Coronavirus-Newsblog für Bayern:Newsblog vom 21. bis 31. Januar 2022

Archivhinweis: Coronavirus-Newsblog für Bayern

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Inzidenz in Bayern steigt auf 1421,7

Dienstag, 1. Februar, 7.01 Uhr: Die Inzidenz in Bayern steigt weiter: Sie liegt am Dienstag bei 1421,7, am Montag lag sie bei 1384,6. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) sind mittlerweile nur noch 12 der 96 Landkreise und kreisfreien Städte unter der 1000er-Marke. Die Gesundheitsämter in Bayern meldeten dem RKI 26 098 neue Fälle in den vergangenen 24 Stunden. 44 Menschen starben im gleichen Zeitraum am oder mit dem Coronavirus.

Die höchsten Inzidenzwerte melden weiterhin die Landkreise Starnberg (2847,5) und Dachau (2630,3) sowie die Städte Rosenheim (2137,1) und Ingolstadt (2020,4). Den geringsten Wert hat die Stadt Erlangen mit 632,6 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Auf den Intensivstationen werden am Montagfrüh (Stand: 7 Uhr) 328 Corona-Patienten behandelt.

Verstoß gegen Corona-Beschränkungen: Gut 100 Personen feiern in Zirndorf illegale Party

Montag, 31. Januar, 17.10 Uhr: Mehr als 100 Leute sollen am Wochenende in Mittelfranken eine illegale Party gefeiert haben. Beim Anblick mehrerer Polizeistreifen hätten zahlreiche Gäste der Feier in Zirndorf (Landkreis Fürth) die Flucht ergriffen, teilte die Polizei am Montag mit.

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Die Beamten trafen in dem Wohnhaus 63 Personen an, die den Angaben zufolge alle wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz angezeigt wurden. Ein 18-Jähriger habe sich auf dem Dach des Hauses vor den Polizeikräften verstecken wollen, hieß es. Dabei sei er hinabgestürzt und habe sich leicht verletzt.

Nachdem das Polizeiaufgebot wieder abgerückt sei, hätten etwa 20 Partygäste in der Nähe des Hauses weitergefeiert und mit einem Ghettoblaster laute Musik gespielt, teilte die Polizei mit. Die Beamten kehrten dann noch einmal zurück, stellten das Gerät sicher und lösten die Feierlichkeit endgültig auf.

Ministerium: Zwei Prozent der Lehrkräfte fehlen wegen Corona

Montag, 31. Januar, 16.23 Uhr: Rund zwei Prozent aller Lehrerinnen und Lehrer sind nach Angaben des Kultusministeriums derzeit aus Corona-Gründen zu Hause. Nach Meldung der bayerischen Schulen seien am Montag 1,6 Prozent der Lehrkräfte aufgrund eines positiven Covid-19-Tests und 0,43 Prozent wegen Quarantäne nicht im Präsenzunterricht gewesen, teilte das Ministerium auf Anfrage mit. Ein weiterer kleiner Teil (0,09 Prozent) stand aufgrund eines ärztlichen Attestes mit Covid-19-Bezug, der Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe, nicht für normalen Unterricht zur Verfügung. "Aktuell befindet sich keine Schule im vollständigen Distanzunterricht", betonte das Ministerium.

Inzidenz bei Kindern teils über 3700

Montag, 31. Januar, 16.05 Uhr: Die Corona-Inzidenzen bei Schulkindern in Bayern erreichen immer neue Rekordhöhen. In der am stärksten betroffenen Gruppe der Sechs- bis Elfjährigen hat sie inzwischen einen Wert von 3727 erreicht, wie das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Montag mitteilte. Das ist ein Anstieg um gut 70 Prozent zum vor einer Woche gemeldeten Wert.

Bei den Zwölf- bis 15-Jährigen liegt die Inzidenz bei 2569, in der Gruppe im Alter von 16 bis 19 Jahren bei 2183 und somit deutlich über 2000. Hier sind die Anstiege etwas langsamer als bei den jüngeren Schülern. Die vierthöchste Inzidenz findet sich bei Kindern bis fünf Jahren mit 1707. Diese Gruppe hatte lange zu den laut offiziellen Meldungen unterdurchschnittlich betroffenen gehört.

Nach wie vor die niedrigsten Inzidenzen weist das LGL für die Gruppen der 60- bis 79-Jährigen mit 411 und ab einem Alter von 80 mit 300 aus. Zu den hohen Inzidenzzahlen bei Kindern und Jugendlichen könnte dabei beitragen, dass durch die regelmäßigen Testungen für Schule und Kindergarten Fälle leichter entdeckt werden. Gleichzeitig weist das Landesamt darauf hin, dass es derzeit durch die hohen Fallzahlen zu Meldeverzögerungen und einer höheren Dunkelziffer kommen könnte.

Schreyer fordert eng begrenzte 3G-Ausnahmeregelung in Bus und Bahn

Montag, 31. Januar, 12.20 Uhr: Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU) fordert eine Ausnahme von der 3-G-Regel im öffentlichen Nahverkehr für Menschen, die aus medizinischen Gründen nicht gegen Corona geimpft werden können. In einem Brief an Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) verlangt Schreyer, entsprechende Ausnahmemöglichkeiten für Kommunen zuzulassen - die Länder dürften dies nicht alleine.

Durch die bestehenden Regelungen würden diejenigen Menschen faktisch von jeglicher sozialer Teilhabe ausgeschlossen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen könnten, die außerhalb von Ballungsräumen lebten und kein Kraftfahrzeug besäßen und die deshalb auf die Benutzung von Bus und Bahn für die Fahrt zur nächsten Teststelle angewiesen seien, heißt es in Schreyers Brief an Wissing.

"Nicht überall und nicht zu jeder Tageszeit stehen Teststationen in fußläufiger Entfernung zur Verfügung und nicht überall kann auf ein Taxi als Beförderungsalternative zurückgegriffen werden. Dies gilt insbesondere im ländlichen Raum", betont Schreyer. Dennoch seien die Fahrgäste auch dort auf ein verfügbares Mobilitätsangebot angewiesen.

Die 3G-Regel im öffentlichen Personennahverkehr bedeutet, dass nur geimpfte, genesene oder aktuell negativ getestete Menschen öffentliche Verkehrsmittel wie Bus und Bahn benutzen dürfen.

Inzidenz in Bayern steigt auf 1384,6

Montag, 31. Januar, 6.39 Uhr: Die Inzidenz in Bayern steigt weiter: Sie liegt am Montag bei 1384,6, am Freitag hatte sie noch bei 1218,0 gelegen. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) sind mittlerweile nur noch 16 der 96 Landkreise und kreisfreien Städte unter der 1000er-Marke. Die Gesundheitsämter in Bayern meldeten dem RKI zu Wochenbeginn 18 605 neue Fälle in den vergangenen 24 Stunden. Sieben Menschen starben im gleichen Zeitraum am oder mit dem Coronavirus.

Die höchsten Inzidenzwerte melden die Landkreise Starnberg (2661,6) und Dachau (2585,8) sowie die Städte Ingolstadt (2073,0) und Rosenheim (2069,5). Den geringsten Wert teilt der Landkreis Neustadt an der Aisch/Bad Windsheim mit, dort werden 552,0 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen gemeldet. Auf den Intensivstationen werden am Montagfrüh (Stand 7.15 Uhr) 327 Corona-Patienten behandelt.

Weniger Teilnehmer als erwartet bei Demos gegen Corona-Impfpflicht

Sonntag, 30. Januar, 15.20 Uhr: Mehrere Tausend Menschen haben am Sonntag in Nürnberg und München gegen die Corona-Beschränkungen und insbesondere eine mögliche Impfpflicht demonstriert. An beiden Orten kamen allerdings deutlich weniger Teilnehmer als erwartet. Zwischenfälle wurden von der Polizei nicht mitgeteilt.

In Nürnberg hatte auch die Polizei mit einer fünfstelligen Zahl an Demonstranten gerechnet, letztlich sprach ein Polizeisprecher von 3500 bis 4000 Teilnehmern und Teilnehmerinnen. In München wurden ebenfalls 10 000 Menschen auf der Theresienwiese angekündigt. Die Polizei nannte dann dort etwa 1000 Teilnehmer.

Insbesondere die Protestveranstaltung in Nürnberg wurde vor vielen Menschen scharf kritisiert. Denn die Demo fand am Volksfestplatz in unmittelbarer Nähe zum Reichsparteitagsgelände statt. Zudem war Sonntag der Jahrestag der Machtergreifung Adolf Hitlers 1933. Auf Twitter kritisierten daher viele Nutzer den Ort und den Zeitpunkt.

Der Schauspieler Marcus Mittermeier schrieb am Sonntagmittag auf Twitter: "Querdenken ist da angekommen, wo sie hinwollen: heute Demo am Reichsparteitagsgelände. Am Jahrestag der Machtergreifung." Am 30. Januar 1933 war Hitler von Reichspräsident Paul von Hindenburg zum Reichskanzler ernannt worden.

