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Coronavirus-Newsblog für Bayern:Aiwanger: Corona-Krise hat Koalition mit CSU belastet

Freie Wähler und CSU

Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger (rechts) klagt: Bei der Bewältigung der Corona-Krise habe sich alles auf die CSU und Ministerpräsident Markus Söder fokussiert.

(Foto: dpa)
  • Der Umgang mit der Corona-Krise habe die bayerische Koalition aus CSU und Freien Wählern (FW) belastet, sagt FW-Chef Hubert Aiwanger.
  • Ärzte befürchten eine neue Welle an Coronavirus-Infektionen und sagen: Um die Folgen zu mildern, könnten auch Impfungen gegen andere Krankheiten helfen.
  • Eine Woche früher als geplant erlaubt die Staatsregierung das gemeinsame Musizieren: Von Montag an dürfen sich Instrumentalensembles wieder treffen, aber höchstens zu zehnt. Ein Überblick über die aktuell geltenden Einschränkungen und geplante Lockerungen.
  • Der Deutsche Alpenverein rät, beliebte Berge beim Wandern zu meiden - wegen der Coronavirus-Infektionsgefahr.
  • Die aktuelle Zahl der Coronavirus-Infektionen und Todesfälle in Bayern fasst diese interaktive Karte zusammen. Sie zeigt auch, welche Landkreise besonders betroffen sind.

Aiwanger: "Ich hätte viele Öffnungen gerne früher gehabt"

Sonntag, 7. Juni, 8.28 Uhr: Das Corona-Krisenmanagement hat die Zusammenarbeit der schwarz-orangen Koalition in Bayern nach Ansicht von Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger belastet. "Nach wir vor gilt, wir ergänzen uns gut, aber es stimmt, dass wir jetzt gegenseitig etwas robuster auftreten. Wichtig ist das Grundvertrauen, aber wie in einer Beziehung sind auch Bewegungsfreiheit für Beine und Ellbogen wichtig", sagte der Vize-Regierungschef und Wirtschaftsminister der Deutschen Presse-Agentur. Die CSU sei durch ihre Rolle in Berlin anderen Zwängen ausgesetzt als die Freien Wähler, wodurch Spannungen in die Koalition hereingetragen worden seien, betonte Aiwanger. "Medial waren wir gezwungen, uns deutlicher zu Wort zu melden. Der Fokus lag ausschließlich auf Söder, unsere treibende Rolle bei vielen Öffnungen ist nicht rübergekommen." Ihm sei es dabei aber nicht nur um parteistrategische Fragen gegangen, sondern auch um Inhalte im Krisenmanagement. "Ich hätte viele Öffnungen gerne früher gehabt, aber nicht bekommen."

Die Stimmung in der Koalition sehe er aber nicht dauerhaft belastet. "Mein Verständnis einer Koalition ist weiterhin, dass wir Dinge hinter den Kulissen klären und gemeinsam nach außen vertreten. Aber wenn in einer Koalition die Position des kleineren Koalitionspartners zu wenig durchdringt, kann man das nicht auf Dauer laufen lassen", sagte Aiwanger. Dass die CSU in Umfragen seit Wochen wieder von der absoluten Mehrheit und damit einer Alleinregierung träumen könne, beunruhige ihn nicht. "Die Freien Wähler sind bei Wahlen immer stärker als in Umfragen, aber es entsteht gegenüber den eigenen Anhängern der Druck, sich lauter zu Wort zu melden."

Chefarzt empfiehlt Impfung gegen Grippe und Pneumokokken

Samstag, 6. Juni, 8.44 Uhr: Mit Blick auf eine mögliche neue Welle der Coronavirus-Infektionen im Herbst mahnen Ärzte schon jetzt für Risikogruppen zu bestimmten Impfungen. Ein Zusammentreffen der jährlichen Grippewelle und einer neuen Zunahme von Corona-Infektionen Ende des Jahres - wie sie viele Experten erwarten - wäre für das Gesundheitssystem eine Zerreißprobe, warnte Clemens Wendtner, Chefarzt der Klinik für Infektiologie in der München Klinik Schwabing. Die Grippeimpfung könne das abfedern. Denn: "Solange wir keinen Impfstoff gegen das Coronavirus haben, wird es hier eine zweite Welle geben." Eine frühzeitige Grippeimpfung ab September werde deshalb in diesem Herbst wichtiger sein als in anderen Jahren - zumindest für Risikopatienten. Diese sollten auch über eine Pneumokokken-Impfung nachdenken, die eine bakterielle Lungenentzündung verhindert. Diese ist eine von mehreren möglichen Komplikationen bei der Covid-19-Erkrankung. Die Bakterien haben bei einem geschwächten Immunsystem leichteres Spiel.

Extra-Geld für Privatkliniken und Reha-Einrichtungen

Samstag, 6. Juni, 5.10 Uhr: Um Mehrbelastungen durch die Behandlung von Corona-Patienten in Reha-Einrichtungen und Krankenhäusern abzufedern, gibt der Freistaat 138 Millionen Euro aus. Über drei Hilfsprogramme sollen stationäre Einrichtungen unterstützt werden, die zur Bewältigung der Corona-Pandemie bereitstehen, die aber keine oder nicht ausreichende Ausgleichszahlungen vom Bund erhalten. Das betrifft nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Samstag Reha-Einrichtungen oder reine Privatkliniken. Zudem sollen die Leistungen aller Einrichtungen bei der Versorgung von Covid-19-Erkrankten mit einer Sonderzahlung gewürdigt werden.

"In Bayern leisten auch Reha-Einrichtungen und reine Privatkliniken einen wesentlichen Beitrag bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie", sagte Ministerin Melanie Huml (CSU) laut Mitteilung. "Durch dieses Engagement erleiden die Einrichtungen erhebliche finanzielle Nachteile, die in Einzelfällen liquiditäts- und existenzgefährdend sein können." Ferner sei für alle Kliniken die Behandlung der Covid-19-Patienten mit Mehraufwand verbunden, zu dem sich die Krankenhäuser bereiterklärt hätten.

Alpenverein mahnt Wanderer zu Geduld

Freitag, 5. Juni, 16.10 Uhr: Der Deutsche Alpenverein (DAV) rät in Corona-Zeiten zu Zielen mit viel Platz. Wanderer sollten Gipfel mit breitem Plateau wählen und "Modeberge" meiden, mahnte der Bergsportverein am Freitag. Abstand sei zwar derzeit das Gebot der Stunde, beim Sport gelte aktuell ein Mindestabstand von zwei Metern - auch in den Bergen. Dennoch dürfe sich niemand auf engen Wegen in Gefahr bringen oder die Natur schädigen. "Wir verstehen, dass Wanderer in dieser Zeit anderen Wanderern aus dem Weg gehen wollen. Das darf aber nicht dazu führen, dass Pfade künstlich verbreitert oder Abkürzungen zur Standardmaßnahme beim Ausweichen vor Gegenverkehr werden", sagte DAV-Vizepräsident Manfred Sailer. Für Pausen gelte: "Bergwiesen sind keine großflächigen Picknick-Areale, sondern sensible Natur."

