aus den aktuellen Corona-Hotspots München und Würzburg müssen derzeit mit deutlichen Einschränkungen rechnen, wenn sie in andere Bundesländer reisen und dort übernachten wollen. Im Nachbar-Bundesland Baden-Württemberg gilt beispielsweise: "Es ist untersagt, in Beherbergungsbetrieben Gäste zu beherbergen, die sich in einem Land-, Stadtkreis oder einer kreisfreien Stadt innerhalb der Bundesrepublik Deutschland aufgehalten oder darin ihren Wohnsitz haben, in dem der Schwellenwert von 50 neu gemeldeten Sars-CoV-2-Fällen (Coronavirus) pro 100 000 Einwohner in den vorangehenden sieben Tagen (7-Tage-Inzidenz) überschritten wurde", wie es auf der Homepage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) heißt. Ausnahmen sind möglich, wenn negative Corona-Testergebnisse vorgelegt werden können, die nicht älter als 48 Stunden sind.

Ähnliches gilt nach Dehoga-Angaben auch in Brandenburg, Hamburg und Hessen sowie im Saarland, in Sachsen und Sachsen-Anhalt. In Mecklenburg-Vorpommern ist sogar nicht nur die Übernachtung, sondern auch die Einreise für Menschen aus Hotspots mit Sieben-Tage-Inzidenz über 50 verboten. In Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein droht eine 14-tägige Quarantäne.

Landkreis Dingolfing-Landau wird wohl zum Corona-Hotspot

Mittwoch, 23. September, 6.55 Uhr: Auch der Landkreis Dingolfing-Landau reagiert auf steigende Infektionszahlen: Von diesem Mittwoch an gilt dort in allen Schulen im Unterricht eine Maskenpflicht - auch für die Lehrerinnen und Lehrer und auch an den Grundschulen. Zugleich hat das Landratsamt, wie es am Dienstagabend mitteilte, angeordnet, dass Kinder in den Kitas nur noch in festen Gruppen betreut werden dürfen. Die Erzieherinnen und Erzieher müssen ebenfalls Masken tragen. Zwar liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in Dingolfing-Landau erst bei gut 34, allerdings rechnet das Landratsamt damit, dass der Schwellenwert von 50 bald überschritten wird. Grund dafür seien Infektionsfälle in mehreren "Firmen, die zusammenarbeiten".

Regensburg verschärft Corona-Maßnahmen, München plant Allgemeinverfügung

Dienstag, 22. September, 19.12 Uhr: Angesichts steigender Corona-Zahlen verschärft die Stadt Regensburg von diesem Mittwoch an bis zum 29. September die Sicherheitsmaßnahmen. Am Montag sei der Signalwert von 35 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner überschritten worden, teilte eine Sprecherin mit. Im öffentlichen Raum dürfen sich dann nur noch maximal fünf Personen gemeinsam aufhalten. Das gelte auch in Gastronomiebetrieben. Ausgenommen von dieser Regel seien Familien mit mehr Personen, die in einem Haushalt leben. Geschlossene Veranstaltungen in geschlossenen Räumen - etwa Familienfeste, Beerdigungen und Vereinsveranstaltungen - dürfen nur noch bis zu 50 Teilnehmer haben. Unter freiem Himmel seien dafür 100 Teilnehmer erlaubt. Für Schüler an weiterführenden Schulen (ab der 5. Klasse) gibt es weiterhin eine Maskenpflicht. Der Verkauf alkoholischer Getränke zum Mitnehmen wird ab 22.00 Uhr verboten.

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie will die Stadt München an diesem Mittwoch eine Allgemeinverfügung mit verschärften Maßnahmen vorlegen. Vorgesehen ist unter anderem eine Maskenpflicht in Teilen der Innenstadt sowie Kontaktbeschränkungen. Die neuen Regelungen sollen ab Donnerstag für vorerst sieben Tage gelten. Dass sich die Lage bis dahin entspannt, gilt angesichts der Zahlen des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) als wenig wahrscheinlich. Am Dienstag hatte das LGL für einen Zeitraum von sieben Tagen 55,93 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner gemeldet. Auch in Würzburg wurde mit einem Inzidenzwert von 60,99 die kritische Grenze von 50 Neuinfektionen überschritten.