1300er-Marke bei Corona-Inzidenz in Bayern überschritten

Sonntag, 30. Januar, 11.09 Uhr: Die Sieben-Tages-Inzidenz in Bayern ist auch am Wochenende weiter gestiegen und hat die 1300er-Marke übersprungen. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Sonntag einen Wert von knapp 1351 für den Freistaat, nachdem er bereits am Vortag bei 1301 gelegen hatte. Am Freitag betrug der Wert noch rund 1218. Der Freistaat liegt somit weiterhin deutlich über dem deutschen Durchschnitt. Bundesweit hatten sich am Sonntag 1157 Menschen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche angesteckt.

Bei den kreisfreien Städten und Landkreisen in Bayern lagen die Kreise Dachau und Starnberg am Sonntag mit jeweils einer Inzidenz von 2545 an der Spitze, gefolgt von der Stadt Rosenheim (2035). Den niedrigsten Corona-Wert im Freistaat hatte der mittelfränkische Landkreis Neustadt a. d. Aisch-Bad Windsheim (570).

Die steigenden Corona-Zahlen machten sich am Wochenende auch in den Kliniken bemerkbar, nachdem in den vergangenen Wochen die Zahlen dort eher zurückgegangen waren. Es mussten laut Divi-Intensivregister von Samstag auf Sonntag zehn zusätzliche Patienten auf den Intensivstationen aufgenommen werden. Auf den Intensivstationen der bayerischen Krankenhäuser lagen demnach am Sonntag 322 erwachsene Patienten - dies waren immer noch etwa zehn weniger als am vergangenen Wochenende.

Schulschwänzen in Corona-Zeiten - Hunderte Bußgeldverfahren anhängig

Sonntag, 30. Januar, 8.23 Uhr: Ob aus Angst vor Ansteckung oder wegen der Ablehnung der Corona-Regeln durch die Eltern: Hunderte Schülerinnen und Schüler haben bayernweit seit Beginn der Corona-Pandemie vor fast zwei Jahren die Schule geschwänzt. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei mehr als 45 Landkreisen und kreisfreien Städten im Freistaat. In vielen Fällen ergingen vor allem im aktuellen Schuljahr Bußgeldbescheide - zusammengerechnet waren es seit März 2020 allein bei den befragten Behörden weit mehr als 120.000 Euro.

Etliche Verfahren sind den Angaben zufolge noch offen, weil Betroffene etwa Einspruch einlegten, die Zahlung verweigerten oder nicht auf behördliche Schreiben reagierten. Zu einem Mittel griffen die Ämter auf Weisung des Kultusministeriums aber bisher wohl so gut wie nie: ein Kind unter Zwang oder per Polizei zur Schule zu bringen - denn zu den verpflichtenden Corona-Tests und der Maske dürfen die Schüler nicht gezwungen werden. Wie viele Bußgeldverfahren wegen coronabedingten Schulschwänzens bisher eingeleitet wurden, wird nicht zentral beim Kultusministerium erfasst. Der Umfrage zufolge dürften es bayernweit Hunderte sein - alleine das Landratsamt Oberallgäu verschickte seit März 2020 Bußgeldbescheide über insgesamt mehr als 15 600 Euro. "Das sind tatsächlich alles Corona-Bußgelder", sagt eine Sprecherin.

Söder spricht sich für bundesweite "Krankenhaus-Ampel" aus

Samstag, 29. Januar, 15.12 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder fordert von der Bundesregierung neue und verlässliche Maßstäbe zur Bewertung der Corona-Lage. Da die bisher im Fokus stehende Sieben-Tage-Inzidenz in der laufenden Omikron-Welle auch wegen mangelnder Testmöglichkeiten ihre vorwarnende Wirkung verliere, "brauchen wir ein neues Bewertungssystem, das sich an der Belegung der Krankenhausbetten orientieren sollte", sagte der CSU-Chef der Welt am Sonntag. "Nur so erfahren wir, ob das Gesundheitssystem stabil bleibt - oder ob eine Überlastung droht." Er fügte an: "Der Bund ist gefordert, eine funktionierende und aussagekräftige Krankenhaus-Ampel auf den Weg zu bringen."

Söder sagte, diese Ampel müsse den Corona-Anteil an der Belegung der Krankenhäuser und eine mögliche Überlastung des Pflegepersonals berücksichtigen. Wichtig sei dabei: "Wir müssen wissen, wie viele Personen ausschließlich wegen Corona ins Krankenhaus kommen - und wie viele lediglich mit Corona."

Zuvor hatte am Freitag auch der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, erläutert, dass in dieser Pandemiephase die reine Fallzahl nicht mehr entscheidend sei. "Wir müssen jetzt in erster Linie auf die Krankheitslast und die Krankheitsschwere schauen", sagte er.

Konkret weist das RKI seit kurzem Schätzungen zu Infizierten mit Covid-19-Symptomen verschiedener Schwere aus. So liegen Schätzwerte zu Fällen auch unter der Schwelle von Krankenhausaufnahmen vor, etwa die Häufigkeit von Arztbesuchen.

Jede achte Kita von Corona betroffen

Samstag, 29. Januar, 13.17 Uhr: Schulen und Kindertageseinrichtungen in Bayern sind immer häufiger von Corona betroffen. Stand Freitag fehlten 5,28 Prozent der bayerischen Schülerinnen und Schüler entweder wegen eines positiven Corona-Tests oder wegen Quarantäne im Unterricht, wie das Kultusministerium auf Nachfrage mitteilte. Von den rund 10 200 Betreuungseinrichtungen - von der Krippe bis zum Hort - waren laut Sozialministerium 1270 betroffen, das ist etwa jede achte.

Konkret waren 63 Einrichtungen komplett und 876 teilweise geschlossen. In weiteren 331 Kitas waren dem Ministerium zufolge nur Einzelpersonen von Quarantänemaßnahmen betroffen. Das sind jeweils deutliche Anstiege im Vergleich zu den Werten eine Woche zuvor. Damals waren 49 Einrichtungen ganz und 691 teilweise geschlossen. In 230 waren Einzelpersonen betroffen.

Bei den Schülerinnen und Schülern hatten Stand Freitag 2,48 Prozent einen positiven Corona-Test, 2,8 Prozent waren in Quarantäne. Vor einer Woche hatte der Anteil der Schülerinnen und Schüler mit positivem Test noch bei 1,5 Prozent gelegen, in Quarantäne waren zu diesem Zeitpunkt 2,3 Prozent.

Große Mehrheit der Landkreise und kreisfreien Städte mit Inzidenz über 1000

Samstag, 29. Januar, 10.05 Uhr: Die Inzidenz in Bayern ist abermals gestiegen: Am Samstag liegt sie bei 1301,2, am Vortag lag sie nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) bei 1218. Ingesamt 71 der 96 Landkreise und kreisfreien Städte liegen jetzt über der 1000er-Marke, viele von ihnen deutlich. Die Gesundheitsämter in Bayern meldeten dem RKI 32 519 neue Fälle in den vergangenen 24 Stunden, 19 Menschen starben im gleichen Zeitraum am oder mit dem Coronavirus.

Die höchsten Inzidenzwerte melden die Landkreise Starnberg (2601,6) und Dachau (2390,5), gefolgt von der Stadt Rosenheim mit 2072,6 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen.

Ministerium präzisiert Mindestabstandsregel für Großveranstaltungen

Freitag, 28. Januar, 17.26 Uhr: Das bayerische Gesundheitsministerium hat die neuen Regeln für Großveranstaltungen in Sport und Kultur präzisiert: In Stadien, Hallen und anderen Veranstaltungsstätten ist nach Angaben vom Freitag auch dann eine Zuschauer-Auslastung von bis zu 25 Prozent möglich, wenn die 1,50-Meter-Mindestabstände etwa auf den Sitzplatz-Tribünen nicht durchgängig eingehalten werden können.

Das Kabinett hatte die Lockerung der Corona-Regeln für Sport, Kultur und andere Veranstaltungen am Dienstag beschlossen, sie sind seit Donnerstag in Kraft. Danach ist bei Events, die nicht groß und überregional sind, wieder eine Zuschauer-Auslastung von bis zu 50 Prozent erlaubt - bisher waren es 25 Prozent. Bei überregionalen Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Zuschauern ist nun wieder eine 25-Prozent-Auslastung erlaubt, bis zu einer Obergrenze von 10 000 Zuschauern. Es dürfen aber ausschließlich Sitzplätze belegt werden.

Grundsätzlich gilt bei alledem: Es muss überall der Mindestabstand von 1,50 Metern eingehalten werden. Ausnahmen sind aber möglich: Für Kinos und Theater hatte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Dienstag schon angekündigt, dass die bis zu 50 Prozent Auslastung auch dann erlaubt werden, wenn die Mindestabstände nicht überall eingehalten werden können. Und so steht es auch in der geänderten Corona-Verordnung samt Begründung: Voraussetzung, um die 1,50 Meter unterschreiten zu dürfen, ist die "bestmögliche Abstandswahrung", etwa bei Belegung der Sitzplätze "wie bei einem Schachbrett".