An engen Stellen wiederum sei es sinnvoll zu warten, um entgegenkommende Wanderer passieren zu lassen. Mit etwas Geduld komme man auch ans Ziel. Der DAV mahnte: "Wenn viele Menschen unterwegs sind, passiert mehr. Gleichzeitig arbeitet die Bergrettung unter Corona-Bedingungen, die Einsätze sind deshalb aufwendiger." Selbstüberschätzung hatte schon vor der Corona-Krise zu vielen Notfällen geführt, immer wieder musste die Bergwacht ausrücken, weil Wanderer oder Bergsteiger einfach nicht mehr weiter konnten.

Sondergenehmigungen für Gottesdienste an Fronleichnam

Freitag, 5. Juni, 14.38 Uhr: Die katholische Kirche in Würzburg und Aschaffenburg hat für ihre Freiluft-Gottesdienste an Fronleichnam von den Behörden eine höhere Teilnehmerzahl als die sonst vorgeschrieben 50 Personen erlaubt bekommen. So dürfen bei der Feier mit dem Würzburger Bischof Franz Jung auf dem Platz vor der Residenz bis zu 350 Gläubige mit Voranmeldung teilnehmen, wie Dompfarrer Jürgen Vorndran erklärte. In Aschaffenburg sind laut dem örtlichen Dekan Martin Heim zu der Messe auf dem Theaterplatz 150 Menschen zugelassen. "Fronleichnam drängt nach draußen", sagte Vorndran. Gerade im Jahr der Corona-Pandemie, in dem so lange die öffentliche Messfeier nicht möglich gewesen sei, wolle man den Feiertag größer begehen. "So ist der Verlust der Fronleichnamsprozession auch nicht mehr so schmerzlich." Im Bistum Würzburg sind alle Prozessionen wegen Corona abgesagt.

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Musikensembles dürfen sich wieder treffen

Freitag, 5. Juni, 12.15 Uhr: Laienmusiker dürfen vom kommenden Montag an wieder in Gruppen von bis zu zehn Musikern (inklusive Leiter) gemeinsam proben. Wie bei allen Lockerungen seien Umsicht und Vorsicht wichtig, "aus einer schönen und lange ersehnten Musikprobe sollen keine Infektionen entstehen", sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU). Diese Lockerung gilt aber nur für Instrumentalmusiker, also etwa für ein Streichquartett oder eine Hausmusik-Gruppe, nicht für Chöre.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums müssen die Musiker zueinander einen Sicherheitsabstand von mindestens zwei Metern einhalten, bei Blasinstrumenten sogar von drei Metern. Proben sollen "nach Möglichkeit" im Freien abgehalten werden. Die Musiker müssen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen - jene mit Blasinstrumenten natürlich ausgenommen. Die Staatsregierung plant, vom 15. Juni an auch wieder kulturelle Veranstaltungen in engem Rahmen zuzulassen. Dann sollte auch der Probenbetrieb wieder erlaubt sein - das zieht die Staatsregierung nun um eine Woche vor. Auch damit Musiker sich auf mögliche Aufführungen vorbereiten könnten, wie Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) sagte. Dass Chorproben verboten bleiben, weil das Risiko einer Verbreitung des Coronavirus zu groß sei, kritisiert der Bayerische Musikrat. "Sängerinnen und Sänger empfinden das Vorgehen der Staatsregierung als unzumutbare Gängelung", sagte Verbandschef Thomas Goppel. Es zerstöre bei den Chorverbänden mit 90 000 aktiven Sängern eine 40-jährige Aufbauarbeit.

31 Landkreise und kreisfreie Städte ohne neue Corona-Fälle

Donnerstag, 4. Juni, 19.00 Uhr: 31 Landkreise und kreisfreie Städte in Bayern haben in den vergangenen sieben Tagen überhaupt keine Corona-Neuinfektionen verzeichnet. "Dies ist eine sehr positive Nachricht", sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Donnerstag in München mit Blick auf die Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin. "Dem verantwortungsvollen Handeln der großen Mehrheit der bayerischen Bevölkerung ist es zu verdanken, dass sich die Infektionszahlen derzeit auf einem erfreulich niedrigen Niveau bewegen." Im Freistaat gibt es 71 Landkreise und 25 kreisfreie Städte.

In Bayern sind inzwischen 47 389 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind bisher 2491 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Donnerstag (Stand 10.00 Uhr) auf seiner Website mit. Die geschätzte Zahl der Genesenen lag bei 43 480 Menschen.

Therme Erding öffnet noch nicht

Donnerstag, 4. Juni, 18.58 Uhr: Die Therme Erding ist ein Sehnsuchtsort für viele Menschen in ganz Bayern und darüber hinaus. Es lässt sich dort vortrefflich unter Palmen planschen und in den Wellen herumtollen, eine schöne Alternative zum Urlaub im fernen Süden. Doch ein bisschen müssen die Thermen-Fans noch warten. Zwar dürfte auch die Therme vom 8. Juni an wieder einen Teil ihrer Außenbereiche öffnen, das hat das Landratsamt Erding am frühen Donnerstagabend mitgeteilt, doch das wird nicht passieren. "Ein Betrieb, wie ihn die Thermen-Besucher erwarten dürfen, ist unter den momentanen Bedingungen nicht möglich", sagte der von dieser Wendung überraschte Betreiber Jörg Wund. Die Badegäste dürften nicht duschen und auch die Umkleidekabinen nicht benützen. Das halte er für falsch, sagte Wund. "Das entspricht auch nicht dem Niveau, das man von der Therme kennt." Zudem befinde sich ein Großteil seiner etwa tausend Mitarbeiter in Kurzarbeit. Mit so einem kurzen Vorlauf sei ein so großer Betrieb nicht wieder hochzufahren. Und ein weiteres gibt Wund zu bedenken: Auch das Wetter spielt nicht mit.

