Süddeutsche Zeitung

Coronavirus-Newsblog für Bayern:Newsblog vom 26.07. bis zum 09.08.2021

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Sieben-Tage-Inzidenz nimmt weiter zu

Montag, 9. August, 7.20 Uhr: Auch am Montag nimmt der Inzidenzwert in Bayern weiterhin leicht zu und steht nun bei 15,9. Das Robert-Koch-Institut meldete 2081 Fälle in den vergangenen sieben Tagen. Die Inzidenz gibt an, wie viele Menschen pro 100 000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit Covid-19 infiziert haben - bei Städten und Landkreisen mit nur wenigen Einwohnern können die Zahlen also sprunghaft ansteigen.

So ist der Wert in der Stadt Aschaffenburg über die Marke von 50 gestiegen: 15 Neuinfektionen bedingten den Anstieg von 45,1 am Samstag auf 59,2 am Sonntag, am Montag sank der Wert wieder etwas auf 56,3. In Schweinfurt, wo am Samstag noch eine Inzidenz von Null gemeldet wurde, gibt es vier Neuinfektionen, der Inzidenzwert ist dadurch auf 7,5 gestiegen. Insgesamt befindet sich der Freistaat aber immer noch deutlich unter dem deutschlandweiten Inzidenzwert, dieser steht am Montag bei 23,1.

In allen bayerischen Kreisen hat es in den vergangenen sieben Tage Corona-Neuinfektionen gegeben. Damit weist - anders als in den vergangenen Tagen - kein Landkreis oder keine kreisfreie Stadt mehr eine Inzidenz von null auf.

Inzidenzwert am Sonntag bei 15,3

Sonntag, 8. August, 8.49 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz in Bayern steigt weiter moderat an. 423 Neuinfektionen meldet das Robert-Koch-Insitut am Sonntag, der Inzidenzwert liegt damit bei 15,3.

Landesamt: EM-Spiele in München waren kein Infektionsherd

Sonntag, 8. August, 7.18 Uhr: Die vier Spiele der Fußball-Europameisterschaft in München haben laut Gesundheitsministerium "keinen nennenswerten Beitrag zum Infektionsgeschehen im Freistaat" geleistet: Fünf Corona-Infektionen im Zusammenhang mit dem Besuch eines EM-Spiels in München seien dem Landesamt für Gesundheit (LGL) gemeldet worden. Mit Public-Viewing-Veranstaltungen rund um die Spieltage würden bayernweit 18 Corona-Fälle in Verbindung gebracht, sagte ein Ministeriumssprecher. Außerdem seien fünf Besucher eines EM-Spiels im Ausland anschließend positiv getestet worden.

Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) kritisierte, bei der Masken-Disziplin "gab es leider bei vielen Fans noch Luft nach oben". Auch wenn die wissenschaftliche Überwachung zeige, dass dieses sportliche Großereignis im Sommer "zu keinem relevanten Anstieg der Corona-Infektionszahlen beigetragen hat, bin ich der Auffassung, dass nach wie vor das Motto "Umsicht und Vorsicht" gelten muss", sagte er und mahnte: "Wir brauchen gerade im Herbst die strikte Einhaltung der Hygienekonzepte, wenn sich die Rahmenbedingungen durch möglicherweise steigende Fallzahlen, neue Virusvarianten und den vermehrten Aufenthalt in geschlossenen Räumen wieder ändern!"

Ein Ministeriumssprecher sagte, die Ergebnisse einer international besuchten europaweiten Sportveranstaltung im Juni bei sehr niedriger Inzidenz ließen sich nicht ohne weiteres auf Bundesligaspiele im Herbst oder andere sportliche und kulturelle Großveranstaltungen übertragen.

Das LGL hatte die Gesundheitsämter in Bayern und anderen Ländern aufgefordert, Corona-Erkrankungen im Zusammenhang mit dem Besuch eines EM-Spiels in München, im Ausland oder einer Public-Viewing-Veranstaltung zu melden. Aus anderen Bundesländern wurde kein Covid-Fall im Zusammenhang mit Stadionbesuchen gemeldet.

Sieben-Tage-Inzidenz im Freistaat liegt bei 14,2

Samstag, 7. August, 11.15 Uhr: In Bayern ist die Sieben-Tage-Inzidenz dem Robert-Koch-Institut zufolge erneut leicht angestiegen und liegt nun bei 14,2. Damit befindet sich der Freistaat aber immer noch deutlich unter dem deutschlandweiten Inzidenzwert, dieser steht momentan bei 21,2. Nur noch zwei bayerische Kommunen - die Städte Coburg und Schweinfurt - haben eine Inzidenz von 0,0 und gelten somit als coronafrei. Am höchsten sind die Wert im Landkreis Berchtesgadener Land mit 47,2 und in Aschaffenburg mit 45,1. Immerhin: Keine Kommune weist einen Wert über 50 aus, ab dem sich einige Maßnahmen wieder verschärfen würden, das trifft vor allem Testpflichten für verschiedene Aktivitäten.

Sibler: "Präsenzlehre ein Muss für das Wintersemester"

Freitag, 6. August, 19:30 Uhr: An den bayerischen Hochschulen zieht wieder Leben ein. Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) sagte am Freitag, Präsenzlehre sei "ein Muss für das Wintersemester". Der aktuelle Beschluss der Kultusministerkonferenz bestätige seine Linie, das Studium vor Ort wieder zum Regelfall zu machen: "Schließlich haben unsere Studentinnen und Studenten lange genug auf den direkten Kontakt vor Ort und den persönlichen Austausch verzichten müssen." Der unmittelbare Austausch und das Miteinander seien ein wichtiger Bestandteil von Studium, Forschung und Lehre.

Die Staatsregierung erlaubt den Hochschulen seit einer Woche bei einer Inzidenz bis 100 Präsenzveranstaltungen auch dann, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Studenten nicht durchgängig eingehalten werden kann. Es bleibt bei der FFP2-Maskenpflicht.

Holetschek: Pandemie-Maßnahmen nicht vorschnell aufgeben

Freitag, 6. August, 18:28 Uhr: Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat vor der Ministerpräsidentenkonferenz zur Corona-Lage vor der vorschnellen Aufgabe von Regelungen im Kampf gegen die Pandemie gewarnt. "Die Pandemie ist nicht vorüber", warnte der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz von Bund und Ländern am Freitag in München. "Die Pandemie wird nicht enden, weil wir gesetzlich ein Ende der Pandemie festlegen, wie das etwa die Freien Wähler glauben machen wollen", betonte Holetschek.

Er forderte den Bund auf, die sogenannte "epidemische Lage von nationaler Tragweite" über den 11. September hinaus zu verlängern. "Wir werden auch künftig, vor allem in den Herbst- und Wintermonaten, passende Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens brauchen. Dafür brauchen wir weiterhin eine Rechtsgrundlage", sagte Holetschek. Die Infektionszahlen seien jetzt höher als zum gleichen Zeitpunkt vor einem Jahr.

Die Eindämmungsmaßnahmen dürften nicht dem verständlichen Wunsch nach Normalität geopfert werden. "Wenn wir jetzt zu früh unseren Kurs der Umsicht und Vorsicht aufgeben, laufen wir Gefahr, dass uns die vierte Welle und noch stärker ansteigende Infektionszahlen wie ein Bumerang einholen", sagte Holetschek. Die Entwicklung in anderen Staaten zeige diese Gefahr eindrücklich. Die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten sowie Kanzlerin Angela Merkel (CDU) wollen an diesem Dienstag beraten.

Nur geimpft oder genesen ins Hotel? Dehoga skeptisch

Freitag, 6. August, 15.51 Uhr: Ein Hotelier aus Garmisch-Partenkirche will ab Oktober nur noch geimpfte oder genesene Hotelgäste aufnehmen. Die Möglichkeit, einen negativen Test vorzulegen, soll in seinem Haus dann entfallen. Der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband Dehoga betrachtet dieses Vorgehen mit Skepsis, betont aber auch, dass ein Hotelier in dieser Hinsicht natürlich von seinem Hausrecht Gebrauch machen dürfe.

Das 3G-Hygienekonzept, nach dem Geimpfte, Genesene und Getestete bei niedriger Inzidenz in Hotels Urlaub machen dürfen, habe sich jedoch bewährt, sagte Landesgeschäftsführer Thomas Geppert am Freitag.

Mit seiner 2G-Initiative hat der Hotelbesitzer Christian Wolf jüngst für Aufsehen gesorgt. Mehrere Medien berichteten. Für ihn stehe die Sicherheit von Mitarbeitern und Gästen im Vordergrund sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Als politisches Statement im Sinne einer Aufforderung, sich impfen zu lassen, sei sein Vorstoß nicht zu verstehen. Zudem lässt er Ausnahmen zu, etwa für Kinder.

Sowohl von Kollegen aus der Hotelbranche wie auch von Gästen habe er positives Feedback bekommen. Er geht davon aus, dass andere Hotels nachziehen. Allerdings habe er von Bürgern auch "sehr unsachliche und beleidigende" Reaktionen erhalten. "Jeder hat aber die Wahl, zu entscheiden, in welchem Hotel er Urlaub machen möchte." Aus seiner Sicht ist die Impfung der einzige Weg aus der Pandemie.