Bayern verschärft Regeln an Corona-Hotspots

Dienstag, 22. September, 13.16 Uhr: In bayerischen Corona-Hotspots sollen die Regeln deutlich verschärft werden. Die Staatsregierung hat am Dienstag beschlossen, dass die Kommunen die Maskenpflicht ausweiten, die Kontaktbeschränkung verschärfen und den Verkauf und Konsum von Alkohol in der Öffentlichkeit einschränken sollen, wenn bei ihnen besonders viele Neuinfektionen auftreten. Auch können sie dann die Sperrstunde auf 23 Uhr beschränken. An privaten Feiern sollen dann weniger Menschen teilnehmen dürfen. Das teilte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) im Anschluss an die Kabinettssitzung mit.

Diese Regelungen hatten sich bereits abgezeichnet, in manchen Städten gelten bereits schärfere Corona-Regeln; nicht zuletzt in München sollen sie am Donnerstag in Kraft treten, wenn die Zahl der neuen Corona-Fälle bis dahin nicht deutlich sinkt. Künftig gilt landesweit: Werden in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt mehr als 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche gezählt - im Moment ist das in München und Würzburg der Fall -, so sollen die Kommunen die entsprechenden Verbote erlassen.

Konkret heißt das: Sie sollen eine Maskenpflicht "auf bestimmten öffentlichen Plätzen" erlassen, wo sich viele Menschen versammeln, wie Söder sagte. Dort können sie auch den Konsum und den Verkauf von Alkohol verbieten. Gastronomische Betriebe sollen dann bereits um 23 Uhr schließen müssen. Statt zehn Menschen sollen sich dann nur noch fünf Personen treffen dürfen - oder aber zwei Hausstände. Mehr dürfen dann auch nicht gemeinsam in ein Wirtshaus gehen. Und diese Kontaktbeschränkung gilt dann auch nicht mehr nur in der Öffentlichkeit, sondern auch im Privaten.

Die Kommunen sollen auch die Teilnehmerzahlen an privaten Feiern wie Hochzeiten oder Geburtstagen stärker begrenzen: In geschlossenen Räumen sollen bei solchen Feiern nur noch 25 Menschen zusammenkommen dürfen (bisher 100), im Freien sind dann nur noch 50 Menschen erlaubt (bisher 200). Auch empfiehlt die Staatsregierung, Besuche in Altenheimen oder Krankenhäusern einzuschränken: auf täglich eine Person während einer festen Besuchszeit. All diese schärferen Regeln sollen aber nicht automatisch erlassen werden. Als Ausnahme soll laut Söder zum Beispiel gelten, wenn ein lokaler Corona-Ausbruch klar auf einen engen Kreis von Betroffenen begrenzt werden kann. So wie es zum Beispiel in den vergangenen Monaten bei Erntehelfern auf landwirtschaftlichen Betrieben in Bayern der Fall war.

Zusätzlich hat der Freistaat Bayern festgeschrieben, dass Fans des FC Bayern München, die nach Budapest zum Supercup-Spiel am Donnerstag fahren, danach in Quarantäne müssen. Bisher gibt es eine Ausnahme in der Verordnung, wonach die Quarantäne-Pflicht nicht für Menschen gilt, die weniger als 48 Stunden in einem Corona-Risikogebiet wie Budapest waren. Man habe nun klargestellt, dass dies nur für Geschäftsreisende gilt, sagte Söder, nicht für die Besucher eines Fußballspiels. Sie werden also wie Touristen behandelt. "Wir stehen an einer ganz spannenden Weggabelung", sagte Söder. Man dürfe nicht die Geduld verlieren im Kampf gegen das Virus. Priorität in Bayern hätten die Wirtschaft und der Schutz von Arbeitsplätzen einerseits und der "Vollbetrieb" von Schulen und Kindergärten andererseits. Ein "zweiter General-Lockdown" müsse unbedingt verhindert werden, dieser dürfte größere Schäden mit sich bringen als der Lockdown im Frühjahr.