Am Freitag nun stellte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums klar, dass dies auch für große, überregionale Events gelte: "Die Ausnahme gilt - unter der bereits genannten Voraussetzung - in beiden Fällen (25-Prozent-Fälle und 50-Prozent-Fälle), also auch bei großen überregionalen Sportveranstaltungen", teilte sie auf Anfrage mit.

Fast 32 000 neue Fälle - Inzidenz in Bayern steigt weiter

Freitag, 28. Januar, 7.02 Uhr: Die Inzidenz in Bayern steigt weiter: Sie liegt am Freitag bei 1218,0, am Donnerstag lag sie bei 1159,0. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) sind mittlerweile 59 der 96 Landkreise und kreisfreien Städte über die 1000er-Marke geklettert, die meisten deutlich. Die Gesundheitsämter in Bayern meldeten dem RKI 31 775 neue Fälle in den vergangenen 24 Stunden. 19 Menschen starben im gleichen Zeitraum am oder mit dem Coronavirus.

Die höchsten Inzidenzwerte melden die Landkreise Starnberg (2302,9) und Dachau (2100,4) sowie die Städte Rosenheim (1956,3) und München (1830,3). Den geringsten Wert teilt weiterhin der Landkreis Coburg mit, in dem es aber auch rechnerisch 448,2 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen gegeben hat. Auf den Intensivstationen ist die Zahl der Corona-Patienten wieder gesunken, Freitagfrüh wurden 314 in den Intensivstationen behandelt.

Impfpflicht im Gesundheitswesen: Eigene Vollzugsregeln für Bayern?

Freitag, 28. Januar, 6.52 Uhr: Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) erwägt für den Freistaat eigene Vollzugsregeln zur einrichtungsbezogenen Impflicht. Der Passauer Neuen Presse (Freitag) sagte der Minister, weil der Bund noch keine Regeln vorgelegt habe, müsse Bayern "selbst überlegen, wie wir eigene Vollzugsregeln definieren, damit die Versorgung nicht gefährdet ist". Die Impfpflicht für Personal im Gesundheitswesen gilt ab 15. März.

Es müsse genau geregelt werden, wie ab dann zu verfahren ist. "Wir müssen wissen, welche Übergangs- und Umsetzungszeiten beim Aussprechen von Tätigkeitsverboten gelten", sagte Holetschek. Dies könne man "nicht bei den ohnehin hochbelasteten Gesundheitsämtern oder den Arbeitgebern abladen, nach dem Motto: Lasst Euch etwas einfallen." Wenn der Bund ein Gesetz auf den Weg bringe, müsse er auch sagen, wie er sich die Dinge konkret vorstellt. "Hier brauchen wir sehr rasch Details" forderte Holetschek und stellte aber auch klar: "Ein Freifahrtschein für Ungeimpfte ist das natürlich nicht."

Verfügung gegen spontane Demos in Nürnberg - Großdemo am Sonntag

Donnerstag, 27. Januar, 15.52 Uhr: Auch in einer der bayerischen Hochburgen des Protests von Gegnern der Corona-Politik gibt es nun eine zeitlich befristete Allgemeinverfügung, die nicht angemeldete sogenannte Spaziergänge verbietet. Am kommenden Sonntag sind in Nürnberg Corona-Protestversammlungen untersagt, die nicht unter Beachtung der im Versammlungsrecht festgelegten 48-Stunden-Frist beim Ordnungsamt angemeldet wurden, wie die Stadt mitteilte.

Die Verfügung ist eine Reaktion auf die Pläne eines Veranstalters, der für den Tag einen Umzug mit 10 000 Teilnehmern anmelden wollte. Diese Versammlung darf laut Stadt nur ortsfest auf dem Festplatz etwa drei Kilometer außerhalb des Zentrums stattfinden. In anderen bayerischen Städten gibt es bereits Verfügungen gegen nicht angemeldete Versammlungen.

In Gesprächen mit der Stadt habe der Anmelder schließlich von 20 000 Personen, in Aufrufen bei Facebook gar von mehr als 30 000 Teilnehmern gesprochen. Ein Aufzug wäre sechs bis neun Kilometer lang, der Mindestabstand könne da weder kontrolliert noch durchgesetzt werden, argumentierte die Stadt. Auch wäre der Verkehr unverhältnismäßig beeinträchtigt. Der Anmelder kann noch anfechten, dass die Versammlung an einem Ort bleiben muss. "Wir planen mit einem sehr großen Einsatzgeschehen", sagte ein Polizeisprecher.

Am 19. Dezember hatte es in der Stadt einen Protestzug mit mehr als 10 000 Teilnehmern gegeben. Für Diskussionen sorgte der 30. Dezember: Nürnberg hatte für eine Versammlung einen Platz außerhalb der Altstadt zugewiesen. Dennoch kamen mehr als 1000 Menschen in die Innenstadt, die Polizei erklärte den Protest schließlich zur Spontanversammlung und leitete die Gruppe durch die Stadt. Am Montag waren in der Stadt gut 4400 Menschen bei Protesten auf der Straße, in der Woche davor bis zu 5500 - jeweils Rekord an dem Tag in Bayern.

Regierung will Pool-Tests "so lange wie möglich" halten

Donnerstag, 27. Januar, 13.46 Uhr: Ungeachtet erster Engpässe bei den Laborkapazitäten will Bayern sein System von Pool-Tests auf das Coronavirus bei Grund- und Förderschulkindern "so lange wie möglich" aufrechterhalten. Das sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums auf eine entsprechende Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. In den vergangenen Tagen hatten einzelne Eltern die Pool-Tests ihrer Kinder als "im Labor nicht auswertbar" ohne Ergebnis zurückerhalten.

Insgesamt ist das Ministerium mit dem Verfahren der Pool-Tests zufrieden. In der vergangenen Woche seien die Ergebnisse von mehr als 50 000 PCR-Pool-Tests und mehr als 45 000 Einzel-PCR-Tests mit einer Quote von 95 Prozent vor Unterrichtsbeginn des Folgetages an Schulen und Eltern übermittelt worden. Die Kapazitäten für PCR-Tests sollen aber weiter gesteigert werden. Bereits in den vergangenen Wochen sei es gelungen, die Zahl der wöchentlichen PCR-Tests von rund 360 000 auf 486 000 zu erhöhen.

Entlastung solle etwa der Einsatz sogenannter PoC (Point of Care)-PCR-Geräte bringen - etwa in Apotheken oder in von Hilfsorganisationen betriebenen Testzentren. Die Apotheken, halten die bisher angebotene Vergütung von 30 Euro pro Test jedoch nicht für kostendeckend, wie die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) auf ihrer Internetseite mitteilt. Die Ministeriumssprecherin sagte, man stehe mit den Leistungserbringern und dem Bund "in konstruktivem Austausch".

Für den Fall, dass einzelne Proben in den Laboren nicht ausgewertet werden können, gebe es Richtlinien. "Wenn ein Pool positiv ist und die Rückstellproben nicht ausgewertet werden können, bleiben die Schülerinnen und Schüler am nächsten Tag zuhause und können beispielsweise in den lokalen Testzentren einen kostenfreien PCR-Test durchführen lassen", sagte die Ministeriumssprecherin. "Für den Fall, dass ein Pool nicht ausgewertet werden kann, erfolgt am nächsten Tag ein Antigen-Selbsttest in der Schule."

Inzidenz in Bayern steigt weiter rasant - Dachau über 2000

Donnerstag, 27. Januar, 7.03 Uhr: Die Inzidenz in Bayern steigt weiter deutlich und schnell: Sie liegt am Donnerstag bei 1159,0, am Mittwoch lag sie bei 1068,0. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) sind nun 51 der 96 Landkreise und kreisfreien Städte über die 1000er-Marke geklettert - viele von ihnen deutlich. Die Gesundheitsämter in Bayern meldeten dem RKI 34 193 neue Fälle in den vergangenen 24 Stunden. 29 Menschen starben im gleichen Zeitraum am oder mit dem Coronavirus. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Corona seit Beginn der Pandemie stieg auf 20 391.

Die höchsten Inzidenzwerte melden die Landkreise Dachau (2112,0) sowie die Städte Rosenheim (1835,2) und München (1830,1). Danach folgt der Kreis Starnberg mit 1789,0 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen. Den geringsten Wert teilt der Landkreis Coburg mit 429,7 mit.

Auch in den Krankenhäusern kommt die neue Corona-Welle inzwischen an. Mit Stand Mittwoch hatte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit 549 Krankenhauseinweisungen binnen sieben Tagen gemeldet, das sind 43 Prozent mehr als vor einer Woche. Die Zahl der belegten Intensivbetten stagniert seit einigen Tagen, nachdem sie seit Anfang Dezember gefallen war. Mit laut bundesweitem Intensivregister 334 Betten ist sie am Donnerstagfrüh aber nicht einmal bei einem Drittel des Höchststandes in der Delta-Welle. Typischerweise gibt es allerdings eine Zeitverschiebung zwischen dem Verlauf der Inzidenzen und dem der Krankenhaus- und Intensiveinweisungen.