Die Inzidenz im Freistaat liegt bei 13,8

Freitag, 6. August, 7:30 Uhr: In Bayern liegt die Corona-Inzidenz weiterhin in allen Landkreisen unter der kritischen Schwelle von 50. Dem Robert Koch-Institut (RKI) wurden binnen 24 Stunden 336 Neuinfektionen gemeldet, wie Zahlen des RKI-Dashboards vom Freitagmorgen zeigen. Die Inzidenz im Freistaat liegt demnach bei 13,8 - und ist damit niedriger als der bundesweite Wert von 20,4.

Der Landkreis Berchtesgadener Land hat bayernweit weiterhin die höchste Inzidenz mit 41,5 neuen Infektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Hier gelten nach hohen Werten in der Vorwoche strengere Regeln mit einer ausgeweiteten Testpflicht und Kontaktbeschränkungen. Erst wenn die Inzidenz fünf Tage hintereinander unter 50 liegt, werden die Regelungen wieder gelockert. Im Berchtesgadener Land ist nun am dritten Tag hintereinander die 50er-Marke wieder unterschritten worden. Keine neue Infektion mit Sars-CoV-2 in den vergangenen sieben Tagen meldete einzig die Stadt Schweinfurt.

18 500 Patienten mit Post-Covid

Donnerstag, 5. August, 18:23 Uhr: Erstmals liegen dem bayerischen Gesundheitsministerium konkrete Zahlen dazu vor, wie viele Menschen im Freistaat in den ersten Monaten dieses Jahres aufgrund von Corona-Spätfolgen ärztliche Hilfe gesucht haben. "Im ersten Quartal 2021 wurden in Bayern rund 18 500 Patientinnen und Patienten der gesetzlichen Krankenversicherung mit einer Post-Covid-Diagnose behandelt", teilte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Donnerstag mit. Hinzu kämen weitere 13 500 Behandlungen nach einer akuten Covid-19-Erkrankung.

Doch damit nicht genug, wie Holetschek mit Blick auf die aktuellen Daten der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns erklärte. Demnach haben circa 500 Patientinnen und Patienten medizinische Hilfe in Anspruch genommen, weil sie an einem sogenannten multisystemischen Entzündungssyndrom in Verbindung mit Covid-19 leiden. Dieses Syndrom äußert sich in der Regel durch hohes Fieber. Meist kommen nach Hinweisen aus den USA noch Bauchschmerzen hinzu sowie auch Symptome wie Erbrechen und Durchfall - und in gravierenden Fällen auch Störungen der Herzfunktion.

Holetschek rechnet nach wie vor damit, dass die Zahl der in Bayern tatsächlich an Post-Covid erkrankten Personen noch höher ist. Von einer Dunkelziffer sei auszugehen. "Basierend auf Studien schätzen Experten, dass etwa zehn Prozent der Covid-19-Patienten mit Spätfolgen zu kämpfen haben", heißt es aus dem Gesundheitsministerium. In Bayern kommt man rein rechnerisch damit auf circa 65 000 Betroffene.

Rund 53 000 Impfdosen in Bayerns Impfzentren weggeworfen

Donnerstag, 5. August, 14:52 Uhr: Rund 53 000 ungenutzte Impfdosen sind in Bayerns Impfzentren bislang entsorgt worden - mehr als die Hälfte davon im Juli. "Die im Sommer angestiegenen Zahlen sind die unmittelbare Folge einer abnehmenden Impfbereitschaft in der Bevölkerung", sagte eine Sprecherin des Bayerischen Gesundheitsministeriums am Donnerstag in München. Gleichzeitig müsse der Freistaat aber weiter genügend Impfstoff für Impfwillige bereithalten.

Die Impfdosen würden teilweise auch aus anderen Gründen entsorgt, zum Beispiel wegen Verunreinigungen, sagte die Ministeriumssprecherin. Einen Teil seiner ungenutzten Corona-Impfdosen will der Freistaat zwar an den Bund zurückgeben, damit dieser sie an andere Staaten spenden kann. Dazu müssen die Dosen nach Angaben des Ministeriums aber noch mindestens zwei Monate haltbar sein.

Dobrindt attackiert Aiwanger erneut

Donnerstag, 5. August, 8:36 Uhr: Im Impfstreit der bayerischen Koalition hat CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt den stellvertretenden Ministerpräsidenten Hubert Aiwanger erneut scharf attackiert. "Er hat in Stil und Sprache inzwischen das Niveau der Querdenker erreicht", sagte Dobrindt der Mediengruppe "Straubinger Tagblatt" und "Abendzeitung" (Donnerstag). "Ich rate ihm dringend, das zu überdenken."

Freie-Wähler-Chef Aiwanger hat sich bisher nicht impfen lassen - trotz der Impfappelle der Staatsregierung von Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Er betont, dass der Verzicht auf eine Impfung ein grundlegendes Freiheitsrecht sei. Dobrindt warf Aiwanger vor, wider besseren Wissens versuche er offenbar, den Eindruck von hoher Gefährlichkeit bei Impfstoffen zu erwecken. "Auch das ist Stil der Querdenker-Bewegung.

Inzidenz in Bayern steigt leicht

Donnerstag, 5. August, 8:15 Uhr: In Bayern ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Vergleich zum Vortag leicht gestiegen. Am Donnerstag liegt sie bei 13,6 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Mittwoch: 13,4).

Im Landkreis Berchtesgadener Land sinken die Corona-Zahlen am Donnerstag auf 46,3 (Mittwoch: 47,2). Zuvor lag die Sieben-Tage-Inzidenz in dem Landkreis über dem kritischen Wert von 50. Wird diese Zahl drei Tage in Folge überschritten, werden Eindämmungsmaßnahmen in der Region eingeleitet, etwa eine Testpflicht bei Gaststätten-Besuchen. In der Stadt Aschaffenburg ist die Inzidenz leicht auf 40,1 gestiegen (Mittwoch: 40,5). Der Landkreis Berchtesgadener Land und die Stadt Aschaffenburg weisen in Bayern die höchste Sieben-Tage-Inzidenz auf.

Der mittelfränkische Kreis Weißenburg-Gunzenhausen weist als einzige Region in Bayern eine Null-Inzidenz auf. Bis Mittwoch traf dies auch auf die kreisfreie Stadt Schwabach zu, für die das Robert-Koch-Institut (RKI) am Donnerstag eine Sieben-Tage-Inzidenz von 2,4 meldete. Insgesamt zählte das RKI am Donnerstag in Bayern 372 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden und 4 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus.

Kaum Verstöße gegen schärfere Corona-Einreiseregeln in Bayern

Donnerstag, 5. August, 7:45 Uhr: In Bayern haben sich die meisten Reisenden Polizeiangaben zufolge an die seit Sonntag verschärften Corona-Regeln bei der Einreise nach Deutschland gehalten. Das gelte sowohl für Urlauber als auch für alle übrigen Reisenden, teilte die Bayerische Grenzpolizei in Passau mit. Auch ein Sprecher der Bundespolizei in München sagte, die Kontrollen seien bislang "relativ problemlos" verlaufen.

Seit Sonntag müssen alle Einreisenden ab zwölf Jahren einen negativen Corona-Test vorzeigen können oder nachweisen, dass sie genesen oder vollständig geimpft sind - egal, ob sie auf dem Landweg oder mit dem Flugzeug nach Deutschland kommen. Um das zu überprüfen, sind auch Schleierfahnder der Bayerischen Grenzpolizei im Einsatz. Mehr als 1700 Kontrollen haben die Beamten nach eigenen Angaben von Sonntag bis Dienstag durchgeführt, dazu kamen mehr als 10 000 Kontrollen an den Flughäfen in Nürnberg und Memmingen. Die Bundespolizei kontrollierte nach Angaben eines Sprechers bis Mittwoch rund 76 500 Reisende in Bayern und stellte dabei 358 Verstöße gegen die seit Sonntag geltende Corona-Einreiseverordnung fest.

Auch wenn dabei kaum Verstöße gegen die Corona-Einreiseregeln entdeckt wurden, haben sich die Kontrollen der Bayerischen Grenzpolizei zufolge gelohnt. Unter anderem nahmen die Schleierfahnder zwischen Sonntag und Dienstag fünf mit Haftbefehl gesuchte Straftäter fest, stellten ein in Schweden gestohlenes Auto sicher und deckten mehrere Drogendelikte auf.

Am Wochenende kommt nun aber wieder einiges an Arbeit auf die Beamten an den bayerischen Grenzen zu: Der ADAC erwartet zum Ferienende unter anderem in Berlin und Brandenburg viele Autos auf Rückreisestrecken durch Österreich und die Schweiz. An diesen "Hauptreiserouten" werde die Bayerische Grenzpolizei mit Hilfe der Bereitschaftspolizei verstärkt kontrollieren, kündigte eine Sprecherin an.

Landes-Sportverband appelliert: Keinen neuen Lockdown im Herbst

Mittwoch, 4. August, 11:26 Uhr: Der Bayerische Landes-Sportverband hat an die Politik appelliert, den organisierten Sport während der Corona-Pandamie nicht noch einmal stärker einzuschränken. "Unsere Forderung an die Politik ist, dass es keinen neuen Lockdown im Herbst geben darf. Aus unserer Sicht sind mit dem 3G-Konzept - geimpft, getestet, genesen - auch keine weiteren Einschränkungen im organisierten Sport nötig", sagte BLSV-Präsident Jörg Ammon.