Söder kündigte zudem an, dass der Freistaat mit Zuschüssen von insgesamt 50 Millionen Euro die Kommunen unterstützen werde, Lüftungsgeräte für Schulen und Kindertagesstätten zu kaufen. Damit ließe sich die Viruslast in der Luft senken. Auch soll sich der Freistaat zehn Millionen Corona-Schnelltests sichern, die aber noch nicht auf dem Markt sind. Wegen der Pandemie sagte Söder zudem seinen jährlichen Neujahrsempfang in der Residenz Anfang Januar ab.

Garmisch-Partenkirchen hebt Corona-Sonderregeln auf

Dienstag, 22. September, 12.23 Uhr: Nach dem Corona-Ausbruch in Garmisch-Partenkirchen sind dort die Zahlen wieder deutlich gesunken. Damit sollten am Dienstag die Beschränkungen des öffentlichen Lebens auslaufen, wie ein Sprecher des Landratsamtes mitteilte. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen lag am Montag laut Gesundheitsamt bei 26 und laut Landesamt für Gesundheit bei 20,35 - die Diskrepanz war zunächst nicht zu klären. Zeitweise hatte der Wert bei mehr als 57 und damit über dem Signalwert von 50 gelegen. Deshalb mussten in der Marktgemeinde Gaststätten um 22 Uhr schließen, maximal fünf Menschen durften sich im öffentlichen Raum treffen. An Privatveranstaltungen durften höchstens 50 Personen in geschlossenen Räumen oder 100 Personen draußen teilnehmen.

Eine 26 Jahre alte US-Amerikanerin - eine Zivilangestellte der US-Streitkräfte - hatte trotz Krankheitssymptomen und Quarantäneauflage am 8. September eine Bar besucht. Tags darauf erhielt sie den positiven Testbescheid. Der Frau droht ein Bußgeld wegen Quarantäne-Verstoßes sowie ein Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung. Schon bevor sie Symptome hatte und zur Quarantäne aufgefordert wurde, war sie im Nachtleben unterwegs gewesen. Bei mehreren Infizierten gibt es eine Verbindung zu der Frau.

Schulen und Kitas in Bad Königshofen nach vielen Corona-Fällen dicht

Dienstag, 22. September, 11.22 Uhr: Wegen zahlreicher Coronavirus-Fälle im unterfränkischen Bad Königshofen sind am Dienstag alle drei Kitas und sechs Schulen dort geschlossen geblieben. Zudem durften keine Besucher in die Alten- und Pflegeheime der 6000-Einwohner-Stadt, wie das Landratsamt des Landkreises Rhön-Grabfeld mitteilte. Die Maßnahmen sollten zunächst auch für den Mittwoch gelten. Die vielen Fälle führen die Behörden auf eine Hochzeitsfeier am 12. September im Raum Bad Königshofen zurück. Dort hätten sich 17 Gäste mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert, Tests am Montag ergaben 12 weitere Infizierte. Die Betroffenen kämen aus dem Landkreis Rhön-Grabfeld und von außerhalb. Auch am Dienstag sollten Tests erfolgen.

Jeder zweite neue Corona-Infizierte ist 15 bis 34 Jahre alt

Dienstag, 22. September, 7.22 Uhr: In Bayern ist derzeit knapp jeder zweite neue Corona-Infizierte 15 bis 34 Jahre alt. 45 Prozent aller gemeldeten Infektionen der vergangenen sieben Tage stammen nach Zahlen des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) aus dieser Altersgruppe. "In diesem Alter gibt es häufig Kontakte mit einer Vielzahl an Personen - und die Ansteckungsgefahr wird in dem einen oder anderen Fall unterschätzt", sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) der Deutschen Presse-Agentur. 29 Prozent aller gemeldeten Infektionen der vergangene sieben Tage entfallen laut LGL allein auf die Gruppe der jungen Erwachsenen im Alter von 20 bis 30 Jahren.