Söder fordert Rückkehr zu längerem Genesenenstatus

Mittwoch, 26. Januar, 14.37 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die Bundesregierung dazu aufgefordert, die jüngst beschlossene Verkürzung des Genesenenstatus nach einer Corona-Infektion zurückzunehmen. "Der Genesenenstatus sollte in Deutschland wieder sechs Monate gelten", sagte Söder der Bild. Mitte Januar hatte das dem Bundesgesundheitsministerium unterstellte Robert-Koch-Institut (RKI) die Gültigkeit des Genesenenstatus überraschend auf drei Monate verkürzt. Millionen Menschen verloren damit das Recht, ohne zusätzlichen Test etwa ins Fitnessstudio oder Kino zu gehen - was Kritik an Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) zur Folge hatte. Söder warf ihm nun vor, "für große Verunsicherung" verantwortlich zu sein.

Am Dienstag hatten sich die EU-Staaten darauf verständigt, dass sich Reisende innerhalb der Union ohne weitere Auflagen frei bewegen können sollen, wenn sie einen gültigen Impf-, Test- oder Genesenennachweis vorlegen. Beim Genesenennachweis wird hier eine Gültigkeit von 180 Tagen genannt. Der Beschluss wurde auch mit deutscher Zustimmung getroffen. "Das passt nicht zusammen", kritisierte Söder.

Auch andere Unionspolitiker forderten, die Änderung rückgängig zu machen. Der gesundheitspolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Tino Sorge (CDU), sagte: "Als Land in Europas Mitte einen Alleingang zu vollziehen, wäre fragwürdig." Die Regierung werde neu bewerten müssen, ob "die Verkürzung über Nacht" die richtige Entscheidung gewesen sei. Die Brüsseler Empfehlung ist rechtlich nicht bindend, in der Vergangenheit wurden solche Absprachen von Mitgliedsländern - darunter Deutschland - nicht immer zu 100 Prozent befolgt.

Delta-Variante ließ auch Kinder schwerer erkranken

Mittwoch, 26. Januar, 9.33 Uhr: Die Delta-Variante des Coronavirus hat offenbar auch bei Kindern öfter zu schweren Erkrankungen geführt als die vorherigen Virus-Typen. Das zeigen Patientenzahlen des Haunerschen Kinderspitals am LMU Klinikum München. Im November 2021 wurden dort 14 Kinder und Jugendliche behandelt - ein Höchststand, wie das Klinikum anlässlich der ersten Corona-Fälle in Deutschland vor zwei Jahren berichtete.

Insgesamt wurden bisher 60 Kinder mit Covid-Infektion im Haunerschen Kinderspital behandelt, 15 von ihnen auf der Intensivstation, hiervon wiederum die meisten mit schweren Vorerkrankungen. Spezifische Erfahrungen mit der Omikron-Variante bei Kindern und Jugendlichen gebe es noch nicht. "Auch wenn bereits einige unserer Patienten mit Omikron infiziert waren, war der Verlauf nicht von dem der Delta-Variante zu unterscheiden", sagte der stellvertretende Direktor der Kinderheilkunde im Haunerschen Kinderspital, Johannes Hübner.

In den vergangenen zwei Jahren wurden auf den Intensivstationen des LMU Klinikums 570 Corona-Patienten behandelt. Im Schnitt waren sie 61,4 Jahre alt, 70 Prozent waren Männer. Die mittlere Liegedauer auf der Intensivstation betrug 16,7 Tage - bei sonstigen Erkrankungen liegt der Schnitt bei etwa vier Tagen. Ein Corona-Patient war sogar 160 Tage auf der Intensivstation - er sei mittlerweile nach Hause entlassen. 94 Patienten wurden an der künstlichen Lunge behandelt, meist die letzte Option. 38 Patienten überlebten; zwei werden noch behandelt.

Inzidenz in Bayern stark gestiegen

Mittwoch, 26. Januar, 6.53 Uhr: Die Inzidenz in Bayern ist abermals deutlich gestiegen: Sie liegt am Mittwoch bei 1068,0, am Vortag lag sie nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) bei 984,1. Ingesamt 41 der 96 Landkreise und kreisfreien Städte sind über die 1000er-Marke geklettert, viele von ihnen deutlich. Die Gesundheitsämter in Bayern meldeten dem RKI 31 797 neue Fälle in den vergangenen 24 Stunden, rund die Hälfte mehr als am Vortag. 21 Menschen starben im gleichen Zeitraum am oder mit dem Coronavirus.

Die höchsten Inzidenzwerte melden die Landkreise Dachau (1997,2), die Stadt München (1763,1) sowie die Stadt Rosenheim mit 1545,8 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen. Den geringsten Wert meldet der Landkreis Coburg mit 377,7. Auf den Intensivstationen steigt die Zahl der Corona-Patienten wieder leicht. Waren am Montagfrüh noch 330 Corona-Patienten auf Intensivstationen im Freistaat, sind es am Mittwochfrüh 340.

Bayern lässt Zusammenarbeit mit Luca-App auslaufen

Dienstag, 25. Januar, 17.38 Uhr: Bayern steigt aus der Luca-App zur Rückverfolgung von Kontakten in der Corona-Pandemie aus. Der Freistaat werde den Vertrag zum 5. April auslaufen lassen, teilten Gesundheits- und Digitalministerium am Dienstag mit. Man setze im Kampf gegen die Corona-Pandemie stattdessen künftig auf eine anonymisierte Kontaktverfolgung und die Weiterentwicklung der Corona-Warn-App. Andere Länder verfahren schon genauso oder haben dies angekündigt.

Als Grund nannten die beiden Ministerien die rasante Ausbreitung der Omikron-Variante, die eine individualisierte Nachverfolgung von Kontaktpersonen durch die Gesundheitsämter deutlich erschwere. Eine Kontaktdatenerfassung per Luca-App sei deshalb nicht mehr angezeigt. Das Ende der Zusammenarbeit sei "auf der Grundlage einer genauen Nutzenbewertung" beschlossen worden, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) und empfahl stattdessen die Corona-Warn-App. Sie stärke die in der aktuellen Omikron-Welle mit hohen Infektionsraten besonders wichtige Eigenverantwortung jedes Einzelnen. "Denn sie versetzt die Nutzer in die Lage, sich unverzüglich selbst wirksam zu schützen und andere zu warnen."

Bayern hatte zum 6. April 2021 eine Lizenz über zwölf Monate für die landesweite Nutzung der Luca-App erworben. Im Falle einer bestätigten Covid-19-Infektion konnten die Gesundheitsämter die mit der App erfassten Kontaktdaten der infizierten Person, etwa in Restaurants oder Kinos, abfragen und weitere Kontaktpersonen verständigen.

Bayern erlaubt wieder Fans in Sportstadien

Dienstag, 25. Januar, 12.18 Uhr: Das bayerische Kabinett hat Lockerungen bei den Zuschauergrenzen für Sport- und Kulturveranstaltungen beschlossen. Wie Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) mitteilte, sollen zum Beispiel Fußballspiele wieder vor Publikum stattfinden dürfen. Seit Dezember waren Zuschauer bei Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern verboten, nun sollen Stadien bereits von Donnerstag an wieder bis zu 25 Prozent ihrer Zuschauerränge belegen können, maximal dürfen 10 000 Menschen ein Spiel besuchen. Damit setzt sich Bayern, wie andere Bundesländer auch, über im Dezember getroffene Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz hinweg.

Auch Kultureinrichtungen wie Theater oder Kinos sollen ihre Säle künftig stärker auslasten können. Statt der bislang erlaubten Zuschauergrenze von 25 Prozent soll nach den Beschlüssen der Staatsregierung die Hälfte der Plätze belegt werden dürfen - "eine moderate Anhebung", wie Herrmann betonte. Die 2-G-plus-Regel für den Besuch im Theater oder Kino soll jedoch weiterhin gelten.

Wie Herrmann mitteilte, bleibe auch die Hotspot-Regelung ab einer Inzidenz von 1000 ausgesetzt, außerdem solle die Jugendarbeit erleichtert werden. Minderjährige Schülerinnen und Schüler, die regelmäßig in der Schule getestet werden, müssen nun keinen Impfnachweis und keinen weiteren Test mehr vorlegen. Die erleichterten Zugangsregeln sollen von Donnerstag an gelten.

Herrmann betonte, dass Bayern durch bislang strengere Maßnahmen ein "höheres Schutzlevel" erreicht habe als andere Bundesländer. Die Beschlüsse seien auch vor dem Hintergrund einer sinkender Intensivbettenbelegung trotz steigender Fallzahlen in der Omikron-Welle zu verstehen. Gesundheitsminister Klaus Holetschek sprach von einer "Entkoppelung" zwischen den Fallzahlen und der Auslastung von Intensivstationen.