Ammon wies auf die größte Herausforderung des organisierten Sports für die Zukunft hin. Man müsse "Kinder und Jugendliche wieder in Sport und Bewegung bringen". Dabei hofft der BLSV darauf, dass die Sportgroßveranstaltung European Championships im kommenden Jahr eine Sogwirkung für Bayerns Sport hat. "Wir wollen den Turbo der European Championships nutzen, um noch mehr Kinder und Jugendliche für den Vereinssport zu begeistern", sagte Geschäftsführerin Susanne Burger.

Laut Mitteilung vom Mittwoch haben die rund 12 000 Sportvereine zum 31. Juli rund 4,322 Millionen Mitglieder. Im Vergleich zur Vorjahresmitte 2020 entspricht dies einem Rückgang von 3,2 Prozent. Insbesondere bei den Kindern (-8,9 Prozent) und Jugendlichen (-2,8) mussten die Sportvereine einen deutlichen Rückgang hinnehmen. Auch wenn die Mitgliederzahlen im BLSV nach einem vollständig durch die Corona-Pandemie geprägten Jahr 2020 seit der Öffnung des Sports im Juni 2021 nun wieder ansteigen, will der BLSV vor allem Kinder und Jugendliche für mehr Sport und Bewegung begeistern.

Insgesamt sei der bayerische Sport gut durch die Pandemie gekommen. "Der Jahresabschluss des BLSV für 2020 hat erneut einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk der unabhängigen Wirtschaftsprüfer erhalten. Außerdem hat der Verband einen Compliance-Codex beschlossen, der nun umgesetzt wird", sagte Werner Lechner, der Vorsitzende des BLSV-Aufsichtsrats.

Corona-Zahlen in Bayern leicht gesunken

Mittwoch, 4. August, 8:15 Uhr: Die Entwicklung der Corona-Neuinfektionen in Bayern gestaltet sich weiterhin günstiger als im Bundesdurchschnitt. In Bayern fiel die Sieben-Tage-Inzidenz am Mittwoch leicht auf 13,4 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner, nach 14 am Dienstag, wie aus den vom Robert Koch-Institut veröffentlichten Zahlen hervorgeht. Bundesweit lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Mittwoch bei 18,5.

Der Landkreis Berchtesgadener Land, in den zurückliegenden Tagen mit einer Inzidenz von über 50 im kritischen Bereich, lag am Mittwoch mit 47,2 wieder unter der Schwelle von 50. Wird diese Zahl drei Tage in Folge überschritten, werden Eindämmungsmaßnahmen in der Region eingeleitet, etwa eine Testpflicht bei Gaststätten-Besuchen. Auch in der Stadt Aschaffenburg, die am Dienstag noch auf die 50er-Grenze zusteuerte, ging es wieder leicht nach unten, auf 40,5.

Mit der kreisfreien Stadt Schwabach und dem benachbarten mittelfränkischen Kreis Weißenburg-Gunzenhausen weisen zwei Regionen in Bayern weiterhin eine Null-Inzidenz auf. Insgesamt zählte das Robert Koch-Institut am Mittwoch in Bayern 368 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden und 4 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus.

Impfzentren bieten auch Termine für Kinder und Jugendliche

Dienstag, 3. August, 16:51 Uhr: Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren bekommen in Bayern seit Kurzem auch Corona-Impftermine in den Impfzentren. "Das Online-Impfportal BayIMCO wurde auch für Kinder und Jugendliche so programmiert, dass diese automatisch zu einem Impftermin eingeladen werden können", sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Dienstag. "Die Weichen sind also gestellt, um unverzüglich Impftermine zu vereinbaren." Es gebe aktuell genügend Impfstoff, und die Impfzentren seien über das weitere Vorgehen informiert worden.

Grundsätzlich können Kinder und Jugendliche ab zwölf schon seit einiger Zeit geimpft werden, bei Kinderärzten, aber auch im Rahmen von Sonderaktionen. Die Impfungen seien in den vergangenen Wochen schon erfolgreich angelaufen, etwa durch Familienimpftage, sagte Holetschek. Inzwischen hätten mehr als 21 Prozent von ihnen mindestens eine Impfung erhalten, rund 10 Prozent schon die zweite.

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten am Montagabend beschlossen, in allen Ländern Impfungen für 12- bis 17-Jährige auch in regionalen Impfzentren anzubieten - so wie es in Arztpraxen bereits möglich ist. Bayern hatte dies schon vorher angekündigt.

Nürnberg plant Christkindlesmarkt ohne viel Gedränge

Dienstag, 3. August, 12:13 Uhr: In Nürnberg laufen schon im Sommer die Planungen für den weltberühmten Christkindlesmarkt unter Pandemiebedingungen. Die Stadt setze alles daran, den Markt 2021 durchzuführen, sagte der Nürnberger Wirtschaftsreferent Michael Fraas. Zuvor hatte die "Bild" über die Pläne der Stadt berichtet.

"Der Christkindlesmarkt 2021 wird sicher anders aussehen als der letzte 'vor Corona'", sagte Fraas. Es solle mehr Platz zwischen den Buden geben, um Gedränge zu vermeiden. Nach derzeitiger Planung solle der Markt daher nicht nur wie sonst auf dem Hauptmarkt stattfinden, sondern teils auf andere Plätze in der Altstadt ausgelagert werden. "So entzerren wir auch die Besucherströme", sagte Fraas. Die Planungen zu dem Markt im Advent laufen dem Wirtschaftsreferenten zufolge wie üblich seit Jahresbeginn. Die endgültige Entscheidung, ob und unter welchen Voraussetzungen im Freistaat Weihnachtsmärkte stattfinden könnten, liege aber bei der Staatsregierung. 2020 war der Christkindlesmarkt wegen steigender Corona-Zahlen abgesagt worden. Normalerweise strömen in der Zeit rund zwei Millionen Menschen auf den Hauptmarkt.

Aschaffenburg steuert auf Inzidenzwert 50 zu

Dienstag, 3. August, 9:58 Uhr: Nach dem Landkreis Berchtesgaden steuert Aschaffenburg als zweite bayerische Kommune wieder auf einen Corona-Inzidenzwert von 50 zu. Am Dienstag lag der Wert in der unterfränkischen Stadt bei 45,1, wie aus dem Covid-Dashboard des Robert Koch-Instituts hervorgeht. Im Berchtesgadener Land ist die Corona-Inzidenz mit 54,8 weiter die bayernweit höchste. Liegt die Corona-Inzidenz in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt drei Tage hintereinander über 50, gelten dort wieder schärfere Vorschriften, unter anderem eine Testpflicht für die Gastronomie und strengere Kontaktbeschränkungen.

Inzidenz sinkt auf 14,0

Dienstag, 3. August, 8:15 Uhr: In Bayern ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen im Vergleich zum Vortag leicht gesunken. Die Gesundheitsämter meldeten dem Robert-Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 132 neu infizierte Menschen - am Montag waren es 148. Die Inzidenz für den Freistaat, die angibt, wie viele Menschen pro 100 000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen infiziert haben, liegt nach Angaben des RKI bei 14,0 (Montag: 14,6). In der Landeshauptstadt München liegt die Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstag bei 24,4. Den bayernweit höchsten Wert verzeichnet der Landkreis Berchtesgadener Land mit 54,8.

Trotz Corona-Lage kaum Stornierungen im Berchtesgadener Land

Dienstag, 3. August, 7:33 Uhr: Trotz steigender Corona-Zahlen ist die Buchungslage in der Urlaubsregion im Berchtesgadener Land weitgehend stabil. Es gebe bisher mit dieser Begründung keine Stornierungen, hieß es sowohl bei der Tourismusregion in Bad Reichenhall als auch in Berchtesgaden. Allerdings kämen nun mehr Fragen von Touristen, sagte Teresa Hallinger vom Zweckverband Bergerlebnis Berchtesgaden. "Die Mitarbeiterinnen in den Touristinformationen (...) können aber unser Gäste in den meisten Fällen beruhigen."

Die Buchungslage sei seit der Wiederöffnung sehr gut - auch trotz der Unwetter Mitte Juli, die unter anderem in Schönau am Königssee Schäden angerichtet hatten. "Juli und August waren beziehungsweise sind so gut wie ausgebucht", berichtete Hallinger. Nur kurzzeitig hätten Urlauber nach dem Unwetter ihre Reise storniert. Verglichen mit den Vor-Corona-Jahren seien die Einbußen im Tourismus in der Region allerdings "bedrohlich", heißt es beim Verband.

Brigitte Schlögl von der Tourismusregion Bad Reichenhall zeigte sich zumindest momentan zufrieden. "Den Sommer über können wir grundsätzlich von einer sehr guten Buchungslage - bis in den September und Oktober hinein - berichten. Von kleinen Lücken bei einzelnen Betrieben abgesehen sind wir voll." Die oberbayrische Urlaubsregion hat mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 50 (Stand Montag) einen der höchsten Corona-Werte in Deutschland. Seit Montag müssen daher unter anderem Restaurants oder Hotels wieder negative Tests verlangen. Ausgenommen von der Testpflicht sind vollständig geimpfte oder genesene Menschen.