"Der Anstieg der Corona-Infektionen in Bayern lässt sich zum Teil noch auf die vielen Sommer-Reiserückkehrer aus Risikogebieten zurückführen", sagte Huml. "Aber auch unvorsichtiges Verhalten, das das Risiko für die Übertragung von Sars-CoV-2 erhöht, kann ein Grund sein." Huml bat um Vorsicht und Rücksicht: Sie werbe eindringlich dafür, an den eigenen Schutz und den der anderen Menschen zu denken und sich zum Beispiel an die Abstandsregeln zu halten. "Die Zahlen weltweit zeigen, dass die Corona-Pandemie ungebrochen ist."

Kabinett berät über schärfere Corona-Regeln in Bayern

Dienstag, 22. September, 6.16 Uhr: Als Reaktion auf die in einigen Regionen Bayerns stark gestiegenen Corona-Ansteckungszahlen will das Kabinett den Kommunen bessere Möglichkeiten für Gegenmaßnahmen an die Hand geben. So soll etwa bei einer Überschreitung von 50 Neuinfektionen je 100 000 Einwohnern in einer Region binnen sieben Tagen eine Maskenpflicht an öffentlichen Plätzen greifen. Dies war bisher zwar auch möglich, allerdings soll in der Sitzung an diesem Dienstag die sogenannte "Kann-Regelung" in eine verbindliche "Soll-Regelung" verschärft werden, wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bereits am Montag ankündigte. Dabei sagte er auch, dass der Schutz von Alten- und Pflegeheimen von besonderer Bedeutung sei.

Darüber hinaus will das Kabinett bei seiner Sitzung auch über eine schärfere Quarantäneverordnung bei Auslandsreisen zum Besuch von Kultur- und Sportveranstaltungen entscheiden. Hintergrund ist hierfür das am Donnerstag anstehende Super-Cup-Spiel des FC Bayern München gegen den FC Sevilla in der ungarischen Hauptstadt Budapest. Fußballfans, die nach Ungarn reisen, müssen sich dann nach ihrer Rückkehr in Selbstisolation begeben oder ein negatives Corona-Testergebnis vorweisen.

Die Ergebnisse der Kabinettssitzung wird Söder in einer Pressekonferenz gegen 13 Uhr erläutern; sie ist hier im Livestream zu sehen. An der Pressekonferenz nehmen auch Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) und Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) teil.

Trotz Corona behandelt? Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Arzt

Montag, 21. September, 17.02 Uhr: Nach einem Corona-Ausbruch, der auf einen Arzt im Landkreis Deggendorf zurückgehen könnte, ermittelt nun die Staatsanwaltschaft gegen den Mediziner. Es bestehe der Verdacht auf fahrlässige Körperverletzung, versuchte gefährliche Körperverletzung und versuchte schwere Gefährdung durch das Freisetzen von Giften, sagte ein Sprecher der Behörde. Gefährliche Erreger wie das Coronavirus könnten auch als Gift angesehen werden.

Weil er trotz Krankheitssymptomen weiter behandelt haben soll, könnte der Arzt für mehrere Corona-Neuinfektionen verantwortlich sein. Nach dem Ausbruch standen vergangene Woche zwischenzeitlich 275 Menschen unter Quarantäne, fünf Kontaktpersonen des Mediziners waren positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Zahl der bestätigten Infektionen sei seitdem aber nicht weiter gestiegen, sagte ein Sprecher des Landratsamts.