Mit den Lockerungen setzt Bayern ein anderes Signal als jenes, das am Montagabend vom Bund-Länder-Treffen in Berlin ausging. Dort hatten sich Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und die 16 Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder darauf geeinigt, keine Verschärfungen, aber auch keine Lockerungen der Corona-Maßnahmen vorzunehmen.

Inzidenz in Bayern erneut sprunghaft gestiegen

Dienstag, 25. Januar, 7.12 Uhr: Die Inzidenz in Bayern ist deutlich gestiegen: Sie liegt am Dienstag bei 984,1, am Vortag lag sie nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) bei 922,2. Ingesamt 30 der 96 Landkreise und kreisfreien Städte sind über die 1000er-Marke gerutscht. Die Gesundheitsämter in Bayern meldeten dem RKI 20 681 neue Fälle in den vergangenen 24 Stunden. 28 Menschen starben im gleichen Zeitraum am oder mit dem Coronavirus.

Die höchsten Inzidenzwerte melden die Landkreise Dachau (1790,3), die Stadt München (1581,9) sowie der Landkreis Erding mit 1393,9 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen. Den geringsten Wert meldet der Landkreis Aschaffenburg mit 340,1. Auf den Intensivstationen steigt die Zahl der Corona-Patienten wieder leicht. Waren am Montagfrüh noch 330 Corona-Patienten auf Intensivstationen im Freistaat, sind es am Dienstagfrüh 334.

Erneut zahlreiche Demos von Gegnern der Corona-Politik in Bayern

Dienstag, 25. Januar, 7.03 Uhr: Am Montagabend sind in zahlreichen bayerischen Orten wieder Menschen gegen die aktuelle Corona-Politik auf die Straße gegangen. Die Zahl der Teilnehmer ging erneut in die Zehntausende, wie die bayerischen Polizeipräsidien am Montagabend zunächst einschätzten. Gezählt wurden weit mehr als hundert Versammlungen.

Die größte Demonstration im Freistaat fand demnach wie bereits an den vergangenen Montagen in Nürnberg statt. Dort protestierten laut Polizei etwa 4400 Menschen. Weitere größere Demos gab es zum Beispiel in Augsburg (rund 2500 Teilnehmer), Kempten (2500), Bamberg (2200), Bayreuth (1500), Landshut (1500) und Erding (1300). Darüber hinaus meldeten die Präsidien zahlreiche weitere Proteste mit teils mehreren hundert Teilnehmern. Beispielsweise das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West in Kempten sprach in einer ersten Einschätzung von insgesamt rund 8700 Teilnehmern bei 29 Versammlungen, in Mittelfranken wurden insgesamt 8500 Teilnehmer bei 33 Veranstaltungen gemeldet.

Erneut gab es viele nicht angemeldete Versammlungen. Vereinzelt musste die Polizei eingreifen - etwa bei der Demo in Landshut gab es Platzverweise und gut 40 Ordnungswidrigkeiten - insgesamt war aber von überwiegend friedlichen und störungsfreien Verläufen die Rede. In einigen Städten gab es Gegenprotest, etwa in Landshut oder Bayreuth.

Söder will wieder mehr Zuschauer bei Sport- und Kulturveranstaltungen zulassen

Montag, 24. Januar, 20.03 Uhr: Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat nach den Bund-Länder-Beratungen seine Zusage für Lockerungen bei Sport- und Kulturveranstaltungen in Bayern erneuert. Man werde in beiden Bereichen mehr Zuschauer zulassen- jeweils unter 2-G-plus-Bedingungen und mit Maskenpflicht, sagte Söder am Montagabend im BR Fernsehen. Die Details will das Kabinett bereits an diesem Dienstag beschließen. Ob und für welche Profi-Ligen dies gelten soll, ließ Söder noch offen. "Wir werden einige Anpassungen vornehmen, weil es nicht mehr verhältnismäßig ist, bei einer doch so geringen Gesundheitsbelastung in den Krankenhäusern die gleichen Regeln zu haben", sagte Söder.

Für den Kulturbereich hatte Söder bereits angekündigt, statt 25 voraussichtlich wieder 50 Prozent Zuschauer-Auslastung zuzulassen. Für welche Sport-Events er Lockerungen will und mit wie vielen Zuschauern, dazu sagte Söder am Montag zunächst weiterhin nichts. Söder argumentierte aber: "Die Mehrzahl der Bundesländer, denken wir beispielsweise an den Fußball, hat die ganze Zeit Zuschauer, und zwar zum Teil viele." In einzelnen Bundesländern gebe es bis zu 15 000 Zuschauer, in Berlin seien es zuletzt einige 1000 gewesen.

In der aktuellen bayerischen Corona-Verordnung heißt es, einem Bund-Länder-Beschluss vom Dezember folgend: "Zu großen überregionalen Sport-, Kultur- und vergleichbaren Veranstaltungen sind Zuschauer nicht zugelassen." Für alle anderen Veranstaltungen gilt, dass maximal 25 Prozent der Zuschauer-Kapazitäten genutzt werden dürfen.

Wegen rasant steigender Zahlen: Gesundheitsamt in Schweinfurt kommuniziert künftig per E-Mail statt telefonisch

Montag, 24. Januar, 19.21 Uhr: Angesichts steigender Fallzahlen werden positiv auf Covid-19 getestete Personen in Stadt und Landkreis Schweinfurt künftig wenn möglich per E-Mail benachrichtigt. "Die massive, bundesweite Zuspitzung der Fallzahlen macht sich auch deutlich in der Region Schweinfurt bemerkbar", teilte das Landratsamt Schweinfurt am Montag mit. Das dortige Gesundheitsamt ist für Kreis und Stadt zuständig. Um Positiv-Getestete trotzdem schnell benachrichtigen und isolieren zu können, setzt man ab sofort auf eine automatische Benachrichtigung per E-Mail.

Bislang waren Menschen mit positivem Testergebnis telefonisch kontaktiert worden. Das ist auch weiter der Fall, wenn dem Gesundheitsamt keine E-Mail-Adresse vorliegt. Man bitte Personen mit positivem PCR- oder Schnelltest-Befund, sich selbstständig zu isolieren und das E-Mail-Postfach einschließlich Spam-Ordner regelmäßig zu sichten, teilte das Landratsamt mit. Auch bei einem positiven Selbsttest solle man sich in Isolation begeben und das Testergebnis über ein Meldeformular an das Gesundheitsamt schicken. In Stadt und Landkreis waren am Montag insgesamt mehr als 400 Neuinfektionen gemeldet worden. Im Kreis lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei 904,4, in der Stadt bei 1024,0.

Wahl zur Bierkönigin wegen Pandemie abgesagt

Montag, 24. Januar, 18.04 Uhr: Der Bayerische Brauerbund hat wegen der Corona-Pandemie die Wahl der Bayerischen Bierkönigin abgesagt. Damit bleibe die derzeitige Bierkönigin Sarah Jäger bis Mai 2023 im Amt, teilte der Brauerbund am Montag in München mit. Man wünsche sich für die Kandidatinnen eine hochwertige Veranstaltung vor großem Publikum, sagte Präsident Georg Schneider. Genau das könne im Moment aber nicht garantiert werden. Auch das für Februar geplante persönliche Casting mit den Bewerberinnen könne unter den aktuellen Umständen nicht wie geplant stattfinden.

Seit dem Jahr 2001 kürt der Bayerische Brauerbund die Bayerische Bierkönigin bei einem großen Festabend. Dieser war für den 19. Mai 2022 geplant. Im vergangenen Mai hatte sich Sarah Jäger aus dem oberpfälzischen Schwandorf bei der Abstimmung durchgesetzt.

Inzidenz bei Kindern in Bayern steigt über 2000

Montag, 24. Januar, 15.32 Uhr: Die Corona-Inzidenz bei Kindern und Jugendlichen in Bayern nimmt rasant zu. Für die vergangenen sieben Tagen liegt sie in der Altersgruppe sechs bis elf Jahre bei 2187, wie das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Montag mitteilte. Das ist mehr als eine Verdoppelung im Vergleich zur vor einer Woche ausgewiesenen Inzidenz und der mit Abstand höchste je in Bayern gemeldete Wert.

Den drastischsten relativen Anstieg gab es bei Kindern bis fünf Jahren. Hier sprang die Inzidenz von 376 vor einer Woche auf 1204. Das ist mehr als eine Verdreifachung. Auch die Altersgruppen der Zwölf- bis 15-Jährigen mit 1565 und der 15- bis 19-Jährigen mit 1596 weisen Werte weit über dem Durchschnitt auf. Das Wachstum fällt hier allerdings geringer aus.

Die niedrigsten Inzidenzen gibt es in den Altersgruppen ab 80 sowie 60 bis 79 mit Werten von 193 und 270. Auch hier stiegen die Zahlen aber deutlich an. Über alle Altersgruppen hinweg ermittelte das LGL einen Inzidenzwert von 929. Die leichte Abweichung zum RKI-Wert von 922,2 ergibt sich durch einen etwas späteren Stichzeitpunkt für die Zählung. Zu den hohen Werten bei Kindern und Jugendliche könnte auch beitragen, dass es in Schulen sowie bei Kindergartenkindern eine Verpflichtung zu regelmäßigen Tests gibt. Symptomlose Infektionen werden dadurch leichter entdeckt.