Eine Sprecherin des Landratsamtes führt die Ansteckungen auf eine Bar und mehrerer Betriebe zurück. "Durch private und berufliche Kontakte hat das Geschehen rasch gestreut, auch in Hotelbetriebe und Gastronomie sowie in Kindergärten und Schulklassen, wo es Übertragungen über die Eltern gab." Eine Rolle spiele wohl auch die Nachbarschaft zu Salzburg, wo Diskotheken und Clubs geöffnet sind. Anderen Urlaubsregionen in Oberbayern blicken hoffnungsvoll auf den August, dass zumindest ein Teil der schweren Einbußen von der Zeit der Schließungen wettgemacht werden können.

"Die Stimmung und Auslastung ist soweit gut", heißt es zum Beispiel bei der Zugspitzregion. Auch rund um den Chiemsee sind die Herbergen voll. "Spontan über's Wochenende was zu finden kann schwierig werden, vor allem nahe am See oder an den Bergen", sagte die Sprecherin der Touristenregion Chiemsee-Chiemgau. Selbst das kühle und regnerische Wetter hat kaum Auswirkungen auf die Buchungen. So heißt es im Zugspitzdorf Grainau, dass lediglich an Campingplätzen Urlauber vereinzelt nicht anreisen. "Die Besucher kommen zu uns wegen den Bergen und den Wandermöglichkeiten (...), planen aber in der Regel keinen Badeurlaub."

Kontrollen bei Einreise: Kaum Verstöße gegen Testpflicht

Montag, 2. August, 20:33 Uhr: Schleierfahnder der Grenzpolizei in Bayern haben seit Sonntag mehr als 500 Einreisende kontrolliert und dabei nur 10 Verstöße gegen die Testpflicht festgestellt. Die seit Sonntag verschärften Regeln zur Einreise seien "von den meisten Reiserückkehrern vorbildlich eingehalten" worden, sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Montag. Trotzdem seien "konsequente Kontrollen" weiter wichtig. Die Bundespolizei und die Bayerische Grenzpolizei würden sich dabei auch bezüglich möglicher Schwerpunkte absprechen, sagte Herrmann. "Dort, wo sich vermehrt Verstöße abzeichnen, werden wir auch mehr Personal einsetzen." Seit Sonntag müssen alle Einreisenden ab zwölf Jahren einen negativen Corona-Test vorzeigen können oder nachweisen, dass sie genesen oder vollständig geimpft sind - egal, ob sie auf dem Landweg oder mit dem Flugzeug einreisen.

Ermittler: Corona trieb Prostituierte in Illegalität

Montag, 2. August, 14:50 Uhr: Die Corona-Krise hat nach Einschätzung von Ermittlern viele Prostituierte in Bayern in die Illegalität getrieben. Die Zahl der Strafverfahren ist demnach in den vergangenen beiden Jahren förmlich explodiert. Allein die Staatsanwaltschaft München I nahm in diesem Jahr schon 215 Ermittlungsverfahren wegen Ausübung der verbotenen Prostitution auf. 2020 waren es nach Angaben des bayerischen Justizministers Georg Eisenreich (CSU) 209. Und selbst das war im Vergleich zu den Vor-Corona-Jahren schon beinahe eine Verdopplung. 2018 waren 120 Verfahren dort anhängig, 2019 sogar nur 87. Eisenreich sprach von "signifikanten Änderungen zu den Jahren vor Corona".

Im Oktober vergangenen Jahres hat die Staatsanwaltschaft eine sechsköpfige Spezialabteilung eingerichtet, die sich mit den Delikten "Menschenhandel, Zwangsprostitution und Zuhälterei" befasst. Im Schnitt der vergangenen drei Jahre führte die Anklagebehörde insgesamt 97 Verfahren wegen Zwangsprostitution, 53 wegen Menschenhandels und 47 wegen Zuhälterei. "Das Leid, das durch diese Delikte verursacht wird, ist wirklich sehr, sehr groß", betonte Eisenreich. Jedes dritte Opfer sei jünger als 21, jedes siebte sogar minderjährig. Fast alle Opfer seien Frauen, fast alle Täter männlich.

Aus Angst vor Corona: Plätze in Pflegeheimen bleiben frei

Montag, 2. August, 12:25 Uhr: In Pflegeheimen in Bayern sind als Folge der Corona-Pandemie derzeit viele Plätze frei. "Die Menschen haben aufgrund flexibler Arbeitsmodelle und Arbeitszeiten mehr Möglichkeiten, Angehörige zu pflegen", sagte Sohrab Taheri-Sohi, Pressesprecher des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK). Nicht alle BRK-Einrichtungen verzeichnen seinen Angaben zufolge eine Unterbelegung, aber bei den betroffenen Heimen seien bis zu 20 Prozent der Plätze derzeit nicht belegt.

"Seit dem pandemiebedingten Aufnahmestopp in Pflegeeinrichtungen haben sich die Belegungszahlen nicht erholt", sagte Taheri-Sohi. Berichterstattung und Schlagzeilen zu Corona-Ausbrüchen in Altenheimen hätten dazu beigetragen. "Dabei haben wir Einrichtungen, die bis heute keinen Todesfall und kein Ausbruchsgeschehen hatten. Es gibt keinen Grund, Angst vor einem Pflegeheim zu haben." Auch Wohlfahrtsverbände und andere Träger bemerken diesen Trend.

Insbesondere in den Einrichtungen, die von einem Ausbruchsgeschehen schlimm betroffen waren, verzeichnet der Awo-Landesverband Bayern große Leerstände. "Im Durchschnitt ist jeder zehnte Platz nicht belegt. Es gibt aber auch Einrichtungen, die nur zu 70 Prozent ausgelastet sind. Einrichtungen mit traditionell langen Wartelisten haben nun die Wartezeiten abgebaut", sagte Stefan Wolfshörndl, Co-Landesvorsitzender der Awo in Bayern.

Man hoffe, dass die Zahlen der Belegungen durch einen verbreiteten Impfschutz und das Abflauen der Corona-Pandemie wieder steigen werden. Die finanziellen Auswirkungen auf die Bewohner wären ansonsten "verheerend", sagte Wolfshörndl. "Da die entsprechenden Kostensteigerungen - nach Auslaufen des Pflege-Rettungsschirmes zum 30.9.2021 - auch in unseren gemeinnützigen Einrichtungen auf sie umgelegt werden müssten."

Holetschek: Keine Zeit versäumen bei Impfangebot für Jugendliche

Montag, 2. August, 11:26 Uhr: Vor den Beratungen der Gesundheitsminister von Bund und Ländern hat sich Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) erneut klar für ein Impfangebot an Jugendliche ausgesprochen. "Wir wollen heute gemeinsam darüber diskutieren und dieses Impfangebot noch einmal deutlich machen", sagte der derzeitige Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz am Montag im ARD-"Morgenmagazin". "Es ist jetzt wichtig, dass wir auch keine Zeit versäumen."

Nach einem Vorschlag des Bundesgesundheitsministeriums sollen 12- bis 17-Jährige in allen Bundesländern ein solches Angebot bekommen. Das geht aus einem Beschlussentwurf hervor. Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt die Impfung trotz heftigen politischen Drucks bisher jedoch nur vor allem Kindern und Jugendlichen mit bestimmten Vorerkrankungen, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf haben.

Holetschek sieht in einem Impfangebot keinen Widerspruch zur Stiko: Sie habe diese Möglichkeit eröffnet bei ärztlicher Aufklärung, mit Einwilligung und nach individueller Risikoabschätzung. "Nichts anderes machen wir." Der CSU-Politiker betonte zugleich, niemandem solle etwas aufgezwungen werden. "Es ist ja ein Impfangebot. Das muss man immer so sagen."

Inzidenz steigt auf 14,6

Montag, 2. August, 7:37 Uhr: In Bayern steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen. Die Gesundheitsämter meldeten dem Robert-Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 148 neu infizierte Menschen. Die Inzidenz für den Freistaat, die angibt, wie viele Menschen pro 100 000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen infiziert haben, liegt nach RKI-Angaben bei 14,6. Vor einer Woche hatte das RKI noch eine Inzidenz von 13,3 errechnet. Bayernweit am höchsten ist die Inzidenz derzeit im Berchtesgadener Land mit 51,0.

Kommunen verhängen Bußgelder in Millionenhöhe wegen Corona-Verstößen

Montag, 2. August, 7:04 Uhr: Verstöße gegen die Corona-Schutzmaßnahmen haben den bayerischen Kommunen eine Menge Arbeit, aber auch zusätzliche Einnahmen beschert. Allein in der Landeshauptstadt München habe sich das Bußgeldaufkommen auf fast 2,1 Millionen Euro summiert, sagte Johannes Mayer vom Kreisverwaltungsreferat. In Nürnberg wurden Geldbußen in Höhe von rund 1,4 Millionen Euro verhängt. Wie viel davon tatsächlich gezahlt wurde, kann das Gesundheitsamt allerdings nicht sagen.

Um die ganzen Anzeigen abzuarbeiten, haben die Städte zum Teil die Stellen in der Bußgeldstelle aufgestockt oder diese mit Beschäftigten aus anderen Abteilungen befristet verstärkt. Allein in München gingen seit März 2020 mehr als 35 000 Anzeigen ein. Damit habe sich das Aufkommen seit Beginn der Pandemie mehr als verdoppelt, sagt Mayer. Auch in Nürnberg und Regensburg gab es einen ähnlich hohen Anstieg. "Die zusätzliche Arbeitsbelastung ist sehr groß. Zwischenzeitlich arbeiteten bis zu zwölf städtische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einer eigens dafür geschaffenen Einheit", erläuterte Augsburgs Gesundheitsreferent Reiner Erben. Am häufigsten seien Verstöße gegen die Kontaktbeschränkungen, die Maskenpflicht und die Ausgangssperre.