343 Schüler und 48 Lehrer mit Coronavirus infiziert

Montag, 21. September, 15.30 Uhr: Die steigenden Corona-Fallzahlen machen sich auch bei den Schulen bemerkbar. Mehr als 8800 Schüler und 771 Lehrer befänden sich derzeit in Quarantäne, teilte das Kultusministerium am Montag mit. 343 Schüler und 48 Lehrer seien momentan mit dem Coronavirus infiziert. Das Ministerium bezog sich dabei auf Zahlen vom Sonntagabend. Am Freitagnachmittag waren knapp 8500 Kinder und Jugendliche in Quarantäne, die Zahl der betroffenen Lehrer blieb seitdem in etwa gleich. Angesteckt hatten sich 335 Schüler sowie 49 Lehrer. In Bayern gibt es 1,65 Millionen Schüler sowie 150 000 Lehrerinnen und Lehrer. Aktuelle Zahlen über Schulschließungen wegen der Corona-Pandemie lagen zunächst nicht vor. Sicher ist jedoch, dass Schulklassen ganz oder teilweise in Quarantäne sind und deshalb keinen Präsenzunterricht haben.

Maskenverweigerer vor Gericht

Montag, 21. September, 15.16 Uhr: Verstöße gegen Corona-Auflagen und Maskenverweigerer beschäftigen inzwischen auch die Strafgerichte in Bayern. Allein beim Amtsgericht München sind nach Angaben eines Sprechers bislang 23 Verfahren eingegangen, in denen es um Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz geht, die als Ordnungswidrigkeiten gelten. Darunter fallen auch solche gegen die Maskenpflicht, die allerdings nicht einzeln aufgeschlüsselt wurden.

Die erste Verhandlung am Münchner Amtsgericht wegen eines Verstoßes gegen die Anordnung, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, fand am Montag statt. Ein Mann stand dort vor Gericht, dem vorgeworfen wird, im Mai am Münchner Hauptbahnhof gegen die Maskenpflicht verstoßen zu haben. Er gibt an, die Maske sei ihm beim Telefonieren verrutscht. Der Bußgeldbescheid, gegen den er Einspruch eingelegt hat, umfasst 150 Euro Strafe wegen Verstoßes gegen die Maskenpflicht und weitere 100 Euro, weil er sich geweigert haben soll, seine Personalien anzugeben.

Die Verhandlung wurde jedoch schon kurz nach Beginn ohne ein Urteil vertagt, weil der beschuldigte Mann nach eigenen Angaben unter Betreuung steht, seine Betreuerin aber nicht anwesend war. Ordnungswidrigkeiten werden - im Gegensatz zu Straftaten - erst dann ein Fall für die Justiz, wenn der Betroffene Einspruch gegen ein verhängtes Bußgeld einlegt und damit Anspruch auf eine mündliche Verhandlung vor dem zuständigen Richter hat.

CSU sagt ihren Parteitag im Dezember ab

Montag, 21. September, 13.14 Uhr: Die CSU hat wie erwartet ihren Parteitag im Dezember wegen der Corona-Pandemie gestrichen - er sei wie alle Großveranstaltungen der Christsozialen "bis auf Weiteres abgesagt", teilte Generalsekretär Markus Blume nach einer Sitzung des Parteivorstands mit. Das Treffen werde nun "komplett ersetzt" durch den rein virtuellen Parteitag, den die CSU für kommenden Samstag, 26. September, einberufen hat. Dass der Parteitag, der für den 12. Dezember angesetzt war, nicht stattfinden wird, hatte Parteichef Markus Söder bereits Anfang des Monats angekündigt, das wäre "kein gutes Signal", sagte er damals.

Stadt München führt Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen ein

Montag, 21. September, 12.17 Uhr: Zur Eindämmung des Coronavirus hat die Stadt München eine Maskenpflicht auf bestimmten öffentlichen Plätzen und Straßen der Innenstadt beschlossen - und zwar am Marienplatz, dem Viktualienmarkt und in der kompletten Fußgängerzone der Altstadt. Das ist das Ergebnis einer Sitzung des Krisenstabes der Stadt, der am Montagvormittag wegen der anhaltend hohen Infektionszahlen getagt hatte. Die Regelung soll von Donnerstag an gelten, falls die Zahlen weiter über dem kritischen Wert von 50 Neuinfektionen je 100 000 Einwohnern binnen einer Woche bleiben, wovon Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) ausgeht. Wenn diese Verfügung in Kraft tritt, gilt sie laut Stadt erst einmal eine Woche lang.