Bayerns Abgeordnete noch unschlüssig beim Thema Impfpflicht

Montag, 24. Januar, 10.54 Uhr: Ein großer Teil der aus Bayern stammenden Bundestagsabgeordneten hat zum Thema Impfpflicht noch keine eindeutige Meinung. Dies geht aus einer Umfrage des Radiosenders Antenne Bayern hervor. Demnach sprachen sich 29 Prozent für eine allgemeine Corona-Impfpflicht ab 18 Jahren aus, 18 Prozent sind dagegen. Die Mehrheit - 39 Prozent - hat sich bislang keine abschließende Meinung gebildet und will erst noch die Debatten im Parlament abwarten. 14 Prozent antworteten auf die Anfrage des Radiosenders nicht oder gaben an, sich nicht äußern zu wollen.

Bei den Parteien gibt es der Auswertung zufolge große Unterschiede. Während sich bei der CSU von 33 Politikern, die geantwortet haben, 22 noch nicht festgelegt haben, sprachen sich bei der SPD 16 (bei 22 Antworten) für eine Impfpflicht aus. Bei der AfD waren alle Abgeordneten, die eine Antwort abgaben, gegen eine Impfpflicht.

Inzidenz in Bayern steigt - 25 Kreise über 1000

Montag, 24. Januar, 6.54 Uhr: Die Inzidenz in Bayern steigt weiter - am Montag liegt sie nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bei 922,2 - am Freitag hatte sie noch bei 755,0 gelegen. 25 der 96 Landkreise und kreisfreien Städte sind über die 1000er-Marke gerutscht. Die Gesundheitsämter in Bayern meldeten dem RKI 14 847 neue Fälle in den vergangenen 24 Stunden. Fünf Menschen starben im gleichen Zeitraum am oder mit dem Coronavirus.

Die höchsten Inzidenz-Werte melden die Landkreise Erding (1473,1), Bad Tölz-Wolfratshausen (1431,2) und Ebersberg (1408,1). Danach folgt die Stadt München mit 1406,9 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen. Den geringsten Wert meldet der Landkreis Kronach mit 349,6. Auf den Intensivstationen sank die Zahl der Corona-Patienten weiter: Das Divi-Intensivregister meldete am Montag (Stand 7.05 Uhr) 330 Corona-Patienten auf Intensivstationen im Freistaat, das sind 75 weniger als am Montag der Vorwoche. 179 von ihnen mussten invasiv beatmet werden, 245 waren es sieben Tage zuvor.

Bei 25 Millionen Impfdosen: Vier Impfschäden anerkannt

Sonntag, 23. Januar, 17.16 Uhr: Mehr als ein Jahr nach Impfstart gegen das Coronavirus ist ein dauerhafter impfbedingter Gesundheitsschaden bisher bei vier Menschen in Bayern anerkannt worden. Drei weitere Anträge seien abgelehnt, zwei zurückgenommen worden. 263 Anträge würden noch bearbeitet (Stichtag: 17. Januar), teilte das zuständige Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS) in Bayreuth mit.

Seit dem Start der Impfkampagne im Freistaat sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) fast 25 Millionen Impfdosen gegen Covid-19 verabreicht worden. Welche Impfschäden die vier Betroffenen erlitten haben, konnte die Behörde aus Datenschutzgründen nicht mitteilen. Ein Impfschaden ist laut Infektionsschutzgesetz "die gesundheitliche und wirtschaftliche Folge einer über das übliche Ausmaß einer Impfreaktion hinausgehenden gesundheitlichen Schädigung durch die Schutzimpfung" (§2).

"Ein zufälliger zeitlicher Zusammenhang zwischen einer Impfung und einer Erkrankung reicht nicht aus", erklärt ZBFS-Sprecher Benjamin Vrban. Das für die Sicherheit von Impfstoffen zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI) verweist darauf, dass unerwünschte Reaktionen im zeitlichen, nicht aber unbedingt im ursächlichen Zusammenhang mit einer Impfung gemeldet würden. Ob eine Reaktion tatsächlich eine Folge der Impfung ist, könnten nur Studien beweisen. "Nach derzeitigem Kenntnisstand sind schwerwiegende Nebenwirkungen sehr selten und ändern nicht das positive Nutzen-Risiko-Verhältnis der Impfstoffe." Dass sehr seltene Impfkomplikationen über einen langen Zeitraum andauerten, ist laut PEI "die absolute Ausnahme".

Impfgegnerinnen und Impfgegner verunsichern einige Menschen mit Berichten über angebliche Impfschäden. Typische Beschwerden nach einer Impfung sind laut Deutscher Gesellschaft für Immunologie Schmerzen an der Einstichstelle, Abgeschlagenheit und Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Schüttelfrost und Fieber. "Diese Reaktionen sind Ausdruck der erwünschten Auseinandersetzung des Immunsystems mit dem Impfstoff und klingen in der Regel nach wenigen Tagen komplett ab", heißt es vom RKI. Wenn Beschwerden länger als ein paar Tage andauerten, außergewöhnlich stark sind oder Komplikationen auftreten wie neurologische Störungen oder Herzmuskelentzündungen, sollte man zum Arzt gehen, rät ZBFS-Sprecher Vrban. "Wenn sich der Verdacht des Vorliegens eines Impfschadens erhärtet, sollte möglichst zeitnah ein Antrag bei uns gestellt werden."

Einzelhändler: Unterschiedliche Corona-Regeln kosten Umsatz

Sonntag, 23. Januar, 16.11 Uhr: Einzelhändler im Südwesten beklagen, dass Bayern wegen gelockerter Corona-Regeln fürs Shopping attraktiver wird. "Die Situation ist absurd", kritisierte Herman Hutter, Präsident des Handelsverbands Baden-Württemberg (HBW), am Sonntag in Stuttgart. Während Kundinnen und Kunden in Ulm weiterhin die 2G-Vorgaben erfüllen müssten, gebe es jenseits der Landesgrenze im benachbarten Neu-Ulm keine Zugangsbeschränkungen mehr.

"Dieser Zustand ist nicht tragbar und führt dazu, dass dem ohnehin schon stark angeschlagenen baden-württembergischen Einzelhandel dringend benötigter Umsatz verloren geht", sagte Hutter. Die Lage führt demnach dazu, dass Kunden aus grenznahen Gebieten mehr als bisher in Bayern einkaufen. Die 2G-Regel gestattet in großen Teilen des Einzelhandels nur Geimpften und Genesenen den Zutritt. Bayern hatte in der vergangenen Woche nach einem Gerichtsurteil die 2G-Regel im Einzelhandel ausgesetzt.

Inzidenz steigt auf 863,9 - Infektiologe plädiert für Hotspot-Regel

Sonntag, 23. Januar, 7.05 Uhr: Immer mehr Menschen infizieren sich in Bayern mit dem Coronavirus. Das Robert-Koch-Institut meldete am Sonntag weitere 15 925 Fälle, die Sieben-Tage-Inzidenz liegt demnach bei 863,9. Zwar bedeutet die Marke von 1000 keine neuerlichen Lockdown-Maßnahmen mehr, dennoch beobachten manche Experten mit Sorge, wie viele Kommunen bereits darüberliegen - am Sonntag meldete das RKI 20 Städte und Landkreise mit einer Inzidenz teils deutlich über 1000.

Der Infektiologe Chefarzt Clemens Wendtner hält bei hohen Infektionszahlen Einschränkungen weiter für notwendig und plädiert für ein Beibehalten der Regelung zu regionalen Lockdowns. Es sei davon auszugehen, dass die Omikron-Welle wegen der höheren Infektiosität schnell durchlaufen werde und der Peak im Februar und März erreicht werde, sagte Wendtner. In dieser Zeit müsste versucht werden, die Infektionszahlen nicht zu extrem werden zu lassen, um die Kliniken nicht zu überlasten. Das gelte bei Omikron für die Intensivstationen, aber auch mehr und mehr für die Normalstationen, die stärker in den Blick genommen werden müssten.

Das bayerische Kabinett will nächste Woche über mögliche neue Hotspot-Regelungen wie auch über gewisse Erleichterungen entscheiden. Zwar gilt als weiterer Parameter für Einschränkungen die Belegung der Krankenhäuser und insbesondere der Intensivstationen - da diese aber erst mit Verzögerung steigt, hält Wendtner die Inzidenz weiter für eine "seismographische Größe", die bei Entscheidungen beachtet werden muss. Zudem liegen immer noch Patienten aus der Delta-Welle auf den Intensivstationen.