Die höchste Corona-Geldbuße, die die Stadt Nürnberg bisher verhängt hat, war nach Angaben von Philipp Bornschlegl vom Gesundheitsamt mehr als 15 000 Euro wegen des Betriebs eines Bordells - was in der Corona-Krise lange Zeit nicht erlaubt war. In Regensburg wurde in einem ähnlichen Fall ein Bußgeld von 10 000 Euro festgesetzt. In München muss eine solche Summe ein Wirt zahlen, weil er die Hygienevorschriften nicht eingehalten und zu viele Gäste in sein Lokal gelassen hatte.

Aiwanger wirft Söder Unverschämtheit und Falschbehauptung vor

Sonntag, 1. August, 20:05 Uhr: In ihrem Streit über Corona-Impfungen hat Bayerns Vize-Regierungschef Hubert Aiwanger (Freie Wähler) neue Kritik von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) scharf zurückgewiesen. Aiwanger warf Söder nach dessen ZDF-Sommerinterview am Sonntagabend unter anderem eine "bewusste Falschbehauptung" vor. "Es ist eine bewusste Falschbehauptung, ich hätte gesagt, dass nicht bewiesen sei, ob Impfstoffe wirken", sagte Aiwanger der Deutschen Presse-Agentur. "Ich habe im Gegenteil gesagt, Impfen ist ein wichtiger Baustein im Kampf gegen Corona, aber es muss freiwillig bleiben."

Zudem hatte Söder Aiwanger, der Spitzenkandidat der Freien Wähler für die Bundestagswahl am 26. September ist, gewarnt, "an irgendeinem Rand" nach Wählerstimmen zu fischen. "Das ist ein totaler Trugschluss. Die Leute wählen am Ende richtige 'Querdenker'." Dazu sagte Aiwanger: "Es ist eine Unverschämtheit, mich als 'Querdenker' abstempeln zu wollen, weil ich gegen die Impfpflicht bin und mehr Sensibilität einfordere beim Thema Impfen von unter 12-Jährigen, was auch die Stiko bisher nicht empfiehlt."

Wirtschaft kritisiert Impfskeptiker Aiwanger - Mahnung auch von Söder

Sonntag, 1. August, 15:47 Uhr: Aus der Wirtschaft kommt weiter Kritik an Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) wegen seiner Impfskepsis. Und auch Ministerpräsident Markus Söder (CSU) legte im ZDF-Sommerinterview nach: Mit seinen demonstrativen Zweifeln an Corona-Impfungen stelle sich Aiwanger zunehmend ins politische Abseits. "Meine Sorge ist, dass er sich in eine Ecke manövriert, aus der er selber nicht mehr herauskommt", sagte Söder.

Söder betonte, es gehe dabei nicht um die Frage, ob er sich impfen lassen wolle oder nicht, dies stehe jedem frei. Aber der Sound und der Sprech dahinter seien problematisch. Wenn Aiwanger etwa von Nebenwirkungen spreche, bei dem ihm "die Spucke wegbleibt" oder er beispielsweise sage, es sei nicht bewiesen, ob die Impfstoffe wirkten. "Da muss man aufpassen", sagte Söder. Aiwanger verwende die gleiche Wortwahl wie AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel.

Der BVMW Bayern, der Bundesverband mittelständische Wirtschaft, Unternehmerverband Deutschlands, kritisierte die Äußerungen Aiwangers scharf. Nach den Ergebnissen einer aktuellen, bundesweiten Blitzumfrage des BVMW sei mehr als die Hälfte der mittelständischen Unternehmerinnen und Unternehmer so stark in Sorge vor der akuten Bedrohung durch Covid-19, dass sie sich sogar für eine Impfpflicht ausspricht, wenn dadurch ein neuer Lockdown vermieden werden kann, teilte der Verband am Samstag mit.

"Aiwangers Kampagne, die klar auf die Zielgruppe der Impfgegner und -Skeptiker abzielt, und ihm so den Einzug in den Bundestag ermöglichen soll, steht nicht nur in krassem Widerspruch zu allen medizinischen Erkenntnissen. Sie ignoriert auch völlig die wirtschaftlichen Gefahren einer neuen Verschärfung der Corona-Krise. Einen weiteren Lockdown würden Teile des Mittelstands auch mit staatlichen Hilfsgeldern nicht mehr überleben", sagte Achim von Michel, Politikbeauftragter des BVMW in Bayern.

Auch die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (VBW) war vor einigen Tagen auf Distanz zu Aiwanger gegangen. "Die VBW steht klar zur Impfkampagne des bayerischen Gesundheitsministers", sagte Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt in einem Interview gesagt. "Insoweit ist die Haltung des bayerischen Wirtschaftsministers kontraproduktiv", sagte er.

Inzidenz in Bayern steigt weiter

Sonntag, 1. August, 11:44 Uhr: In Bayern steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen. Die Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 276 neu infizierte Menschen. Vor einer Woche waren es noch 10. Die Inzidenz für den Freistaat, die angibt, wie viele Menschen pro 100 000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen infiziert haben, liegt nach RKI-Angaben bei 14,4. Vor einer Woche hatte das RKI noch eine Inzidenz von 10,9 errechnet.

Berchtesgadener Land verschärft Corona-Regeln

Sonntag, 1. August, 7:34 Uhr: Im bayerischen Landkreis Berchtesgadener Land bleibt die Corona-Inzidenz hoch. Von Montag an gelten deshalb wieder strengere Regeln. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts und des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) lag der Wert am Sonntag bei 55,7. Damit ist der oberbayerische Landkreis auch bundesweiter Spitzenreiter.

Auf der Homepage des Landratsamts kündigte die Behörde an, dass von Montag an wieder in vielen Bereichen eine Testpflicht gilt - so zum Beispiel in der Gastronomie oder bei kulturellen Veranstaltungen. Davon ausgenommen seien vollständig Geimpfte und Genesene. Zudem greifen strengere Kontaktbeschränkungen: Es dürfen sich nur noch maximal zehn Menschen aus dem eigenen und zwei weiteren Haushalten treffen, Kinder unter 14 Jahren werden nicht mitgezählt.

Wenn in drei aufeinanderfolgenden Tagen in einem bayerischen Kreis oder einer kreisfreien Stadt die Inzidenz höher als 50 liegt, gelten am übernächsten Tag strengere Regeln.

Impfstreit: Aiwanger wirft Söder Wahlkampftaktik vor

Samstag, 31. Juli, 10.28 Uhr: Der Streit zwischen Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und seinem Vize Hubert Aiwanger geht in die nächste Runde. Nach Söders Kritik an Aiwanger wehrt sich dieser und wirft der CSU Wahlkampftaktik vor. "Die CSU hat offenbar Angst vor einem schlechten Bundestagsergebnis und greift deshalb ohne Not den eigenen Koalitionspartner an", sagte der Chef der Freien Wähler der "Bild".

"Ich wurde vor laufender Kamera zu meinem Impfstatus gefragt und vertrete die Meinung, dass Impfen ein wichtiger Baustein der Corona-Bekämpfung ist, aber trotzdem eine persönliche Entscheidung bleiben muss. Das hat nichts mit Schamanentum oder Querdenken zu tun, sondern ist ein persönliches Freiheitsrecht", sagte Aiwanger, der bislang auf eine Corona-Impfung verzichtet hat.

Söder hatte dem "Spiegel" zuvor mit Blick auf Aiwanger gesagt: "Wer glaubt, sich bei rechten Gruppen und Querdenkern anbiedern zu können, verlässt die bürgerliche Mitte und nimmt am Ende selbst Schaden." Aiwanger hatte zuletzt von einer "Jagd" auf Ungeimpfte in Deutschland gesprochen und auch vor einer "Apartheids-Debatte" gewarnt, die von Impfgegnern losgetreten werden könnte, sollten Ungeimpfte weniger Rechte bekommen. Der bayerische Wirtschaftsminister kandidiert für den Bundestag und hofft, mit seiner Partei die Fünf-Prozent-Hürde zu durchbrechen.

Bayern plant Rückgabe ungenutzter Impfdosen - Anzahl bislang unklar

Freitag, 30. Juli, 14.01 Uhr: Die bayerische Staatsregierung will ungenutzte Corona-Impfdosen an den Bund zurückgeben. Betroffen seien Dosen der Impfstoffe von Astrazeneca und Johnson & Johnson, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums am Freitag in München. Wie viele Impfdosen zurückgegeben werden sollen, blieb zunächst unklar. Die Menge werde "aktuell ermittelt und abgestimmt", sagte die Sprecherin.

Die Gesundheitsminister der Länder hatten am 19. Juli beschlossen, Impfdosen an den Bund zurückzugeben, die vor dem Verfallsdatum in den kommunalen Impfzentren nicht mehr verwendet werden. Vom zentralen Lager des Bundes sollen die Impfstoffe dann an andere Staaten gespendet werden. Dazu müssen die Dosen nach Angaben des bayerischen Gesundheitsministeriums noch mindestens zwei Monate haltbar sein.