Dann dürften sich in München auch nur noch fünf Personen treffen oder zwei Haushalte oder Familien - und zwar im privaten und öffentlichen Raum wie auch in der Gastronomie. Die landesweit gültige Kontaktbeschränkung würde also in der Landeshauptstadt deutlich verschärft. Ebenso wie die Regeln für sogenannte anlassbezogene private Feiern wie Hochzeiten oder Geburtstagspartys: Daran dürften dann höchstens noch 25 Menschen (in Gebäuden) beziehungsweise 50 Menschen (im Freien) teilnehmen - also nur noch ein Viertel der bisherigen Höchstzahlen. Aber auch diese Beschränkungen gelten nur, wenn die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz in München bei mehr als 50 bleibt.

"Ich möchte dringend und baldmöglichst nicht mehr der größte Hotspot der Bundesrepublik sein, was die Corona-Zahlen betrifft", sagte Reiter. Am Wochenende lag die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz in München bei 55,6, am Montag dann bei 56,1. Bayernweit liegt sie aktuell bei 21,3.

Söder sorgt sich wegen privater Veranstaltungen

Montag, 21. September, 10.05 Uhr: Dass der Inzidenzwert vor allem in München so deutlich gestiegen ist, führt der bayerische Ministerpräsident vor allem auf Urlaubsrückkehrer und den Leichtsinn einiger Menschen zurück. "München hat sehr hohe Zahlen, zu hohe Zahlen." Sorgen bereiten ihm nicht professionell organisierte Veranstaltungen oder der Besuch in Wirtschaften. "Das Problem sind die privaten Feiern", sagte er am Montag in einem Statement vor der CSU-Vorstandssitzung. Sollten die Menschen nicht vernünftig sein und sich solidarisch verhalten, müsse es schärfere Regeln geben. Denn sein Ziel ist, den Betrieb in Schulen und Kitas bayernweit weiter zu ermöglichen und die Wirtschaft vor weiteren Einschränkungen zu bewahren, betonte Söder.

"Ich habe wirklich Bauchschmerzen, was den Supercup betrifft"

Montag, 21. September, 9.33 Uhr: Ministerpräsident Markus Söder denkt angesichts des Supercup-Spiels zwischen dem FC Bayern München und dem FC Sevilla im Corona-Risikogebiet Budapest über schärfere Quarantäneregeln nach. Bisher gilt: Wer sich weniger als 48 Stunden in einem Risikogebiet im Ausland aufgehalten hat, muss nicht in eine zweiwöchige häusliche Quarantäne. Jeder solle sich genau überlegen, ob er wirklich wegen eines Fußballspiels nach Ungarn fahren wolle, sagte der CSU-Chef vor der Parteivorstandssitzung.

Der europäische Fußballverband Uefa hält bislang an seinen Plänen fest, das Supercup-Finale am Donnerstag in der Puskás-Arena vor Zuschauern zu spielen. Die Stadionkapazität von 67 000 Zuschauern soll bis zu 30 Prozent ausgelastet werden. Beiden Clubs stehen jeweils rund 3000 Tickets zur Verfügung. Rund 2100 Fußballfans wollen den FC Bayern München nach Angaben vom Sonntag nach Budapest begleiten. Söder warnte vor einer leichtsinnigen Ansteckung in Budapest, wo die Neuerkrankungen pro 100 000 Einwohner stabil um 100 lägen - also deutlich höher als in Bayern. "Wir wollen kein Fußball-Ischgl", betonte er.