Tausende Menschen demonstrieren in Bayern gegen Corona-Maßnahmen

Samstag, 22. Januar, 22.30 Uhr: Zahlreiche Menschen haben in mehreren bayerischen Städten gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen demonstriert. Zu den größten Protesten kam es in Ansbach mit 2500 und in Regensburg mit etwa 2300 Teilnehmern. In Passau und Straubing fanden jeweils Demonstrationen mit etwa 60 Teilnehmern statt, wie die Polizei mitteilte. An einem Auto-Korso in München, der an der Theresienwiese startete, hätten circa 70 Personen in 50 Fahrzeugen teilgenommen.

In weiteren Städten habe es zudem kleinere Demonstrationen mit jeweils etwa einem Dutzend Teilnehmern gegeben. Zum Abend zog die Polizei eine positive Bilanz: Die Proteste seien größtenteils friedlich verlaufen. Die angeordnete Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske sei in Ansbach und Regensburg vom überwiegenden Teil der Teilnehmer während des Aufzugs eingehalten worden, ebenso die vorgeschriebenen Mindestabstände.

In Regensburg hätten Gegendemonstranten allerdings versucht, den Protestzug mit dem Motto "Für freie Impfentscheidung" durch Blockaden zu stören. Drei Gegendemonstranten seien in Folge in Gewahrsam genommen worden. Zudem sei ein Gegendemonstrant wegen Beleidigung und mehreren Angriffen auf Polizeibeamte festgenommen worden. Bei einem Gegendemonstranten sei außerdem Schutzbekleidung gefunden worden, weshalb gegen diesen ein Ermittlungsverfahren wegen eines Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz eingeleitet worden sei.

Insgesamt hätten bayernweit etwa 700 Menschen an Gegendemonstrationen teilgenommen. Für den weiteren Abend erwartete die Polizei vereinzelt Proteste bei sogenannten Spaziergängen von Gegnern der Corona-Maßnahmen.

Inzidenz steigt auf 822,8 im Freistaat

Samstag, 22. Januar, 9.25 Uhr: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Bayern steigt weiter rapide schnell an. Noch am Freitag lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei 755,0, am Samstag meldete das Robert-Koch-Institut 822,2. Das entspricht 20 505 neu gemeldeten Fällen in den vergangenen 24 Stunden. Inzwischen liegen 18 Städte und Landkreise in Bayern über der Inzidenz-Marke von 1000, weil die sogenannten Hotspot-Regel des Freistaats weiter ausgesetzt bleibt, gibt es in diesen Kommunen aber keine rechtlichen Konsequenzen.

Den höchsten Inzidenzwert verzeichnet der Landkreis Dachau mit 1392,5, am niedrigsten ist die Zahl der Neuinfektionen dem RKI zufolge im Landkreis Coburg, dort liegt der Wert bei 318,8.

Corona-Schuljahr: Weniger Wiederholer in Bayern

Freitag, 21. Januar, 20.27 Uhr: Während der Corona-Pandemie ist die Zahl der Wiederholer an Bayerns Schulen zurückgegangen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts lag dies unter anderem an den veränderten Versetzungsregelungen, die wegen Corona nicht mehr nur an die schulische Leistung geknüpft waren. Wie das Amt am Freitag berichtete, sank die Quote der Wiederholer an Bayerns allgemeinbildenden Schulen von 3,8 Prozent im Schuljahr 2019/2020 auf 2,8 Prozent im Schuljahr 2020/2021. Im Vergleich zu den anderen Bundesländern ist die Quote wie in den Vorjahren in Bayern am höchsten. 26 500 Schülerinnen und Schüler besuchten dort im Schuljahr 2020/2021 erneut ihre Klassenstufe. Am niedrigsten war die Quote in Berlin, hier wiederholten nur 2500 Schülerinnen und Schüler die Klassenstufe, weniger als ein Prozent. Die Versetzung wird in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich geregelt. Bundesweit waren 58 Prozent der Wiederholer männlich. Die durchschnittliche Klassengröße in Bayern lag - über alle Schulformen hinweg - im Schuljahr 2020/2021 mit 21,2 Schülerinnen und Schüler unter der bundesweiten durchschnittlichen Klassengröße (24).

Söder für Erleichterungen bei den Corona-Maßnahmen

Freitag, 21. Januar, 12.57 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) plädiert trotz steigender Infektionszahlen für einige Erleichterungen bei den Corona-Maßnahmen. Nach der CSU-Vorstandssitzung am Freitagvormittag sagte er: "Es ist nicht sinnvoll, jetzt zu verschärfen." Söder kündigte an, bei Kulturveranstaltungen in der kommenden Woche statt 25 Prozent wieder 50 Prozent der Zuschauer zuzulassen, es soll weiterhin 2-G-plus gelten. Zudem forderte er, dem Profisport eine Perspektive zu geben. Es könne nicht sein, dass in Hamburg Zuschauer im Stadion seien, in München jedoch keine. Für einen Besuch in der Gastronomie soll weiterhin ein 2-G-Nachweis ausreichen. Für Kinder und Jugendliche soll es bei der Beschäftigung am Nachmittag Lockerungen geben.

Söder sagte: "Die Zahlen steigen sprunghaft an, es gibt aber immer noch keinen Anlass für Panik und Hysterie." Die Omikron-Variante führe allem Anschein nach zu milderen Verläufen, die Zahl der Booster-Impfungen steige, das Gesundheitssystem in Bayern sei derzeit nicht überlastet. Wie schon in den vergangenen Tagen betonte der Ministerpräsident: "Wir wollen Vorsicht weiter, aber mit Augenmaß."

Söder kritisierte erneut, dass die Bundesregierung keinen eigenen Gesetzesentwurf für eine allgemeine Impfpflicht vorlegen will. Die Abstimmung über Gruppenanträge von Abgeordneten könne zu "Zufallsmehrheiten" im Bundestag führen, warnte Söder. Er plädierte dafür, die Zeitpunkte für die Einführung einer Impfpflicht für Personal von Pflegeeinrichtungen sowie einer allgemeinen Impfpflicht zusammenzulegen. Andernfalls drohten weitere Personalprobleme in der Pflege.

Verbände fordern Priorisierung von Lehrpersonal bei PCR-Tests

Freitag, 21. Januar, 12.50 Uhr: Die bayerische Lehrervertretung abl fordert, Lehrkräfte zur kritischen Infrastruktur zu rechnen und bei PCR-Tests zu priorisieren. So solle Präsenzunterricht in der fünften Welle der Pandemie möglich bleiben, teilte Michael Schwägerl, Präsident der abl (Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände) am Freitag mit.

Mit explodierenden Corona-Fallzahlen steige auch die Zahl an Lehrerinnen und Lehrern in Quarantäne oder Isolation. Zusätzlich herrsche ohnehin Personalmangel. Das bringe Schulen an ihre Grenzen, manche schickten bereits Kinder eher nach Hause. Die abl will erreichen, dass sich das Personal freitesten und zeitnah wieder unterrichten kann. Derzeit ist es schwer, an PCR-Tests zu kommen, Labore arbeiten wegen der hohen Nachfrage an ihren Kapazitätsgrenzen.

AfD begrüßt unangemeldete Corona-Proteste

Freitag, 21. Januar, 12.44 Uhr: Die Landtags-AfD hat sich auf ihrer Winterklausur ausdrücklich mit den unangemeldeten Protesten gegen Corona-Maßnahmen solidarisiert. Man stehe "zu den friedlichen Spaziergängen der besorgten Bürger", sagte Fraktionschef Ulrich Singer am Freitag in München. Die AfD kritisierte einmal mehr die ihrer Ansicht nach unverhältnismäßigen Anti-Corona-Maßnahmen. Einiges davon sei nicht mehr rechtmäßig, das habe die gerichtlich gestoppte 2G-Regel im Einzelhandel gezeigt, sagte Co-Fraktionschef Christian Klingen.

TK: Kinderkrankengeld-Anträge in Bayern mehr als verdoppelt

Freitag, 21. Januar, 11.07 Uhr: Versicherte der Techniker Krankenkasse (TK) in Bayern haben 2021 fast eineinhalbmal so oft Kinderkrankengeld beantragt wie im Jahr zuvor. Es habe 90 822 Anträge gegeben, "das ist ein Zuwachs um knapp 140 Prozent gegenüber dem Jahr 2020", sagte TK-Bayern-Leiter Christian Bredl laut Mitteilung vom Freitag. Das ist ein höherer Anstieg als im bundesweiten Schnitt (123 Prozent). Nur in Hamburg (189 Prozent), Nordrhein-Westfalen (168 Prozent) und Hessen (143 Prozent) war der Anstieg demnach größer als im Freistaat.

Gut vier von zehn Anträge hängen laut TK mit den Corona-Sonderregeln für das Kinderkrankengeld zusammen. Wegen der Pandemie war die Zahl der Kinderkrankentage im vergangenen Jahr von sonst 10 auf 30 pro Elternteil verdreifacht worden. Alleine die Einführung dieser Regelung habe 2021 38 000 Anträge ausgelöst, teilte die TK mit. Mit mehr als 28 000 wurden fast drei Viertel dieser coronabedingten Anträge in den Monaten Januar bis April gestellt.

Inzidenz in Bayern steigt - Elf Kreise über 1000

Freitag, 21. Januar, 6.47 Uhr: Die Inzidenz in Bayern steigt weiter - am Freitag liegt sie nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bei 755,0. Elf der 96 Landkreise und kreisfreien Städte sind über die 1000er-Marke gerutscht, darunter München, Ingolstadt und Schweinfurt. Am Donnerstag lag der Wert bei 661,2. Die Gesundheitsämter in Bayern meldeten dem RKI 25 014 neue Fälle in den vergangenen 24 Stunden. 30 Menschen starben im gleichen Zeitraum am oder mit dem Coronavirus - insgesamt sind es seit Pandemiebeginn 20 266 Tote.

Die höchsten Inzidenz-Werte melden die Landkreise Dachau (1288,1), Ebersberg (1178,4) und der Landkreis München (1153,0). Die Stadt München weist 1122,4 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen auf. Den geringsten Wert meldet der Landkreis Coburg mit 269,1. Auf den Intensivstationen macht sich die neue Welle bisher nicht besonders stark bemerkbar. Nach Angaben der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin lagen Freitagfrüh 348 Covid-Patienten auf Intensivstationen in Bayern.

Ab sofort wieder FFP2-Maskenpflicht in Plenarsitzungen des Landtags

Donnerstag, 20. Januar, 17.44 Uhr: Angesichts der sich rasant ausbreitenden Omikron-Welle werden die Corona-Regeln im bayerischen Landtag weiter verschärft. Neben der 3G-Regel - Zugang nur für Geimpfte, Genesene oder Getestete - ordnete Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) am Donnerstag wieder eine FFP2-Maskenpflicht in Plenarsitzungen an. Abgeordnete, die keinen 3G-Nachweis erbringen können oder wollen, müssen weiterhin auf der Tribüne Platz nehmen, können aber auch von dort aus sprechen.

"FFP2-Masken schützen gerade vor der Omikron-Variante sehr gut, wie aktuelle Studien zeigen", sagte Aigner. "Sie helfen uns deshalb entscheidend dabei, dass der Bayerische Landtag handlungsfähig bleibt und gerade in der jetzigen Phase die notwendigen Debatten hier im Parlament geführt werden können." Zugleich rief die Parlamentspräsidentin alle Abgeordneten auf, vor den Sitzungen einen PCR-Test zu machen.

Das Plenum soll nach einem Beschluss des Ältestenrats vom Donnerstag bis Ende Februar in reduzierter Besetzung tagen, aber aus Gründen der Geschäftsordnung mindestens mit der Hälfte der Abgeordneten. Auch die Ausschüsse sollen bis Ende März in reduzierter Besetzung mit elf Abgeordneten tagen.

"Dramatischer Rückgang" der Besucherzahlen - Museen fordern Ende von 2-G-plus

Donnerstag, 20. Januar, 11.40 Uhr: Wegen stark eingebrochener Besucherzahlen fordern die Museen in Bayern eine Lockerung der strengen Zugangsregeln. Die Museen seien durch die Einführung der 2-G-plus-Regeln sehr stark in Mitleidenschaft gezogen worden, kritisierte die Arbeitsgemeinschaft der Museen in Bayern in einem Offenen Brief am Donnerstag. Es gebe einen "dramatischen Rückgang" bei den Besuchern in allen Häusern.

Viele Museen im Freistaat kämen deshalb an die Grenzen ihrer Handlungsfähigkeit, heißt es weiter. "Unser kulturelles Angebot ist, wie das der Theater und das aller sonstigen kulturellen Einrichtungen, ein Grundpfeiler unseres kulturellen Selbstverständnisses."

Während für die Gastronomie mit der 2-G-Regel ein Sonderweg eingeschlagen worden sei, habe man den Museen weiterhin einen Quasi-Lockdown verordnet. So komme es in vielen Häusern zu der paradoxen Situation, dass im Museumscafé 2G herrsche, während an der Museumstür 2-G-plus verlangt werde. Die Vertreter der bayerischen Museen fordern in dem Schreiben "ein Ende der Ungleichbehandlung". Die Museen hätten in jeder Phase der Corona-Wellen stets sehr verantwortungsvoll und umsichtig gehandelt.

Inzidenz in Bayern steigt - Drei Kreise über 1000

Donnerstag, 20. Januar, 6.37 Uhr: Die Inzidenz in Bayern steigt weiter - am Donnerstag rutschen erstmals im neuen Jahr drei Landkreise über die Marke von 1000. Die vom Robert Koch-Institut gemeldete Corona-Inzidenz ist indes so hoch wie nie zuvor im Freistaat. Mit einem Wert von 661,2 Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100 000 Einwohnerinnen und Einwohner am Donnerstagmorgen ließ sie den alten Höchstwert aus der Delta-Welle hinter sich. Am 26. November hatte die Inzidenz 652,5 betragen. Am Mittwoch lag der Wert bei 607,1. Die Gesundheitsämter in Bayern meldeten dem RKI 21 784 neue Fälle in den vergangenen 24 Stunden, das sind mehr als doppelt so viele wie am Tag zuvor (10 729). 22 Menschen starben im gleichen Zeitraum am oder mit dem Coronavirus - insgesamt sind es seit Pandemiebeginn 20 236 Tote.

Die höchsten Inzidenz-Werte melden die Landkreise Dachau (1076,0), Ebersberg (1032,7) und Bad Tölz-Wolfratshausen (1015,5). Die Stadt München folgt direkt darauf mit 986,4 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen. Den geringsten Wert meldet der Landkreis Coburg mit 210,2. Auf den Intensivstationen macht sich die neue Welle bisher nicht besonders stark bemerkbar. Nach Angaben der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin lagen Donnerstagfrüh 372 Covid-Patienten auf Intensivstationen in Bayern. Das ist nur etwas mehr als ein Drittel des Höchstwertes aus der Delta-Welle. Allerdings gibt es typischerweise einen Zeitverzug zwischen Infektionen und Intensivbehandlung.

Impfbetrug weiter stark verbreitet

Mittwoch, 19. Januar, 18.55 Uhr: Auch wenn im Januar zunächst ein Rückgang zu beobachten war - Fälle von Impfpassfälschungen gehören für die Polizei im Freistaat weiterhin zum Alltag. Insgesamt 4066 Anzeigen wegen Urkundendelikten im Zusammenhang mit der Corona-Impfthematik habe es bis zum Montag gegeben, teilte das Innenministerium mit. Dabei seien rund 5500 Impfpässe und -zertifikate sichergestellt worden. Einen falschen Impfstatus haben aber wohl weit mehr Menschen in Bayern: "Wir müssen leider von einem großen Dunkelfeld ausgehen", teilte das Ministerium mit.

Im Oktober wurden demnach 338, im November 1070 und im Dezember 1979 Fälle registriert. Dabei ging es etwa um gefälschte Aufkleber, Zertifikate, Etiketten, Stempel und Genesenennachweise. Insbesondere seit dem 24. November habe es einen starken Anstieg gegeben, teilte das Ministerium mit. An dem Tag trat ein neues Corona-Regelwerk in Kraft, das Strafbarkeitslücken in dem Bereich schließen sollte. Verfolgt wird seitdem etwa auch die Vorlage von falschen Gesundheitszeugnissen bei Apotheken oder auf der Arbeit - vorher war im Gesetz nur konkret von "Behörden oder Versicherungsgesellschaften" die Rede gewesen.

In den ersten beiden Januarwochen verzeichnete die Polizei mit 379 Fällen wieder einen Rückgang. Ein Großteil der gefälschten Impfpässe wird nach Erkenntnissen des Landeskriminalamts im Internet angeboten. Das kann im Darknet sein, aber auch "offen" auf Kanälen wie WhatsApp, Telegram oder Facebook. Dazu kommen demnach Einzelfälle, in denen auf Veranstaltungen mit Corona-Bezug gezielt potenzielle "Kunden" angeworben wurden. Vereinzelt wurden außerdem Ärzte erwischt, die Nachweise ausstellten, ohne ihre Patienten geimpft zu haben. Erst am vergangenen Donnerstag hatte es in so einem Fall eine großangelegte Razzia in vier Bundesländern bei etwa 100 Patienten eines schwäbischen Hausarztes gegeben. Es wurden rund 80 Impfausweise sichergestellt, zudem wurde bei etwa 50 Beschuldigten Blut abgenommen, um den Impfstatus zu klären.

In Niederbayern stehen seit Dezember zwei Ärztinnen im Verdacht, bei Impfgegnern die Impfpässe gefälscht und anderen Patienten verdünnten Impfstoff verabreicht zu haben. Im Oktober machten Ermittler Betrüger in München dingfest, die mithilfe der IT-Infrastruktur einer Apotheke gefälschte Impfzertifikate hergestellt haben sollen - allein innerhalb eines Monats mehr als 500 Stück. "Unsere Polizistinnen und Polizisten sind speziell ausgebildet, um Fälschungen von Impfnachweisen zu erkennen", teilte das Ministerium mit.

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