Andere Länder hatten eine solche Rückgabe bereits in den vergangenen Tagen angekündigt. So wollte etwa das Land Baden-Württemberg 450 000 Dosen des Impfstoffs von Astrazeneca an den Bund zurückliefern, Berlin plante mit bis zu 62 400 Impfdosen.

Ferienstart in Bayern: Flughäfen erwarten viel Betrieb

Freitag, 30. Juli, 8.18 Uhr: In Bayern beginnen am Freitag die Sommerferien - und damit die wichtigste Reisezeit des Jahres. Die Betreiber der drei internationalen Flughäfen im Freistaat erwarten tausende Passagiere, die in den nächsten Tagen per Flieger in den Sommerurlaub starten. Allerdings dürfte sich hier die Corona-Pandemie bemerkbar machen. An Bayerns größtem Flughafen München rechne man am ersten Ferienwochenende mit etwa halb so vielen Fluggästen wie zum Ferienstart 2019, sagte ein Sprecher. Am Samstag würden am Airport München 561 Flugzeuge starten - das sei ein Spitzenwert der gesamten Ferienzeit.

Manche Ziele seien selbst in dieser Zeit ein Renner, sagte der Flughafensprecher: Nach Palma de Mallorca starte an diesem Wochenende von München aus ein Airbus A350. Dieses Flugzeug mit rund 300 Sitzplätzen werde normalerweise für Langstrecken eingesetzt. "Stattdessen hätten auch drei kleine Maschinen nach Mallorca fliegen können", sagte der Sprecher. Weitere beliebte Reiseländer neben Spanien seien in diesem Sommer Griechenland, Italien, die Türkei und Portugal.

Am Flughafen Nürnberg kalkuliert man an den ersten drei Tagen der Ferien mit gut 19 000 Fluggästen, sagte ein Sprecher. 2019 seien es im selben Zeitraum knapp 45 000 gewesen. Zu den beliebtesten Flugzielen ab Nürnberg zählten Antalya, Mallorca, Istanbul, Izmir und Heraklion auf Kreta, heißt es in einer Mitteilung.

Der Allgäu Airport bei Memmingen rechnet mit knapp 16 000 Passagieren zwischen Freitag und Sonntag - nur geringfügig weniger als zum Start der Sommerferien 2019. Am häufigsten ab Memmingen angeflogen würden derzeit Palma de Mallorca, die bulgarische Hauptstadt Sofia und Pristina, Hauptstadt des Kosovo. "Sehr beliebt ist auch Italien, zum Beisiel Sizilien mit Catania und Palermo", sagte eine Sprecherin des Flughafens. Das liege vermutlich auch daran, dass Italien derzeit weder als Risiko- noch als Hochinzidenzgebiet eingestuft werde.

Aufgrund der Corona-Pandemie verzichten aber auch viele Familien auf Flugreisen und starten stattdessen mit dem Auto in den Urlaub. Der ADAC rechnet an diesem Wochenende im ganzen Bundesgebiet mit Stau. Insbesondere auf den Zufahrtsstraßen zu Küsten- und Bergregionen sowie auf den Routen in beliebte Urlaubsländer wie Österreich, Italien, Frankreich und Kroatien könne es beschwerlich werden, prognostiziert der Automobilclub. Auch der Aufenthalt an den Grenzen könne in manchen Ländern bei der Ein- und Ausreise mehrere Stunden dauern.

Inzidenz in Bayern steigt auf 13,9

Donnerstag, 29. Juli, 6.52 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz im Freistaat ist am Donnerstag auf 13,9 gestiegen, am Mittwoch hatte sie bei 13,4 gelegen. Als coronafrei gelten laut Robert-Koch-Institut mit einer Inzidenz von 0,0 die Stadt Schwabach und der Landkreis Kronach. Der Kreis Berchtesgadener Land, der am Mittwoch unter die 50-er-Marke gerutscht war, weist nun einen Wert von 62,3 aus, es gab 66 neue Fälle in den vergangenen sieben Tagen. Es folgen der Kreis Dillingen an der Donau (34,2) sowie der Kreis Schwandorf (31,1).

Aiwanger will sich weiterhin nicht impfen lassen

Mittwoch, 28. Juli, 17.21 Uhr: Bayerns Vize-Regierungschef Hubert Aiwanger hat seine Skepsis gegenüber Corona-Impfungen erneut gegen Kritik verteidigt. Er warte mit einer Impfung, bis er selbst überzeugt sei, dass eine Impfung für ihn ganz persönlich sinnvoller sei, als ungeimpft zu bleiben, sagte der Chef der Freien Wähler am Mittwoch im Interview mit dem Deutschlandfunk. Man müsse auch kein Geheimnis daraus machen, dass auch er aus seinem privaten Umfeld von Impfnebenwirkungen höre, bei denen einem "die Spucke wegbleibe". Konkrete Beispiele dazu wollte Aiwanger aber keine nennen.

Angesprochen auf die Frage, ob er als Wirtschaftsminister und Regierungsmitglied keine besondere Verantwortung bei der Frage habe, sagte Aiwanger, seine Verantwortung liege auch darin, nicht alles zu tun, was die Mehrheit an dieser Stelle fordere oder das politische Establishment erwarte. Er sehe sich in der sensiblen Debatte auch als Stimme derer, "die den Weg noch nicht mitgehen". Der Staat, so Aiwanger, dürfe den Menschen nicht vorschreiben, ob sie sich impften. Das Aufzwingen einer Impfung wäre eine "rote Linie", die nicht überschritten werden dürfe. Für ihn gelte: "Mein Köper, darüber entscheide ich selbst. Das letzte Wort liegt bei mir."

Mehr Babys nach Corona-Lockdown geboren

Mittwoch, 28. Juli, 15.52 Uhr: Neun Monate nach Beginn des ersten Corona-Lockdowns sind in Bayern mehr Babys zur Welt gekommen. Darauf wies das Bayerische Landesamt für Statistik am Mittwoch in Fürth hin. Im Zeitraum von Dezember 2020 bis Februar 2021 seien insgesamt rund 31 000 Kinder im Freistaat geboren worden, dies seien 4,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

"Noch deutlicher fiel der Geburtenzuwachs neun Monate nach den Lockerungen der Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen im Sommer 2020 aus", berichtete die Behörde. Für den März 2021 sei mit rund 11 200 Geburten ein Plus von 7,8 Prozent festgestellt worden.

Das Amt will sich allerdings auf die Ursache des Zuwachses nicht festlegen und sieht nicht zwingend einen Zusammenhang mit der Pandemie. Es könne sich auch "um eine Fortsetzung des allgemeinen Trends zu steigenden Geburtenzahlen" handeln.

Mann soll Impfpässe gefälscht und angeboten haben

Mittwoch, 28. Juli, 15.52 Uhr: Ein 42-jähriger Mann soll gefälschte Impfpässe hergestellt und über einen Messenger-Dienst zum Verkauf angeboten haben. Er stehe in dringendem Tatverdacht und habe ein umfassendes Geständnis abgelegt, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Nun muss er sich wegen gewerbsmäßiger Urkundenfälschung verantworten.

Die Ermittler hatten eigenen Angaben zufolge bereits Ende Mai bemerkt, dass jemand unter Pseudonym gefälschte Impfpässe anbot. Daraufhin habe man den 42-Jährigen aus Unterfranken identifizieren können. Bei einer Durchsuchung fanden die Ermittler unter anderem einen gefälschten Impfpass. Außerdem habe der Mann eingeräumt, weitere Pässe gefälscht und verkauft zu haben.

Nicht nur die Herstellung und der Verkauf, auch die Nutzung gefälschter Impfpässe sei strafbar, betonte die Polizei. Die Ermittler warnten, keine Bilder von Impfausweisen bei Messenger-Diensten oder in sozialen Medien zu veröffentlichen. Betrüger könnten die Bilder für Fälschungen verwenden oder dem Paul-Ehrlich-Institut unter Angabe falscher Personendaten erfundene Nebenwirkungen melden.

Besucher und Beschäftigte in Alten- und Pflegeheimen müssen sich testen

Mittwoch, 28. Juli, 12.44 Uhr: Die Infektionszahlen in Bayern steigen, so dass der Freistaat wieder schärfere Regeln einführt - zumindest in Alten- und Pflegeheimen sowie in weiteren Betreuungseinrichtungen: Wer hier rein will, zum Arbeiten oder als Gast, muss entweder durchgeimpft oder von Covid-19 genesen sein. Ansonsten muss ein negativer Test vorgewiesen werden. Diese Regelung gilt ab dem 16. August.

Das Personal muss sich zweimal pro Woche testen lassen, sofern es keine Impfung hat. Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek erklärte, in der zweiten Corona-Welle hätten in Bayern die meisten schweren und tödlichen Covid-19-Verläufe Bewohner in Heimen und Betreuungseinrichtungen getroffen. "Durch die Impfungen hat sich die Situation stark verbessert. Diesen Erfolg dürfen wir jetzt nicht verspielen. Wir müssen die besonders gefährdeten Gruppen auch weiter mit allen Mitteln schützen", so Holetschek. Mitte Juli seien noch 15 Menschen in elf Einrichtungen im Freistaat mit dem Coronavirus infiziert gewesen.