Söder stellt Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen in Aussicht

Montag, 21. September, 8.33 Uhr: Ministerpräsident Markus Söder hat eine Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen in München in Aussicht gestellt, auf denen die Abstandsregeln nicht eingehalten werden können. Er habe sehr gemischte Gefühle, etwa wenn er sich die Bilder von wilden Wiesn-Ersatzfeiern wie am Wochenende auf dem Viktualienmarkt ansehe. Daher wolle er mit der Stadt über einen Mund-Nasen-Schutz beraten, sagte der CSU-Chef vor der Parteivorstandssitzung. "Ich will keinem die Freude nehmen", sagte Söder. Aber angesichts der hohen Infektionszahlen in München sollten Freude und Vernunft besser zusammengehen.

Die Stadt München könne jetzt schon Entscheidungen treffen, ob ein Mund-Nase-Schutz zur Pflicht auf öffentlichen Plätzen werden soll. Das bayerische Kabinett tagt am Dienstag und "könne aus Entscheidungen Regeln machen", so Söder. Zudem soll das Gesundheitsamt der Stadt künftig durch die Bundeswehr unterstützt werden. "Wir werden die Bundeswehr bitten, 100 Leute zur Verfügung zu stellen, um die Nachverfolgung zu verbessern." Am Sonntag erreichten die Corona-Zahlen in München den Wert von 55,6 Neuerkrankungen pro 100 000 Einwohner in einer Woche.

Die Pflicht zu einem Mund-Nase-Schutz auf öffentlichen Plätzen solle nicht nur auf die Landeshauptstadt beschränkt sein, betonte Söder. Dies solle überalle gelten, wo der Inzidenzwert höher als 50 ist.

Münchner Krisenstab berät über steigende Corona-Zahlen

Montag, 21. September, 7.55 Uhr: Der Münchner Corona-Krisenstab berät am heutigen Montag über den weiteren Umgang mit den steigenden Infektionszahlen. Die Stadt hatte bereits am Freitag die Grenze von 50 Neuinfektionen pro Woche und 100 000 Einwohner überschritten, ab der weitere Maßnahmen zum Infektionsschutz ergriffen werden sollen. Bislang hat die Stadt als Reaktion auf die höheren Zahlen die Maskenpflicht im Unterricht an weiterführenden Schulen verlängert. Vor zusätzlichen Maßnahmen wollte sich die Stadtspitze zunächst die weitere Entwicklung ansehen. Besondere Brisanz haben die gestiegenen Werte in München auch deshalb, weil in der bayerischen Landeshauptstadt am Wochenende eigentlich das Oktoberfest begonnen hätte. Anstelle des wegen der Pandemie abgesagten Volksfestes findet derzeit in mehr als 50 Gaststätten in der Stadt eine sogenannte "Wirtshaus-Wiesn" unter den üblichen Hygieneauflagen statt. Die Veranstaltung ist angesichts der Infektionszahlen umstritten.

Corona gefährdet Leukämiekranke

Sonntag, 20. September, 17.55 Uhr: Die Zahl der Stammzellenspender in Bayern sinkt wegen der Corona-Pandemie. "Die Situation ist ernst: Durch Corona fehlen uns in diesem Jahr 20 000 neue Spender", erklärte Hans Knabe von der Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern (AKB) zum Tag der Knochenmarkspende am Samstag. "Corona hat schwerwiegende Konsequenzen für das Leben vieler gesunder Menschen, aber für Tausende Leukämiepatienten ist Corona eine ganz besondere zusätzliche Bedrohung." Denn in der Pandemie seien sogenannte Typisierungsaktionen, bei denen sich potenzielle Spender registrieren können, aufgrund der verhängten Kontaktverbote abgesagt worden. Dadurch hätten viele Menschen nicht die Möglichkeit, sich so für den Kampf gegen Leukämie einzusetzen, wie sie es in der vergangenen Jahren machen konnten. Deshalb sollten sich Interessierte nun online registrieren. Dies sei, so Knabe, "ein für jeden gangbarer Ausweg aus dem Dilemma".