Aktuelles zum Coronavirus aus dem Münchner Umland

Seit Ende Januar ist das Coronavirus in Deutschland nachgewiesen, der erste Patient war ein Mann aus dem Münchner Umland. Die Landeshauptstadt und die angrenzenden Landkreise sind von der Pandemie in Bayern mit am stärksten betroffen. In diesen Newsblogs informiert die Süddeutsche Zeitung über die Entwicklung in einzelnen Landkreisen:

Aktuelle Meldungen und Informationen aus der Stadt München

Die Lage im Landkreis München

Die Lage im Landkreis Freising

Die Lage im Landkreis Starnberg

Die Lage im Landkreis Fürstenfeldbruck

Landesgartenschau in Privatgärten verlegt

Donnerstag, 4. Juni, 15.43 Uhr: Viele Blumen der Landesgartenschau werden dieses Jahr in privaten Gärten sprießen. Nach der coronabedingten Absage der Schau in Ingolstadt haben die Veranstalter am Donnerstag mit dem Verteilen von rund 27 000 kostenlosen Pflänzchen begonnen. Die blütenreiche Aktion lockte Hunderte Interessenten an. Mit Fahrrädern oder in Autos reihten sie sich vor dem Drive-in ein, um einen Karton mit je sechs Sommerblümchen, darunter Dahlien, Salbei, Portulakröschen, Löwenmäulchen, Zinnien und Ziergräser, entgegen zu nehmen. Das gesamte rund 20-köpfige Team der Gartenschau war im Einsatz, wie die Veranstalter mitteilten. Am Freitag sollte die Aktion fortgesetzt werden.

"Es ist schön zu wissen, dass durch die Aktion ein Stück Gartenschau dieses Jahr in vielen Ingolstädter Gärten und Balkonkästen erblüht", sagte Eva Linder, Geschäftsführerin der Landesgartenschau.

2021 wird es in Bayern gleich zwei Gartenschauen geben: Die verschobene in Ingolstadt und eine weitere in Lindau am Bodensee. In Ingolstadt sollte ursprünglich seit 24. April auf einer 23 Hektar großen Fläche besonders das Thema Nachhaltigkeit dargestellt werden. Das Gelände bleibt nun bis zur geplanten Eröffnung am 23. April 2021 geschlossen - die für den neuen Park gepflanzten Bäume, Sträucher und Blumenwiesen könnten dann sogar üppiger und voller sein.

Hunde, Katzen und Kaninchen aus Tierheimen sehr gefragt

Donnerstag, 4. Juni, 7.59 Uhr: In zahlreichen Tierheimen in Bayern stehen zurzeit Zwinger und Käfige leer. Seit Beginn der Corona-Krise habe es verstärkte Nachfrage nach Hunden, Katzen oder Kaninchen gegeben und zugleich seien weniger Tiere abgegeben worden, sagte Ilona Wojahn, Präsidentin des Landesverbandes Bayern des Deutschen Tierschutzbundes und Leiterin des Tierheimes Dingolfing. Sie habe Anfragen von anderen Tierheimen bekommen, ob sie ihr Hunde zum Vermitteln abnehmen könnten, weil diese Heime selbst keine Tiere mehr hatten.

Die Menschen hätten während der Lockdown-Wochen wohl einfach mehr Zeit gehabt, ein neues Haustier einzugewöhnen, vermutete Wojahn. Die Tierheim-Mitarbeiter hätten die Interessenten jedoch gut geprüft, um die Pflege des Tieres auch nach Corona sicherzustellen: "Die Krise geht vorüber, aber wer kümmert sich dann um den Hund?" Im Dingolfinger Tierheim seien nun die unkomplizierten Hunde weg. Die, die noch da seien, seien die verhaltensauffälligen, schwer vermittelbaren Fälle. Auffallend sei auch, dass weniger Tiere abgegeben worden seien. So habe es wegen der Grenzschließungen keine illegalen Welpen-Transporte gegeben, sagte Wojahn.

Ähnlich hoch wie in jedem Jahr sei heuer die sogenannte Babykatzen-Schwemme. Immer im Frühjahr würden trächtige Katzen oder Katzenbabys abgegeben. Weil aber mehr Katzen vermittelt worden seien, sei die Zahl insgesamt niedriger. "Wir haben zwischen 60 und 70 Katzen da. Letztes Jahr waren es um die 150." Ähnliche Erfahrungen haben zum Beispiel die Tierheime in Nürnberg und Straubing gemacht. Die Leute hätten sich nicht für ein Tier interessiert, weil sie im Lockdown einsam gewesen waren, sagt Ricarda Schumann, Leiterin des Tierheimes in Straubing, sondern weil sie eben Zeit hatten, das Tier einzugewöhnen.

Katastrophenfall in Bayern gilt weiter

Mittwoch, 3. Juni, 19.45 Uhr: Seit dem 16. März besteht in ganz Bayern offiziell der Katastrophenfall - und das wird wohl noch einige Zeit so bleiben. Auch wenn die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus sinkt, plant die Staatsregierung derzeit nicht, ihn aufzuheben. Denn es bestehe weiterhin die "Notwendigkeit von koordinierten Schutzmaßnahmen", und zwar landesweit, teilte das Innenministerium auf Nachfrage mit. Wird ein Katastrophenfall ausgerufen, kann die Arbeit von verschiedenen Behörden, Kommunen und Hilfsorganisationen zentral geführt und besser koordiniert werden. Auch können so leichter ehrenamtliche Kräfte von Feuerwehren oder Rettungsdiensten mobilisiert und bestimmte Gebiete abgesperrt werden. Als am 16. März wegen der Coronavirus-Pandemie der Katastrophenfall festgestellt wurde, wie das offiziell heißt, war das nach Angaben des Innenministeriums das erste Mal in der Geschichte des Freistaats, dass dies landesweit erfolgte.

Kita-Betrieb von Juli an wieder für alle Kinder

Mittwoch, 3. Juni, 11.59 Uhr: Von Juli an sollen alle Kinder in Bayern wieder in Kindergärten und Krippen dürfen. "Kinder brauchen Kinder. Auch den Eltern wollen wir eine Perspektive geben. Daher steht nun die nächste Ausweitung der Notbetreuung bevor", sagte Sozial- und Familienministerin Carolina Trautner (CSU). Sofern die Corona-Infektionszahlen es zulassen, sieht das Konzept zwei Schritte vor. Vom 15. Juni 2020 an können demnach auch Kinder, die im Schuljahr 2021/2022 schulpflichtig werden, wieder in ihre Kitas gehen. Gleiches gilt für die Kinder, die am Übergang von der Krippe zum Kindergarten stehen. Damit könnten dann rund 80 Prozent der Kinder wieder ihre Einrichtungen besuchen. Zum 1. Juli soll das dann wieder allen Kindern möglich sein.

Für die neuerlichen Lockerungen seien die Bedürfnisse der Kinder ausschlaggebend, hieß es weiter. Mit zunehmendem Alter der Kinder seien themenbezogene Bildungs- und Erziehungsziele wichtig und Kompetenzen mit Blick auf den Übergang in die Schule würden in den Vordergrund treten. "Aus pädagogischer Sicht wollen wir auch die Krippenkinder auf den Übergang in den Kindergarten vorbereiten und ihnen den Abschied von ihrer Einrichtung ermöglichen", sagte Trautner. Auch Kinder, die im selben Haushalt leben und dieselbe Einrichtung besuchen wie die zugelassenen Kinder, könnten ebenfalls wieder betreut werden.

Corona-Krise lässt Arbeitslosigkeit stark steigen

Mittwoch, 3. Juni, 10.02 Uhr: Die Corona-Krise macht sich deutlich auf dem bayerischen Arbeitsmarkt bemerkbar. Im Mai stieg der Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum April um 6,9 Prozent auf 290 580. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich die Arbeitslosigkeit um fast die Hälfte, um genau 44,4 Prozent, wie die Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit mitteilte. Die Arbeitslosenquote lag bei 3,8 Prozent - dem höchsten Wert für einen Mai seit zehn Jahren.

"Trotz der Lockerungen der Beschränkungen steht die bayerische Wirtschaft noch vor großen Herausforderungen", sagte der Chef der Regionaldirektion, Ralf Holtzwart. "Manche Bereiche der Wirtschaft sind weiterhin geschlossen, Lieferketten funktionieren noch nicht überall, andere Vertriebswege müssen gefunden werden." In der Folge nutzten Unternehmen Kurzarbeit und flexible Arbeitszeiten, um ihre Belegschaft zu halten. Im Mai gingen bei der Regionaldirektion 13 364 Anzeigen für Kurzarbeit in Bayern ein. Im März und April zusammen waren es 125 998. Wie viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Betriebe am Ende tatsächlich in Kurzarbeit schicken, kann die Arbeitsagentur nach eigenen Angaben erst nach deren Abrechnung sehen. Dafür haben die Unternehmen drei Monate Zeit.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie bremsen in diesem Jahr auch die für Mai übliche Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt. Im Vergleich zum April zog die Nachfrage nach Arbeitskräften in Bayern aber wieder an. Im Mai waren knapp 15 200 offene Stellen bei der Regionaldirektion gemeldet und damit 17,2 Prozent mehr als im April. Im Vergleich zum Mai 2019 ist das aber ein Rückgang um 42,7 Prozent. Vor allem Gastgewerbe, Industrie, Gesundheits- und Sozialwesen und Handel suchten weniger Arbeitskräfte.

Mit einer baldigen Trendumkehr rechnet die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft nicht. "Das wird sich in den kommenden Monaten auch noch fortsetzen, denn der Arbeitsmarkt reagiert grundsätzlich mit Verzögerung auf die wirtschaftliche Entwicklung", teilte Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt mit. Hoffnung mache, dass Unternehmen im Mai wieder mehr offene Stellen als im April gemeldet hätten. Der Deutsche Gewerkschaftsbund in Bayern forderte Landesregierung und Unternehmer zum Handeln auf, damit die Zahl der Arbeitslosen nicht weiter steige. "Neben der Beschäftigungssicherung muss nun die Qualifizierung von Arbeitslosen und Beschäftigten ins Zentrum rücken", teilte der Vorsitzende Matthias Jena mit.

Baustaatssekretär: Besseres Bauen für mehr Gesundheitsschutz

Mittwoch, 3. Juni, 7.33 Uhr: Als Lehre aus der Corona-Krise fordert Bayerns Baustaatssekretär Klaus Holetschek (CSU) neue Leitlinien für künftige Bauplanungen von öffentlichen Gebäuden wie Kindergärten, Schulen, Hotels oder Gaststätten: beispielsweise getrennte Ein- und Ausgänge bei öffentlichen Gebäuden, Hygieneschleusen in Krankenhäusern und neue Lüftungssysteme. "Wir müssen das Thema Bauen von Grund auf neu denken", sagte Holetschek der Deutschen Presse-Agentur.

Bei der Raumaufteilung etwa müsse man künftig schauen, ob diese für Isolationsmaßnahmen geeignet sei oder ob die Zimmer groß genug seien, um Mindestabstände einzuhalten. "Und ganz wichtig ist natürlich die Frischluftzufuhr", sagte Holetschek. "Denn Lüftungssysteme, Fenster, Balkone und Terrassen bekommen vor dem Hintergrund des Virus noch einmal einen viel höheren Stellenwert." Die Corona-Pandemie zeige, dass Fragen des Gesundheitsschutzes sämtliche Lebensbereiche betreffe, so Holetschek. Man müsse die aktuellen Erfahrungen klug für dauerhafte Verbesserungen nutzen.

Veranstalter von Musikfestivals: Corona-Richtlinien "überwiegend nicht anwendbar"

Dienstag, 2. Juni, 12.58 Uhr: Die Corona-Richtlinien der bayerischen Staatsregierung für Kulturbetriebe sind nach Ansicht einer Vereinigung von Musikfestivals kaum umzusetzen. "Die formulierten Handlungsrichtlinien für die Wiederaufnahme des Veranstaltungsbetriebes sind in mehreren Punkten nicht schlüssig und in der betrieblichen Praxis überwiegend nicht anwendbar", hieß es am Dienstag in einer Mitteilung des Forum Musik Festivals, das nach eigenen Angaben rund 100 Musikfestivals in Deutschland vertritt.

Konkret wird beispielsweise ein Verzicht auf die Maskenpflicht und personalisierte Tickets gefordert. Außerdem müsse die zugelassene Zahl der Besucher sich an der Größe der Veranstaltungsfläche bemessen. "Die pauschale Anzahl von Personen bei Veranstaltungen ohne Berücksichtigung der Fläche ist ungerechtfertigt." Ohne eine Änderung der Maßnahmen werde "es auch in den kommenden Wochen keinen Kulturbetrieb geben können". Innerhalb der vergangenen Tage seien "zahlreiche Hilferufe" aus dem Freistaat beim Forum eingegangen. Die bundesweite Vereinigung stellt die Forderung stellvertretend, da viele bayerische Festivals Geld vom Freistaat bekämen und zögerten, "selbst innerhalb des Freistaates ihre Stimme zu erheben, weil sie befürchten müssen, bei zukünftigen Projektförderungen von Kürzungen betroffen zu sein".

Vom 15. Juni an sind Konzerte, Theateraufführungen und andere Kulturveranstaltungen in Bayern unter strengen Auflagen wieder erlaubt - in geschlossenen Räumen mit bis zu 50 Personen, im Freien mit bis zu 100 Personen.

Schreyer: Fast alle Fahrgäste halten sich an Maskenpflicht

Dienstag, 2. Juni, 10.38 Uhr: Die Maskenpflicht im Öffentlichen Personennahverkehr und in den Zügen in Bayern wird nach Aussage von Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU) gut eingehalten. In Bussen und Bahnen seien es gut 99 Prozent der Fahrgäste, die sich daran hielten. Da klappe es gut, sagte Schreyer am Montag in München. "Wo es noch nicht gut geht, ist an Bahnsteigen und Bushaltestellen." Hier sei vielen Fahrgästen noch nicht bewusst, dass auch in den Wartebereichen und Bahnhöfen ein Mund-Nase-Schutz getragen werden müsse. Die Polizei kontrolliere engmaschig. Zudem sei zu bedenken, dass es Menschen gebe, die keine Maske tragen könnten, etwa Asthmatiker.

Spargel-Erntehelfer in Quarantäne

Dienstag, 2. Juni, 10.31 Uhr: Nachdem am Pfingstwochenende zwei Erntehelfer auf einem Spargelhof im Landkreis Aichach-Friedberg positiv auf das Coronavirus getestet wurden, befinden sich 50 weitere Erntehelfer nun in Quarantäne. "Die beiden Infizierten wurden isoliert, einer davon ist aktuell im Krankenhaus", sagte ein Sprecher des Landratsamts Aichach-Friedberg am Dienstag. "Die 50 Kontaktpersonen werden im Laufe der Woche alle auf das Virus getestet. Sofortige Tests machen meist keinen Sinn, da der Erreger dann oft noch nicht nachgewiesen werden kann." Das Gesundheitsamt steht laut Sprecher eng mit dem betroffenen Spargelhof in Kontakt. "Da der Betreiber bereits im Vorfeld Abläufe für einen solchen Fall festgelegt hat, läuft die Zusammenarbeit sehr gut und die Isolierten werden gut versorgt."

Neuschwanstein und Linderhof öffnen wieder

Dienstag, 2. Juni, 8.09 Uhr: Heute öffnen nun auch die Publikumsmagneten unter den bayerischen Schlössern. Grundsätzlich haben die bayerischen Schlösser seit dem 30. Mai geöffnet, bei Schloss Neuschwanstein, Schloss Linderhof, der Residenz Würzburg, der Residenz München mit Schatzkammer und Cuvilliés-Theater, der Residenz Ansbach und der Willibaldsburg Eichstätt mussten die Besucher allerdings ein paar Tage länger warten. Sie müssen sich - wie in den anderen Schlössern auch - allerdings auf Einschränkungen gefasst machen. So kann es sein, dass manche Räume nicht zugänglich sind und dass es zu Wartezeiten beim Einlass kommt. Wegen der Corona-Pandemie gibt es geführte Gruppen und Obergrenzen bei der Zahl der Besucher. Ein Mund-Nasen-Schutz muss getragen werden.

Einige Schlösser bleiben aus Infektionsschutzgründen geschlossen, weil sie zu eng sind, etwa die Eremitage in Bayreuth, Schloss Rosenau bei Coburg, in München die Bavaria, die Pagodenburg und die Magdalenenklause im Schlosspark Nymphenburg sowie die Schlosskapelle der Blutenburg, das Königshaus am Schachen und das Schloss Veitshöchheim.

Kleiderkammern öffnen wieder

Montag, 1. Juni, 17.33 Uhr: Bayerns Kleiderkammern öffnen allmählich wieder ihre Türen: Nachdem viele Standorte aufgrund der Corona-Krise zwischenzeitlich schließen mussten, können Bedürftige nun wieder auf die karitativen Angebote zurückgreifen. Doch einige Einrichtungen bleiben nach wie vor geschlossen. Grund hierfür sind fehlende Ehrenamtliche, da viele der freiwilligen Helfer altersbedingt in die Risikogruppe für Covid-19 fallen, wie Tobias Utters von der Caritas Bayern erklärte. Der Bedarf an günstiger Kleidung steige in Bayern derweil. Zudem sei die Spendenbereitschaft gewachsen.

Im Freistaat ist ein Rückgang der Nachfrage - anders als in anderen Bundesländern - auch laut Marion Losert, Leiterin des Sozialkaufhauses Augsburg nicht zu beobachten. In der Einrichtung, die neben Kleidung auch Möbel, Elektro- und Haushaltsgeräte verkauft, sei Kleidung "nach wie vor der Hauptposten". Im Februar hatte das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in Sachsen bekanntgegeben, dass Kleiderkammern schließen mussten, weil diese nicht mehr finanzierbar waren. Hintergrund sei ein Rückgang an Nachfrage nach Kleidung gewesen, der zu sinkenden Einnahmen geführt habe. Auch in Berlin wurde von ähnlichen Entwicklungen berichtet.

"Einen Rückgang der Nachfrage sehen wir nicht. Im Gegenteil. Außerdem kommen viel mehr junge Leute in das Sozialkaufhaus", so Losert, deren Einrichtung auch Ende April wieder öffnen durfte. Auch in Augsburg verzeichne man eine steigende Spendenbereitschaft.

Geringer Reiseverkehr an Pfingsten - viele Ausflügler im Allgäu

Montag, 1. Juni, 13.25 Uhr: Corona-Pfingsten lässt in Bayern vor allem die Urlauber zaudern - doch auf die Ausflügler ist Verlass. Mit etwas Verspätung zog es die Menschen am Wochenende und zum Start der Pfingstferien an die Seen und in die Berge. Zunächst konnte von einem Ansturm, der nach den wochenlangen Einschränkungen im Zuge der Corona-Krise teilweise erwartet wurde, nicht die Rede sein. Anders die Situation am Pfingstmontag: Bei traumhaftem Wetter ergoss sich am Nachmittag eine Welle von Ausflüglern vor allem über das Allgäu.

Aber auch in Oberbayern sorgte die Wetterbesserung am Montag für Ausflugslaune. Auf der Bundesstraße 318 Richtung Tegernsee staute sich zeitweise der Verkehr. Am See waren Spazierwege gut besucht, Menschen sonnten sich in Cafés, andere nutzten das schöne Wetter für eine Bootsfahrt.

Wie viel einigermaßen gutes Wetter ausmacht, zeigte sich im Allgäu schon am Sonntag. Während im Osten des Freistaats noch meist ein wolkenverhangener Himmel dominierte, lockerte es in Richtung Schwaben zügig auf. In Oberstdorf im Allgäu waren bei bestem Wanderwetter viele Parkplätze belegt. Einige Ausflügler wichen auf andere freie Flächen aus, die allerdings nicht zum Parken geeignet waren. Es hagelte Strafzettel.

Am Montag verschärfte sich die Situation noch. "Das komplette Allgäu ist voll, übervoll, von Füssen bis Lindau", sagte ein Polizeisprecher auf Anfrage. Massenhaft strömten dort die Ausflügler am Nachmittag bei traumhaftem Wetter Richtung Berge und Seen. Dabei stellten sie ihre Autos ab, wo es ihnen gerade passte. Die Polizei kam mit dem Verteilen von Strafzetteln kaum nach. Das wilde Parken führte dazu, dass im Oberallgäu die Kreisstraße OA4 nahezu zugeparkt war, wie ein Polizeisprecher sagte.

Auch die oberbayerische Gemeinde Kochel am See erlebte an Pfingsten mit etwas Verspätung einen großen Andrang von Ausflüglern. Während es Samstag und Sonntag noch überschaubar zuging, wurde der malerische Ort am Montagnachmittag geradezu von Menschen geflutet. "Das ist heute richtig heftig", sagte Bürgermeister Thomas Holz. Auch er beklagte das rücksichtslose und wilde Parken. Viel Polizei sei daher im Einsatz gewesen.

Rund um den Chiemsee war es am Wochenende vergleichsweise ruhig. "Wir haben ja auch kein Badewetter", sagte ein Sprecher der dortigen Tourismusbranche am Sonntag. Besucher genossen zwar die Außengastronomie, ansonsten aber blieb es eher ruhig. "Es war eben ein normaler Tag", sagte der Sprecher. Doch auch hier nahm der Ausflugsverkehr am Montag zu.

Noch viel Luft nach oben sieht bei den Besucherzahlen die Bayerische Zugspitzbahn in Garmisch-Partenkirchen. Nach einem sehr mäßigen Beginn am Samstag trauten sich am Pfingstsonntag immerhin 700 Menschen auf Deutschlands höchsten Berg (2962 Meter). Bei leichtem Frost und Wolken war es dort nicht besonders gemütlich. "Der große Ansturm blieb aus", resümierte der Betreiber, der die Kapazität auch unter den Corona-Einschränkungen bei etwa 2500 Besuchern pro Tag sieht. An einem guten Besuchertag - ohne Einschränkungen - zieht es fast 5000 Menschen auf die Zugspitze. Abgesehen vom Allgäu und Teilen Oberbayerns war es auf den Straßen auch am Montag "unterm Strich sehr ruhig", wie die Polizei mitteilte. "Kein Vergleich zum letzten Jahr."

Protest auf der Theresienwiese

Samstag, 30. Mai, 18.30 Uhr: 1000 Menschen haben in München gegen die staatlichen Vorgaben zur Einschränkung der Corona-Pandemie demonstriert. Sie versammelten sich auf der Theresienwiese in einem abgegrenzten Areal. Bis zu 400 Personen standen laut Polizei im Umfeld der Theresienwiese am Bavariaring. Wie in den Vorwochen regelte die Polizei den Zugang. Um den Infektionsschutz zu gewährleisten, hatte die Stadt wieder auf einer Obergrenze von 1000 Teilnehmern bestanden; die Organisatoren hatten 10 000 angemeldet, waren aber vor Gericht gescheitert.

Wieder war das Spektrum der Teilnehmer gemischt, die Veranstalter betonen, politisch weder links noch rechts zu stehen. Viele Demonstranten trugen Schilder, auf denen sie mit teils drastischen Worten die Corona-Politik kritisierten. "Weg mit dem Maulkorb" oder "Grundgesetz wiederherstellen". Manche Teilnehmer und Redner auf der Bühne suggerierten, die Bundesrepublik sei auf dem Weg in eine Diktatur. Claus-Dieter Meisel, der seit Wochen Corona-Demos in München anmeldet, so auch diese, betonte in seiner Rede, dass ihn die aktuelle Politik an die in der DDR erinnere. Er selbst habe die DDR vor 32 Jahren verlassen und habe schon wenige Jahre später den Eindruck, "dass die DDR mich einholt". Damals wie heute, in Dresden wie jetzt in München, heiße es seitens der Behörden: "Wir machen das alles nur zu Ihrem Schutz", so der Demo-Organisator.

Zahlreiche weitere Rednerinnen und Redner forderten ein rasches Ende der Corona-Beschränkungen und das Zulassen von 10 000 Teilnehmern. Das Coronavirus sei längst nicht so gefährlich, wie von Politik und vielen Medizinern dargestellt, die negativen Folgen der Einschränkungen seien dafür wesentlich gravierender. Die Regeln seien unverhältnismäßig und übertrieben, so der Tenor. Zwei Redner, beide 70 plus, beklagten die Folgen der Beschränkungen für ihr Leben wie auch für das ihrer jüngeren Angehörigen. Eine Mutter und ein Vater beschrieben empört ihre Erfahrungen und die von anderen, deren Kinder über Wochen nicht in die Schüle gehen dürfen. Laut Polizei verlief die Versammlung ohne Komplikationen, den Mindestabstand hielten fast alle Demonstranten ein.

Mäßiges Interesse an Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen

Samstag, 30. Mai, 16.10 Uhr: In vielen Städten Bayerns haben auch am Samstag Menschen gegen die ihrer Meinung nach zu strengen Corona-Maßnahmen demonstriert. Eine der größten Versammlungen fand in München statt, wo auf der Theresienwiese am Nachmittag unter dem Motto "Zusammenstehen für Freiheit, Grundrechte und Selbstbestimmung" rund 700 Menschen demonstrierten. Auf Plakaten hieß es "Grundgesetz wiederherstellen" und "Direkte Demokratie". Die Polizei war nach eigenen Angaben mit rund 800 Beamten im Einsatz.

Laut einer Polizeisprecherin war das Versammlungsgeschehen ruhig, auch die Abstandsgebote wurden eingehalten. Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts durften an der Veranstaltung in der Landeshauptstadt höchstens 1000 Menschen teilnehmen. Die Richter hatten - wie schon in der Woche zuvor - einen Eilantrag des Veranstalters abgelehnt, der gefordert hatte, 10 000 Menschen zuzulassen.

Im Stadtgebiet von Nürnberg waren gleich vier Protestveranstaltungen gegen die Corona-Beschränkungen angemeldet worden, unter anderem vor der Meistersingerhalle und auf der Wöhrder Wiese. Unmittelbar vor Beginn der Kundgebungen zeichnete sich jedoch ab, dass auch hier weniger Demonstranten als angemeldet erscheinen würden. Ein Polizeisprecher sprach von einem "ganz schwachen Zulauf".

Biergärten dürfen ab sofort bis 22 Uhr geöffnet haben

Freitag, 29. Mai, 14.45 Uhr: Bayerns Biergärten dürfen ab sofort wieder bis 22.00 Uhr Gäste bewirten. Die Staatsregierung zieht nach einer Eilentscheidung des Verwaltungsgerichts Augsburg die eigentlich erst für Dienstag nach Pfingsten geplante Verlängerung der Öffnungszeiten für alle gastronomischen Außenbereiche vor.

Das Verwaltungsgericht Augsburg hatte am Donnerstag dem Eilantrag eines Gastronomen stattgegeben und die Öffnung der Außengastronomie bis 22.00 Uhr gestattet. Daraufhin erlaubte die Stadt Augsburg allen Wirten sofort, ihre Außenbereiche wieder bis 22.00 Uhr zu betreiben. Am Freitag hatten weitere Kommunen - darunter die Stadt Memmingen - ebenfalls entschieden, ihren Worten noch vor dem Pfingstwochenende längere Öffnungen zu erlauben. Der ursprüngliche, erst am Dienstag vom Kabinett beschlossene Plan der Staatsregierung sah vor, dass erst ab dem Dienstag nach Pfingsten Gäste in Biergärten und Gastronomie-Außenbereichen wieder bis 22.00 Uhr statt wie bisher bis 20 Uhr bewirtet werden dürfen. Um die Gleichbehandlung aller bayerischen Gastronomen zu gewährleisten, hat man die Lockerung nach dem Augsburger Urteil vorgezogen.

Schlösser öffnen wieder

Freitag, 29. Mai, 09.20 Uhr: Die meisten staatlichen Schlösser, Burgen und Residenzen werden von Samstag, 30. Mai und Dienstag, 2. Juni an wiedereröffnet. In allen Häusern gilt allerdings Maskenpflicht, die Besucherzahlen werden beschränkt und die Abstandsregeln sind einzuhalten. Weil das nicht überall möglich ist, bleiben einige Sehenswürdigkeiten weiterhin geschlossen.

Bauern sorgen sich um Almwiesen

Freitag, 29. Mai, 09.12 Uhr: Die Almbauern blicken mit Sorge auf die Pfingstferien. Sie erwarten angesichts eingeschränkter Reisemöglichkeiten einen Ansturm von Erholungssuchenden - Stress für die Almtiere. Manche Besucher seien auch ohne entsprechende Rücksichtnahme unterwegs, sagte Hans Stöckl, Geschäftsführer des Almwirtschaftlichen Vereins Oberbayern. "Die Leute laufen kreuz und quer über die Almwiese. Sie sollen sich einfach an die Wege halten", sagte Stöckl. Manche Almfläche sei "belagert mit Picknickdecken". Mangels anderer Möglichkeiten habe es bereits an den vergangenen beiden Wochenenden einen Ansturm gegeben. Wenn Sportmöglichkeiten eingeschränkt und Einrichtungen bis hin zu Freibädern geschlossen seien, verwundere es nicht, "dass die Leute mit aller Macht in die Berge drängen".

Dabei startet just zu Pfingsten die Almsaison in den vollen Betrieb. Teils sind die Tiere schon jetzt auf den niedriger gelegenen Almen. Am Wochenende soll fast überall das Vieh auch auf die höheren Wiesen getrieben werden. Dabei sind auch Mutterkühe - eine immer noch unterschätzte Gefahr. Nun haben Alm- und Alpwirtschaftliche Vereine, Tourismusämter und Bauernverband Tafeln aufgestellt, die vor dem Vieh warnen. "Mit Hunden muss man vorsichtig sein auf der Alm", sagte Stöckl. Nicht nur Muttertiere, auch Jungrinder könnten eine Verteidigungshaltung einnehmen. Dabei haben die Tiere auch nachts immer weniger ihre Ruhe. "Es wird immer mehr zur Untugend, dass man auch nachts in den Bergen unterwegs ist", sagte Stöckl. Nicht zuletzt Mountainbiker seien auch in der Dämmerung oder bei Dunkelheit noch unterwegs. Gerade sie schrecken ruhende Tiere besonders auf.

Regierung und Opposition ringen um Umgang mit Corona-Krise

Donnerstag, 28. Mai, 18.14 Uhr: Staatsregierung und Opposition sind sich nach wie vor weitgehend einig im Kampf gegen das Coronavirus. Dissens gibt es aber über den richtigen Kurs und die richtigen Lehren aus der Krise sowie die notwendigen Maßnahmen zur Ankurbelung der Wirtschaft. Bis auf die AfD stellten sich in einer Landtagsdebatte am Donnerstag alle Fraktionen hinter die einschneidenden Anti-Corona-Maßnahmen der vergangenen Wochen. "Wir haben gemeinsam die Ausbreitungskurve abgeflacht und verlangsamt", sagte etwa Grünen-Fraktionschefin Katharina Schulze.

Ärger ruft bei der Opposition der Umgang von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) mit dem Landtag hervor, der diese Woche fleißig in den Medien die neuen Corona-Maßnahmen präsentierte, nicht aber dem Landtag Rede und Antwort stand. Die Abgeordneten dürften nicht "durch Pressekonferenzen aus der Staatskanzlei lediglich in Kenntnis gesetzt werden", sagte der FDP-Fraktionschef am Donnerstag im Plenum. In einem Gesetzesentwurf forderte er, dass der Landtag künftig "bei allen Corona-Maßnahmen das letzte Wort haben" soll.

Seilbahnen in Bayern fahren zu Pfingsten

Donnerstag, 28. Mai, 15.33 Uhr: Vom Wochenende an geht es auch wieder ohne Muskelkraft auf den Berg - dafür mit Abstand und Maske. Kabinenbahnen und Sessellifte dürfen auch in Bayern wieder fahren. Ursprünglich wollte der Verband Deutscher Seilbahnen vergangene Woche im Freistaat wieder starten. In vielen anderen Bundesländern laufen die Bahnen schon wieder - in Baden-Württemberg etwa können Erholungssuchende schon seit dem 4. Mai und damit seit fast vier Wochen wieder mit der Bahn auf die Berge fahren. Nun freue man sich, zu Pfingsten auch in Bayern wieder in Betrieb gehen zu können, hieß es bei dem Verband. Das Schutzkonzept der Staatsregierung lasse sich bei den Bahnen sehr gut umsetzen, sagte Verbandsvorstand Matthias Stauch, der auch Vorstand der Bayerischen Zugspitzbahn ist. Die Gäste sollen Masken mitbringen und 1,5 Meter Abstand auch draußen einhalten, wo keine explizite Maskenpflicht besteht. In Kabinenbahnen soll die Zahl der Fahrgäste nach den Vorgaben der Staatsregierung auf 35 Prozent der üblichen Beförderungskapazität begrenzt sein.

Aiwanger: Plexiglasscheibe statt Maskenpflicht für Kassenpersonal

Donnerstag, 28. Mai, 15.12 Uhr: Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger will das Kassenpersonal von der Maskenpflicht entbinden, sofern die Verkäufer hinter einer Plexiglasscheibe sitzen. "Gesichtsvisiere aus Plexiglas, die für die Angestellten in Handel und Gastronomie angenehmer zu tragen sind und gleichzeitig den Kundenkontakt erleichtern, sollten eingeführt werden", sagte Aiwanger der Bayerischen Staatszeitung. Wobei auch das Tragen von Gesichtsvisieren über Stunden hinweg unangenehm sei und Kopfschmerzen verursachen könne. Zumindest für das Personal an der Kasse oder beim Empfang solle es daher künftig genügen, "hinter einer hohen Plexiglasscheibe zu sitzen oder zu stehen, ohne Maske und Visier".

Ausflugsschiffe auf oberbayerischen Seen starten

Donnerstag, 28. Mai, 13.19 Uhr: Die Corona-Pause für die Ausflugsschiffe auf den oberbayerischen Seen ist vorbei. Am Samstag sollen die Schiffe der weiß-blauen Flotte der Bayerische Seenschifffahrt auf Ammersee, Starnberger See, Tegernsee und Königssee ablegen. Auch auf dem Chiemsee, den größten oberbayerischen See, geht es wieder los. Überall gelten Schutzvorschriften: Maskenpflicht, Abstand, weniger Gäste. "Die Menschen können sich auf schöne Rundfahrten über die bayerischen Seen freuen", sagte Finanz- und Heimatminister Albert Füracker (CSU) am Donnerstag bei einem Besuch der Werft der Bayerischen Seenschifffahrt am Donnerstag in Starnberg. "Ich bitte alle an Bord, beim Genießen der Fahrt über den See die notwendigen Hygiene- und Abstandsregeln nicht zu vergessen."

Viele bayerische Kinos lehnen Mundschutzpflicht ab

Donnerstag, 28. Mai, 12.55 Uhr: Viele Kinos in Bayern wünschen sich andere Bedingungen für eine Wiedereröffnung ab dem 15. Juni. Unter anderem kritisieren sie, dass die Zuschauer während der Filmvorführungen Mundschutz tragen sollen. Anders als in Restaurants oder Kirchen würden Kinobesucher nicht sprechen oder singen, sondern ruhig auf ihren Plätzen sitzen, heißt es in einem Konzeptvorschlag, den Arthouse- und inhabergeführte Filmtheater aus München und Umgebung erarbeitet haben und das als Vorlage für Häuser in ganz Bayern dienen soll. Problematisch sei auch die starre Obergrenze von bis zu 50 Besuchern. Ein rentabler Spielbetrieb sei für viele Häuser unter diesen Voraussetzungen nicht möglich.

Am Dienstag hatte das bayerische Kabinett die Öffnung der Kinos nach einer mehrwöchigen coronabedingten Pause zum 15. Juni genehmigt. Dieser Termin sei für viele Häuser zu früh, etwa um Hygienemaßnahmen umzusetzen, heißt es in dem Schreiben. Außerdem gebe es zu diesem Termin wohl noch keine neuen Filme. Die Betreiber schlagen stattdessen einen zweistufigen Beginn vor - nach einem vorsichtigen Start Mitte Juni sollte der reguläre Spielbetrieb dann am 2. Juli wieder losgehen, dann auch mit neuen Kinofilmen.

Zehntausende Verstöße gegen Corona-Auflagen

Donnerstag, 28. Mai, 09.35 Uhr: Zehntausende Menschen in Bayern haben schon gegen die Corona-Auflagen der Staatsregierung verstoßen. Zwischen dem Beginn der Ausgangsbeschränkung am 21. März und dem Stichtag 25. Mai (0.00 Uhr) erfassten die Polizisten im Freistaat 57 502 Vorgänge, wie das Innenministerium der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Betroffen davon seien 52 824 Personen. Das Gros mit 44 553 Fällen machen den Angaben zufolge Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen allgemein aus - wobei mehrere Vergehen pro Anzeigenvorgang möglich sind. 12 258 Mal taucht in der Statistik ein Verstoß gegen das Verbot von Menschenansammlungen auf. 1249 Mal ging es um Veranstaltungen, 830 Mal um Maskenpflicht, 658 Mal um Betriebsstättenuntersagungen und 358 Mal um Quarantäne-Verstöße. Für all diese Verstöße gibt es einen Bußgeldkatalog. Demnach muss beispielsweise 150 Euro zahlen, wer sich mit mehr Leuten als erlaubt trifft oder gegen die Maskenpflicht verstößt. 5000 Euro werden für Unternehmer fällig, die kein Schutz- und Hygienekonzept für ihren Betrieb haben. Und sein Kind in die Notbetreuung zu geben, ohne dazu berechtigt zu sein, wird mit 500 Euro geahndet.

Allerdings legen die Kreisverwaltungsbehörden im jeweiligen Einzelfall und nicht die Polizei fest, ob ein Bußgeld fällig wird, wie ein Ministeriumssprecher erklärte. Daher gibt es keine bayernweite Übersicht. Ein Sprecher des Kreisverwaltungsreferats in München verwies zudem darauf, dass längst nicht jede festgestellte Ordnungswidrigkeit auch bei der Bußgeldstelle landet. Dort kamen in München bislang 4110 Anzeigen an. "Fast 1500 Bußgeldbescheide wurden bislang erlassen", teilte der Sprecher mit. "Das Bußgeldaufkommen beträgt bislang etwa 250 000 Euro." Meistens gehe es ums Verlassen der eigenen Wohnung ohne Vorliegen eines triftigen Grundes - was zu Beginn der Beschränkungen noch ein Kernkriterium war. Aber auch "Nicht-Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im öffentlichen Personennahverkehr" oder "Betrieb eines Ladengeschäftes oder einer Gaststätte ohne Vorliegen eines Ausnahmegrundes" kämen vereinzelt vor. Zudem gebe es 65 Einsprüche, über die dem Sprecher zufolge noch entschieden werden muss und die wohl überwiegend letzten Endes am Amtsgericht entschieden werden.

Keine Meisterfeier auf Münchner Marienplatz

Donnerstag, 28. Mai, 09.17 Uhr: Eine Meisterfeier des FC Bayern München auf dem Münchner Rathausbalkon müsste im Falle eines Titelgewinns in diesem Jahr ausfallen. "Die liebgewonnene Tradition der alljährlichen Meisterfeier des FC Bayern auf dem Marienplatz ist heuer leider unvorstellbar - nicht wegen mangelnder sportlicher Erfolge des Rekordmeisters, sondern natürlich wegen der coronabedingten Einschränkungen", sagte Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) der Bild.

Wellnesshotels fürchten Wettbewerbsverzerrung

Donnerstag, 28. Mai, 08.00 Uhr: Bayerische Wellnesshotels fürchten angesichts der für 15. Juni geplanten Grenzöffnungen eine Abwanderung von Gästen nach Österreich und in die Schweiz. Sollten im Freistaat wegen der Corona-Beschränkungen Wellnessbereiche und Hallenbäder weiter geschlossen bleiben, komme es "zu einer signifikanten Wettbewerbsverzerrung", so der Geschäftsführer der Wellness-Hotels & Resorts GmbH, Michael Altewischer.

Die elf bayerischen Partnerbetriebe der Firma mit Sitz in Düsseldorf berichteten von "vielen Buchungsanfragen, welche jedoch umgehend abgebrochen werden, sobald dem Gast klar wird, dass es kein Wellness-Angebot geben wird", so Altewischer. Darüber hinaus hagle es Stornierungen schon gebuchter Reisen. Bei den bayerischen Hoteliers herrsche angesichts der unterschiedlichen Regelungen "Unverständnis und Verwirrung". Ein mögliches Öffnungsdatum für Wellnessbereiche im Freistaat nannte das Wirtschaftsministerium jedoch weiterhin nicht.

Corona in Bayern - Die Meldungen im Rückblick

Die Meldungen aus dem Freistaat Bayern nach Monaten geordnet im Rückblick: Januar und Februar, März, April und Mai.

© SZ.de/dpa/kast/mmo/imei/pvn/amm/fema/kbl/huy
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