Bayern spendet Corona-Schutzausrüstung an Tunesien

Mittwoch, 28. Juli, 11.20 Uhr: Für den Kampf gegen das Coronavirus hat Bayern medizinisches Schutzmaterial im Wert von 880 000 Euro an Tunesien gespendet. "Bayern und Tunesien verbindet eine langjährige Partnerschaft. Aufgrund der aktuell kritischen Entwicklung der Corona-Pandemie in Tunesien besteht ein akuter Bedarf an medizinischer Ausstattung", sagte Bayerns Staatsministerin für Europaangelegenheiten und Internationales, Melanie Huml (CSU), am Mittwoch in München. Die Spende enthalte vor allem FFP2- und OP-Masken, Schutzhandschuhe, Corona-Antigentests und fünf Beatmungsgeräte.

Die Länderpartnerschaft zwischen Bayern und Tunesien besteht bereits seit 2012. Das tunesische Gesundheitssystem gerate derzeit an seine Belastungsgrenze. Angesichts der Verschärfung der Pandemielage in Tunesien habe der Ministerrat am 20. Juli beschlossen, aktuell nicht benötigte medizinische Ausstattung aus dem Bestand des Freistaats Bayern an Tunesien abzugeben. Huml: "Die Pandemie werden wir weltweit bekämpfen müssen. Sie ist eine gemeinsame Herausforderung der internationalen Gemeinschaft. Bayern steht seinen Partnern in der Welt bei und unterstützt, wo dies möglich ist."

Inzidenz in Bayern steigt leicht auf 13,4

Mittwoch, 28. Juli, 6.57 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz im Freistaat liegt bei 13,4, minimal höher als am Dienstag, als sie bei 13,2 gelegen hatte. Als coronafrei gelten mit einer Inzidenz von 0,0 in der Stadt Schwabach und neu der Landkreis Lichtenfels. Wieder unter dem Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern ist der Kreis Berchtesgadener Land, er bleibt aber noch immer bei 45,3. Es folgen der Kreis Dillingen an der Donau (34,2) sowie die Stadt Bamberg (29,7).

Söder will Impfungen forcieren - Ungeimpfte sollen Corona-Test selbst bezahlen

Dienstag, 27. Juli, 18.25 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) fordert eine klare Strategie von Bund und Ländern gegen eine drohende vierte Corona-Welle im Herbst. Es dürfe in der Pandemiebekämpfung kein Zögern geben, mahnte Söder am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München. Man könne nicht einfach nur abwarten, was passiere, und in den Herbst und in die Bundestagswahl "hineinstolpern". "Es wird nicht reichen, zu hoffen, dass der Corona-Kelch vor der Bundestagswahl an uns einfach vorbeigeht." Es brauche Entscheidungen und "klare Linien". Deshalb werde im August eine Konferenz der Ministerpräsidenten stattfinden. Es werde "eine sehr spannende Diskussion" über den richtigen Kurs geben.

Zentral ist für Söder unter anderem die Frage, wie man die stockende Impfkampagne vorantreiben kann. Dabei will er bei Erwachsenen den Druck auf Ungeimpfte erhöhen. Es gehe nicht darum, eine Impfpflicht durch die Hintertür einzuführen, sagte er. Aber es müsse klar sein, dass das Vorenthalten von Grundrechten für Geimpfte nicht länger gerechtfertigt sei. "Kanzleramt und Kanzlerkandidat haben unterschiedliche Akzente bei dem Thema gesetzt", sagte Söder - er hoffe aber, dass man in der Union nun schnell zu einer Linie finde. Auch die staatliche Finanzierung von Tests für Ungeimpfte halte er für nicht mehr haltbar, sobald allen ein Impfangebot unterbreitet worden sei, bekräftigte er. Söder nannte Preise von rund 50 bis 60 Euro für einen PCR-Test und um die 10 Euro für einen Schnelltest.

Zudem sprach sich Söder erneut dafür aus, das Impfen für Kinder ab 12 Jahren deutlich voranzubringen. Ziel müsse es sein, bei den Schülerinnen und Schülern im neuen Schuljahr die Quarantänezeiten so weit wie möglich zu reduzieren, sagte er. In Großbritannien, wo die Infektionszahlen deutlich in die Höhe gegangen sind, befänden sich derzeit 20 Prozent der Schülerinnen und Schüler in Quarantäne. Insgesamt warnte Söder vor einer "Pandemie der Ungeimpften". Das Robert Koch-Institut erarbeite gerade auch eine neue Berechnungsweise als Messlatte für die Schwere der Pandemie. Sie solle Impffortschritt und Sieben-Tage-Inzidenz unter einen Hut bringen. Die Grenze von 50 bei der Sieben-Tage-Inzidenz müsse dann wohl nach oben angepasst werden, mit Ausnahme der Schulen. "Ist das alte 50 noch das neue 50? In der Schule ja, weil da gibt es noch zu wenig Impfung", sagte er.

Maskenpflicht für Bedienungen im Freien bleibt

Dienstag, 27. Juli, 14.09 Uhr: In Bayerns Gastronomie bleibt es bei der Maskenpflicht für Bedienungen auch im Freien. Geregelt wird dies ab sofort wieder in der bayerischen Corona-Verordnung selbst und nicht mehr nur in Rahmenkonzepten. Das hat das bayerische Kabinett am Dienstag entschieden. Damit soll ausgeschlossen werden, dass es in Einzelfällen Hygienekonzepte geben könnte, in denen keine Maskenpflicht für das Personal im Außenbereich gilt. Das Kabinett reagiert damit auf einen Beschluss des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs. Das Gericht hatte eine Normenkontrollklage gegen die Maskenpflicht für Bedienungen im Freien nicht zugelassen und dies damit begründet, dass dies nicht Teil der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung sei, sondern nur Teil eines Rahmenkonzeptes, auf das in der Verordnung verwiesen werde. Dessen Inhalt sei bei der Erstellung der Hygienekonzepte durch die Gastronomen aber nicht zwingend.

Der Hotel- und Gaststättenverband, der die Klage unterstützt hatte, hatte nach dem Beschluss die Möglichkeit gesehen, dass "ein Betreiber im Einzelfall unter Berücksichtigung seiner konkreten Umstände sein eigenes Hygienekonzept so ausgestalten kann, dass er die Maskenpflicht für sein Personal im Außenbereich aufhebt". Um dem einen Riegel vorzuschieben, hat das Kabinett nun allerdings beschlossen, wichtige Vorgaben aus den Rahmenkonzepten künftig wieder unmittelbar in der Verordnung zu regeln und nicht in den ausgelagerten Rahmenkonzepten. Das gilt auch für Kunst und Kultur.

Ministerpräsident Söder: Bars und Kneipen dürfen öffnen - unter Auflagen

Dienstag, 27. Juli, 12.58 Uhr: Bars und Kneipen werden künftig wie normale Restaurants behandelt, informierte Ministerpräsident Markus Söder nach der Sitzung des bayerischen Kabinetts. Das bedeutet, dass Schanklokale nun öffnen und Gäste am Platz bewirten dürfen. Allerdings darf die Musik nicht zu laut aufgedreht werden, sie kann höchstens im Hintergrund laufen, und Gäste dürfen nicht an der Theke stehen. Ein-Raum-Wirtschaften, also kleine Boazn mit ausschließlich Stehplätzen, müssen somit geschlossen bleiben.

Mit der Entscheidung reagierte das Kabinett auf ein Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs, der die Schließung von Innenräumen reiner Schankwirtschaften am Freitag gekippt hatte. Auf weitergehende Einschränkungen, etwa eine gesonderte Sperrstunde oder ein Alkoholausschankverbot ab einer bestimmten Uhrzeit, wie sie das Gericht als Möglichkeit angedeutet hatte, verzichtete das Kabinett.

Bei der Pressekonferenz am Dienstagmittag beklagte Söder, dass die Impfgeschwindigkeit in Bayern nachlasse: Auch in Bayern gebe es ein Nord-Süd-Impfgefälle. Von September an soll es deswegen Impf-Angebote auch an Schulen geben. Der Ministerpräsident betonte, dass vollständig Geimpfte ihre Rechte wiedererhalten und damit mehr Freiheit haben sollen als Nichtgeimpfte. Also dass sie zum Beispiel bei Kulturveranstaltungen oder Stadionbesuchen unbegrenzten Zugang erhalten.

Der Ministerpräsident sagte wie schon vor einigen Tagen, dass Tests künftig womöglich nicht mehr kostenlos angeboten werden könnten. Prämien sollen nicht gezahlt werden, um Personen zum Impfen zu bewegen.

Bayerns Koalition streitet über Öffnung von Bars und Kneipen

Dienstag, 27. Juli, 9.46 Uhr: Nach dem Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs droht am Dienstag im Kabinett (10 Uhr) ein neuer Streit der Koalitionäre zur Öffnung von Bars und Kneipen. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte bereits am Freitag angekündigt, dass er gegen eine völlige Freigabe sei. Er betonte, dass das Gericht zwar eine generelle Schließung nicht mehr für verhältnismäßig halte, Einschränkungen wie eine Koppelung an die Inzidenzwerte oder andere Auflagen seien aber ausdrücklich zulässig. Denkbar seien daher etwa spezielle Regelungen zur Sperrstunde, zum Alkoholausschank oder zu einer Sitzplatzpflicht.

Dagegen hatte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) erklärt, es sei "höchste Zeit", dass auch Bars und Kneipen nach dem langen Lockdown wieder ihren Geschäften nachgehen und Gäste bedienen dürften. Öffnungen mit bewährten Konzepten seien verantwortbar und könnten dazu führen, dass weniger private Treffen in Partykellern oder im öffentlichen Raum stattfänden.

Die Koalition steht damit in ihrer zunächst letzten geplanten Kabinettssitzung vor der Sommerpause einmal mehr vor der schwierigen Aufgabe, zwei sehr unterschiedliche Positionen in ein gemeinsames Konzept zu gießen. Dies hatte jüngst etwa auch bei Fragen zur Maskenpflicht für Schüler immer wieder für Ärger gesorgt.

Wieder Maskenpflicht an Schulen nach den Sommerferien

Dienstag, 27. Juli, 8.56 Uhr: Ab dem ersten Schultag am 14. September müssen die bayerischen Schülerinnen und Schüler im Klassenzimmer in den ersten Wochen abermals einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Dadurch sollen Infektionen durch Reiserückkehrer verhindert werden, schrieb Bayerns Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) in einem Brief an die Erziehungsberechtigten in Bayern. Der Schulstart im Herbst könne für den weiteren Verlauf des Schuljahres entscheidend sein. Wie lange die Maskenpflicht bestehen bleiben soll, sagte er nicht.

An weiterführenden Schulen müssen mindestens OP-Masken getragen werden, an Grundschulen "ist die Hauptsache, dass Mund und Nase bedeckt sind", so ein Ministeriumssprecher. Hier reichen etwa Stoffmasken aus.

Außerdem rief Piazolo dazu auf, alle Kinder in der letzten Ferienwoche auf das Coronavirus in einem Testzentrum, an einer Teststation oder einer Apotheke testen zu lassen. "Jede Infektion, die schon vor Schulbeginn erkannt wird, erhöht die Sicherheit für die Mitschülerinnen und Mitschüler in den ersten Unterrichtstagen, verhindert Infektionen und Quarantäneanordnungen", erklärte Piazolo.

Inzidenz in Bayern liegt bei 13,2

Dienstag, 27. Juli, 7.17 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz im Freistaat liegt bei 13,2, minimal niedriger als am Montag, als sie bei 13,3 gelegen hatte. Als coronafrei gilt mit einer Inzidenz von 0,0 nur noch die Stadt Schwabach. Mit 63 Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen und einem Wert von 59,5 führt der Kreis Berchtesgadener Land nun die Inzidenz-Tabelle für den Freistaat an, es folgen der Kreis Dillingen an der Donau (37,3) sowie die Stadt Bamberg (31,0).

Gaststättenverband will Geimpfte und Getestete gleichstellen

Montag, 26. Juli, 16.02 Uhr: Der bayerische Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) lehnt eine Bevorzugung von Geimpften gegenüber auf das Coronavirus Getesteten beim Zugang zur Gastronomie ab. "Wir fordern die Gleichstellung von Negativ-Getesteten mit Geimpften und Genesenen, um Anreize für freiwillige Testungen und Impfungen zu schaffen", heißt es in einem Positionspapier. Dieses legte die Dehoga bei ihrem Gastgebertag am Montag in Bamberg vor.

Bayerns Verbandspräsidentin Angela Inselkammer kritisierte Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) für seinen Vorschlag, Geimpften den Vortritt auch in der Gastronomie zu geben. Stattdessen brauche es die "unverbrüchliche Zusage", dass es keiner weiteren Schließung mehr für die Gastronomiebetriebe bedarf. "Wir werden die Schließung der Branche nicht mehr mittragen", sagte Inselkammer.

Die Gastronomie habe ein Sonderopfer gebracht, damit die Industrie habe offen bleiben können. Besonders schwer habe es weiter die Stadthotellerie - Tagungen, Kongresse und Messen hätten große Löcher gerissen, sagte Inselkammer. Es bestehe nun keine Notwendigkeit mehr für einen Lockdown. "Wir können uns zur Wehr setzen mit den 3 Gs. Wir haben die ausgeklügelsten Hygienekonzepte in ganz Europa", sagte Inselkammer. An die Branche gerichtet sagte sie: "Die Hygienekonzepte müssen eingehalten werden." Wer eklatant dagegen verstoße, müsse bestraft werden.

Inzidenz in Bayern steigt auf 13,3

Montag, 26. Juli, 6.57 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz im Freistaat steigt weiter. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts liegt sie am Montag bei 13,3 - das ist ein Sprung zum Vortag, als sie bei 10,9 gelegen hatte. Allerdings war der Wert am Freitag schon bei 12,2. Als coronafrei gelten mit einer Inzidenz von 0,0 der Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz und die Stadt Schwabach. Mit 62 Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen und einem Inzidenzwert von 58,5 führt der Kreis Berchtesgadener Land nun die Tabelle für den Freistaat an, es folgen der Kreis Dillingen an der Donau (34,2) sowie die Stadt Bamberg (32,3).

Erstmals seit gut fünf Wochen liegt die Corona-Inzidenz in einem bayerischen Landkreis damit wieder über 50. Noch am Sonntag hatte der Kreis Berchtesgadener Land einen Wert von 35,9 gemeldet. Zuletzt hatte am 19. Juni die Stadt Schweinfurt oberhalb der 50er-Grenze gelegen. Direkte Konsequenzen hat das Überschreiten noch nicht. Maßnahmen greifen erst, wenn Inzidenzschwellenwerte an drei aufeinander folgenden Tagen überschritten werden - und dann ab dem übernächsten Tag. Sollte die Inzidenz aber über 50 bleiben, würde das unter anderem bedeuten, dass bei diversen Veranstaltungen weniger Menschen zugelassen sind. Zudem müsste bei einigen Anlässen wieder ein negativer Corona-Test vorgewiesen werden - beispielsweise wenn Menschen aus mehreren Hausständen in der Gastronomie an einem Tisch sitzen.

Aufruf zum Testen im Berchtesgadener Land - Maskenpflicht an Schulen

Sonntag, 24. Juli, 19.56 Uhr: Im Landkreis Berchtesgadener Land gilt von Montag an wieder eine Maskenpflicht für Schülerinnen und Schüler ab der fünften Klasse. Der Landkreis überschritt den dritten Tag in Folge den Wert über 25, wie das Landratsamt am Sonntag mitteilte. Für Grundschulen und Förderschulen gelte keine Maskenpflicht. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz lag im Landkreis Berchtesgadener Land mit 35,9 bayernweit am höchsten. Das Landratsamt hat daher das Testangebot erweitert und rief alle Bürgerinnen und Bürger auf, sich testen zu lassen. "Im Hinblick auf die Delta-Variante richtet sich diese Bitte auch an Geimpfte", hieß es in der Pressemitteilung.

Mehr Ferienangebote für Kinder und Jugendliche in den Sommerferien

Sonntag, 24. Juli, 10.36 Uhr: Eltern stehen in diesem Jahr deutlich mehr Ferienbetreuungsangebote für ihre Kinder zur Verfügung als im Vorjahr. Die Zahl der Anträge neuer Träger nimmt täglich zu, wie der Bayrische Jugendring (BJR) mitteilte. Bisher haben sich mehr als 600 Träger in Bayern im Ferienportal registriert und bieten dort von Tanzen über Singen bis Trampolinspringen verschiedene Aktivitäten an. Die vom BJR koordinierten Aktivitäten werden von Einrichtungen wie Jugendverbänden oder Jugendringen nach den Corona-Regeln durchgeführt.

Im Vergleich zum Vorjahr soll es laut BJR in diesem Jahr deutlich mehr Sport im Angebot geben. BJR-Präsident Matthias Fack äußerte sich mit Blick auf die Sommerferien zuversichtlich: Die Staatsregierung "habe erkannt, dass junge Menschen Aktivitäten und Freiräume jenseits von Schule jetzt mehr denn je brauchen". Kinder und Jugendliche leiden nach wie vor besonders unter der Corona-Pandemie und ihren Auswirkungen, sagte Fack.

Holetschek ruft zu Impfungen in den Sommerferien auf

Sonntag, 24. Juli, 8.11 Uhr: Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat die Menschen in Bayern dazu aufgerufen, sich trotz der anstehenden Sommerferien gegen Corona impfen zu lassen. "Es war noch nie so leicht wie jetzt, eine Corona-Impfung zu bekommen", sagte der CSU-Politiker in einer am Sonntag verbreiteten Mitteilung. "Corona macht keine Ferien, und auch unsere Impfangebote sind in den Ferien weiter für alle Impfwilligen offen. Dieser Sommer ist ein Impf-Sommer."

Wer seinen Termin zur Zweitimpfung in den Sommerferien habe, solle diesen auch wahrnehmen, betonte Holetschek. Nur so sei ein voller Immunschutz gegen eine schwere Covid-Erkrankung möglich. "Das ist gerade mit Blick auf den Vormarsch der Delta-Variante und die seit gut zwei Wochen wieder steigenden Infektionszahlen immens wichtig." Die Pandemie sei noch nicht bezwungen, sagte Holetschek. Reisende sollten sich daher testen lassen und an die Quarantäne-Regeln halten. "Wir dürfen in Deutschland die Fehler des Sommers 2020 nicht wiederholen, der Reiseverkehr darf nicht wieder ein Treiber der Pandemie werden."

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