Laut AKB, die ihren Sitz in Gauting hat, erkranken jährlich 13 000 Menschen deutschlandweit an Blutkrebs. Oft stellt eine Transplantation von gesunden Stammzellen für Leukämiepatienten mit einer schwerwiegenden Erkrankung die einzige Überlebenschance dar. Mit Registrierungssets für zu Hause und zusätzlichen Online-Aktionen sollen die Ausfälle nun kompensiert werden. Auch die Spender-Organisation DKMS, die ihre Zentrale in Tübingen hat, sagte ihre deutschlandweiten Veranstaltungen ab, bei denen sie eigenen Angaben nach jeden Monat etwa 25 000 neue potenzielle Spender aufnehme. "Diese Spender fehlen jetzt", sagte Konstanze Burkard, Direktorin für Spenderneugewinnung. Zwar registrierten sich monatlich 30 000 Spender online und damit 5000 Personen mehr als vor der Corona-Krise, allerdings reiche das nicht aus.

Wirtshaus-Wiesn startet mit vollen Biergärten - und Kritik in sozialen Medien

Sonntag, 20. September, 10 Uhr: Wirte, Geschäftsleute und Polizei haben nach dem ersten Tag der sogenannten Wirtshaus-Wiesn eine positive Bilanz gezogen. In sozialen Netzwerken mehrt sich allerdings auch Kritik an dem Konzept, eine Art Ersatz für das ausgefallene Oktoberfest in mehr als 50 Gaststätten zu veranstalten.

Auch ohne richtige Wiesn sind am Samstag viele Menschen in Tracht in die Stadt gekommen - bei perfektem Wiesnwetter. Vielerorts waren die Biergärten voll, mancher bekam keinen Platz mehr oder musste warten. Die Gäste hätten sich an Corona-Regeln gehalten und friedlich gefeiert, sagte der Sprecher der Innenstadtwirte und Chef des "Augustiner Klosterwirt", Gregor Lemke. Es habe eine entspannte, gute Stimmung geherrscht, aber keine ausufernde Partylaune.

"Wir sind bisher sehr zufrieden", sagte auch ein Sprecher des Vereins Citypartner, der unter anderem für mehrere Innenstadtgeschäfte mit einer Gutscheinaktion für das Tragen von Tracht geworben hatte. "Schon um 12 Uhr waren alle Freischankflächen in der Innenstadt besetzt - ganz überwiegend mit Gästen in Tracht."

Laut Polizei seien zwar durchaus Feiernde in der Stadt unterwegs gewesen, einen direkten Bezug zum Oktoberfest und den Ersatzfeiern habe man aber nicht feststellen können, sagte ein Sprecher. Es sei auch in der Nacht verhältnismäßig ruhig gewesen. In sozialen Medien gibt es jedoch Kritik. Auf zahlreichen Bildern ist zu sehen, wie Abstandsregeln nicht oder nur kaum eingehalten werden.

Söder will Weihnachtsmärkte unter Auflagen zulassen

Sonntag, 20. September, 9.30 Uhr: Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kann sich Weihnachtsmärkte in diesem Jahr trotz Corona-Pandemie vorstellen - mit Maskenpflicht und weniger Alkohol. "Für die Weihnachtsmärkte muss man sich kluge Konzepte überlegen. Man kann beispielsweise Laufwege mit Eingang und Ausgang definieren, man muss mit Maskenpflicht operieren und man wird den Alkoholkonsum stark reduzieren müssen", sagte er CSU-Chef der Welt am Sonntag. "Dann kann ich mir die Christkindlmärkte vorstellen, die allerdings anders sind als die normalen - und nur, wenn es das regionale Infektionsgeschehen zulässt."

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte kürzlich gesagt, wenn es gelinge, Weihnachtsmärkte mit Hygiene, Abstand und Masken zu versehen, ohne ihren Charakter infrage zu stellen, könnte es das sicherlich auch geben.

© SZ.de/vewo/kast/amm/dpa/kbl

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite