bedeckt München 11°

Coronavirus-Newsblog für Bayern:Newsblog vom 19. bis zum 25. April 2021

Archivhinweis: Coronavirus-Newsblog für Bayern

Dieser Newsblog wird nicht mehr aktualisiert.

Unsere Newsblogs werden in regelmäßigen Abständen archiviert. Die neuesten Entwicklungen finden Sie hier in unserem aktuellen Newsblog zur Corona-Krise in Bayern.

  • Hinweis: Dieser Newsblog ist archiviert und wird nicht mehr aktualisiert.

Bayerns Hausärzte wollen planbare Mengen an Impfstoff

Sonntag, 25. April, 13.07 Uhr: Bayerns Hausärzte wollen mehr Planbarkeit bei den Corona-Impfungen. Die Praxen müssten den prioritären Zugriff auf alle Impfstoffe in ausreichender und planbarer Menge erhalten, forderte der Bayerische Hausärzteverband am Sonntag in München. Zudem wolle man von der Politik mehr Rückendeckung für ein pragmatisches Vorgehen bei Impfungen sowie weniger Bürokratie bei Corona-Tests. Widerstand leisteten die Mediziner gegen Überlegungen, Immunitätsausweise von Arztpraxen ausstellen zu lassen. "Wir versorgen kranke Menschen und sind nicht das Passamt der Nation", sagte der Landesvorsitzende Markus Beier.

Freibäder im Freistaat im Standby-Modus

Sonntag, 25. April, 11.09 Uhr: Auch wenn es wegen der hohen Corona-Infektionszahlen noch keine Perspektive für eine Öffnung gibt, werden die Freibäder in Bayern gewartet und gereinigt. "Alle Freibäder werden derzeit auf eine potenzielle Öffnung vorbereitet", betonte eine Sprecherin der Stadtwerke München. Auch die Bäder in Augsburg, Landshut, Regensburg, Bayreuth und Würzburg werden hergerichtet.

Eigentlich startet die Freibad-Saison im Mai. Doch daraus wird in Bayern wohl vorerst nichts. Die Reduktion von Kontakten stelle "weiterhin eine wichtige Säule zur Eindämmung des Infektionsgeschehens dar, weshalb in der aktuellen Situation eine Öffnung von Freibädern nicht angezeigt ist", heißt es aus dem Bayerischen Gesundheitsministerium. Doch die Betreiber der Bäder fordern Perspektiven. "Weil ein Badbetreiber kein Arzt ist, sind klare Vorgaben und Planbarkeit seitens Politik und Wissenschaft entscheidend für uns", erklärte eine Sprecherin des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU). Ein Schwimmbad in Betrieb zu nehmen bedeute mehr als buchstäblich "nur den Wasserhahn einer überdimensionalen Badewanne aufzudrehen".

Momentan würden die Becken gereinigt, die Liegeflächen gepflegt und die Technik überprüft, meinte die VKU-Sprecherin. Um Energie zu sparen, seien die Becken aber noch nicht beheizt. Auch die Wasserqualität müsse erst überprüft werden, bis zur Freigabe durch das Gesundheitsamt dauere es etwa drei Wochen. Gegebenenfalls müssten die Betreiber noch ihr Hygienekonzept anpassen. Vergangenes Jahr konnten die Freibäder im Freistaat Anfang Juni wieder öffnen - unter Einhaltung verschiedener Sicherheitsmaßnahmen. So durften unter anderem weniger Badegäste kommen, sie mussten Abstand halten und beim Betreten der Sanitärbereiche Masken tragen.

Feiern trotz Corona-Lockdown

Sonntag, 25. April, 10.50 Uhr: Trotz des Corona-Lockdowns wollten am Wochenende mehrere Leute nicht aufs Feiern verzichten. Die Polizei musste einige Partys auflösen, etwa im oberpfälzischen Regenstauf (Landkreis Regensburg). Dort hatten es sich am Samstagabend elf Jugendliche zwischen 17 und 21 Jahren auf dem Parkplatz eines Baumarktes gemütlich gemacht - mit Campingstühlen und Alkohol, wie die Polizei am Sonntag berichtete.

In Ursensollen (Landkreis Amberg-Sulzbach) hatten in der Nacht zum Samstag neun Menschen gefeiert. Als die Polizei anrückte, flohen vier über den Gartenzaun. Ihre Identität habe man aber klären können. Sie erwartet eine Anzeige nach dem Infektionsschutzgesetz. "Es könnte eine teure Geburtstagsfeier werden", kommentierte die Polizei am Sonntag den Vorfall. In Wurmannsquick (Landkreis Rottal-Inn) beendete die Polizei eine Party von Jugendlichen zwischen 16 und 17 Jahren in der Nacht zum Sonntag. Ein 17-Jähriger versuchte später, mit der Polizei über den Vorfall zu reden. Dabei habe er die Beamten aber beleidigt und sei immer aggressiver geworden. Die Folge: mehrere Straf- und Ordnungswidrigkeitsverfahren. Auch im oberfränkischen Kronach, in Freising, Sünching (Landkreis Regensburg) und Eußenhausen (Landkreis Rhön-Grabfeld) hatten mehrere Menschen gefeiert, obwohl dies wegen der Corona-Regeln nicht erlaubt war.

Seine Lust auf Tabak kommt einen 23-Jährigen teuer zu stehen. Der Mann habe sich am Samstag um 23.40 Uhr im niederbayerischen Eggenfelden (Landkreis Rottal-Inn) am Automaten Zigaretten holen wollen, teilte die Polizei mit. Als ihn die Beamten auf die ab 22 Uhr geltende Ausgangssperre hinwiesen, habe er sich uneinsichtig gezeigt und den Polizisten beleidigt. Neben einer Ordnungswidrigkeitenanzeige wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz werde nun auch ein Strafverfahren wegen Beleidigung gegen ihn eingeleitet.

Holetschek: Weiter keine Direktflüge zwischen Bayern und Indien

Sonntag, 25. April, 7.23 Uhr: Direkte Passagierflüge zwischen Bayern und Indien wird es angesichts der dort grassierenden gefährlichen Virusvariante auch weiterhin noch nicht geben. "Die indische Mutante ist hochgefährlich. Das zeigen uns die explodierenden Infektionszahlen aus Indien ganz deutlich", sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Samstag der Deutschen Presse-Agentur in München. Bereits seit Mitte November seien Direktflüge zwischen Bayern und Indien eingestellt.

"Das begrenzt die Reisebewegungen zwischen unseren beiden Ländern auf natürliche Weise", sagte der Minister. Ausruhen dürfe man sich darauf aber nicht. "Für alle Einreisenden aus Hochinzidenz- und Virusvariantengebieten gelten weiterhin strenge Schutzmaßnahmen wie Test- und Quarantänepflicht." So befrage die Polizei Einreisende an den drei bayerischen Flughäfen intensiv, ob sie sich zuletzt in Risiko-, Hochinzidenz- oder Virusvariantengebieten aufgehalten hätten und leite gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen ein.

Viele Ausflügler in Bayern - Lage an Ausflugszielen "entspannt"

Samstag, 24. April, 19.38 Uhr: Das sonnige Frühlingswetter hat die Menschen in Bayern am Samstag ins Freie gelockt. In Parks, an Seen, Flüssen und in den Bergen waren viele Ausflügler unterwegs und nutzten die warmen Sonnenstunden. Ein Massenansturm auf einzelne Ziele blieb aber der Polizei zufolge aus. Es sei zwar einiges los gewesen, aber dabei friedlich geblieben, teilten die Behörden am Samstagnachmittag mit.

So meldete das Polizeipräsidium Oberbayern Süd viele Leute, die an den Seen, in den Bergen und an anderen beliebten Ausflugszielen unterwegs waren. Die Wanderparkplätze seien wohl entsprechend voll, sagte ein Sprecher. Aber das sei bei diesem Wetter auch nicht anders zu erwarten. "Das erste schöne Wochenende nutzt man natürlich aus." Auch in München spazierten viele durch den Englischen Garten oder an der Isar entlang. Auch hier sei aber soweit alles in Ordnung gewesen, alle hätten sich offenbar an die Corona-Regeln gehalten, sagte ein Polizeisprecher.

Im Fichtelgebirge zog die Polizei ein ähnliches Fazit. Dort sei die Lage entspannt gewesen. Ähnlich ging es auch am Schwansee bei Füssen (Landkreis Ostallgäu) zu. Der See sei zwar in den vergangenen Monaten ein "Problemkind" gewesen, der Besucheransturm habe sich nach Angaben der Polizei trotz des guten Wetters aber in Grenzen gehalten. Auch an die Ausgangssperre, die in Bayern von 22 bis 5 Uhr gilt, hatten sich die Menschen in Bayern nach Polizeiangaben überwiegend gehalten.

Illegale Party mit Erlaubnis der Eltern - Polizei löst Feier auf

Samstag, 24. April, 16.36 Uhr: In Niederbayern hat die Polizei eine illegale Party aufgelöst. Die Beamten hatten am Freitag den Hinweis bekommen, dass mehrere Jugendliche in einem Privathaus in Stephansposching (Landkreis Deggendorf) trotz der Corona-Beschränkungen feiern sollen, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Bei der darauffolgenden Überprüfung trafen die Beamten vier Jugendliche sowie eine 12-Jährige an. Alle fünf stammten aus verschiedenen Haushalten. Die Eltern wussten den Angaben zufolge über die Feier Bescheid. Die Beamten erstatteten Anzeige.

Inzidenz am Samstag leicht gesunken

Samstag, 24. April, 12.30 Uhr: Der bayernweite Inzidenzwert, der angibt, wie viele Neuinfektionen es in den vergangenen sieben Tagen pro 100 000 Einwohnern gab, ist leicht gesunken. Am Samstag liegt der Wert nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) bei 176,2, am Freitag lag er bei 180,5. Am stärksten von der Pandemie betroffen ist in Bayern derzeit der Landkreis Mühldorf am Inn, dort beträgt die Inzidenz laut RKI 346,1. Am Freitag noch war der Landkreis Kronach mit ebenfalls 346,1 bayerischer Spitzenreiter; am Samstag lag die Region mit einem Wert von 307,1 deutlich hinter Mühldorf am Inn.

Luca-App ist in Bayern nun flächendeckend einsatzbereit

Freitag, 23. April, 17.42 Uhr: In Bayern sind nun alle Gesundheitsämter an die Kontaktnachverfolgungs-Software Luca angebunden. "Damit kann das Luca-System kostenlos in ganz Bayern zur corona-konformen Gästeregistrierung und Kontaktnachverfolgung eingesetzt werden", teilte das Digitalministerium in München am Freitag mit.

Mit der Luca-App können Menschen über einen sogenannten QR-Code beim Besuch beispielsweise in Gaststätten einchecken. Die Daten landen bei den 76 Gesundheitsbehörden; Kontaktpersonen könnten dann bei einer Infektion ermittelt und über die Smartphone-Anwendung informiert werden.

Die Software ist allerdings umstritten. Der Chaos-Computer-Club hatte mögliche Datenschutzprobleme kritisiert. Der Bayerische Blinden- und Sehbehindertenbund hatte erklärt, dass die App nicht barrierefrei sei. Ohne Hilfe könnten Blinde das Programm nicht nutzen.

Fast alle Schüler testen sich in der Schule

Freitag, 23. April, 16.05 Uhr: Nahezu alle Schülerinnen und Schüler in Bayern machen den seit den Osterferien verpflichtenden Corona-Test in ihren Schulen. Nur rund drei Prozent hätten laut einer stichtagsbezogenen Abfrage den Nachweis eines externen Tests vorgelegt, teilte das Kultusministerium in München am Freitag mit. Unter den 288 000 Kindern und Jugendlichen, die am Mittwoch in der Schule einen Selbsttest gemacht hatten, wurden rund 160 positiv getestet.

In solchen Fällen ist ein anschließender, zuverlässigerer PCR-Test notwendig, um das Ergebnis zu bestätigen. Wie viele Schüler die Vorlage eines Testergebnisses oder die Durchführung eines Selbsttests verweigerten und somit nicht am Präsenzunterricht teilnehmen durften, erfasst das Ministerium nach Angaben eines Sprechers nicht. Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) war voll des Lobes für den Nachwuchs. "Unsere Schülerinnen und Schüler machen das wirklich toll, gehen richtig gut mit der Situation um." Durch das Testen seien viele Ansteckungen in- und außerhalb der Schule vermieden worden. "Das ist ein wesentlicher Beitrag zur Eindämmung der Pandemie."

Seit dem 12. April dürfen Bayerns Schülerinnen und Schüler nur dann am Unterricht in den Klassenzimmern teilnehmen, wenn sie mindestens zweimal in der Woche ein negatives Testergebnis vorlegen. Der Test kann entweder in der Schule selbst mittels eines Selbsttests gemacht werden oder aber außerhalb der Schule durch medizinisches Personal in Form eines PCR- oder Schnelltests.

Bauma findet erst im Herbst 2022 statt

Freitag, 23. April. 15.02 Uhr: Die Pandemie wirkt sich nun auch auf Großveranstaltungen im kommenden Jahr aus: Die Messe München verschiebt die Baumaschinenmesse Bauma von April auf Ende Oktober 2022. Diese Entscheidung habe man nach Gesprächen mit Industrie und Freistaat frühzeitig getroffen, da die Planungsvorläufe für Aussteller und Veranstalter bei der größten Messe der Welt besonders lange seien, teilt die Messe mit. Zur letzten Bauma 2019 kamen 620 000 Besucher.

Bayerns Fußball-Verband kritisiert Corona-Notbremse

Freitag, 23. April, 12.27 Uhr: Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) hat das geänderte Infektionsschutzgesetz mit der Corona-Notbremse scharf kritisiert. "Das ist keineswegs der erhoffte und in unseren Augen längst überfällige Schritt in die richtige Richtung. Das Gegenteil ist der Fall", erklärte BFV-Präsident Rainer Koch, der auch Vizepräsident beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) ist. "Ich bleibe dabei und wiederhole mich ausdrücklich: Der Amateur- und Jugendfußball stellt kein pandemisches Problem dar, sondern ist vielmehr fixer Teil der Lösung."

Der Sport gebe Menschen Bewegung und Lebensfreude zurück, ganz besonders Kindern und Jugendlichen. "Das bleibt ihnen mit dieser Regelung, von der wir im Moment nicht wissen, ob sie in Bayern überhaupt gilt, faktisch verwehrt und hat drastische Folgen - für Körper und Psyche, aber auch für den Unterbau in unseren Vereinen", sagte Koch weiter. Gezogen werden soll die Notbremse, wenn in einem Landkreis oder einer Stadt die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen an drei Tagen hintereinander über 100 liegt. Dann dürfen unter anderem Menschen ab 22.00 Uhr die eigene Wohnung in der Regel nicht mehr verlassen. Alleine Spazierengehen und Joggen ist bis Mitternacht erlaubt. Es darf sich höchstens noch ein Haushalt mit einer weiteren Person treffen, wobei Kinder bis 14 Jahre ausgenommen sind.

Sieben-Tage-Inzidenz nahezu unverändert

Freitag, 23. April, 6.48 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz in Bayern stagniert auf hohem Niveau. Am Freitag liegt der Wert laut Robert Koch-Institut bei 180,5, am Vortag betrug er 180,3. Die Landkreise Kronach und Haßberge haben die höchsten Inzidenzwerte mit 346,1 beziehungsweise 344,9. Die wenigsten Neuinfizierten pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen verzeichneten die Landkreise Tirschenreuth und Garmisch-Partenkirchen mit Inzidenzwerten von 76,3 und 76,9.

Passau hebt Impfreihenfolge für über 16-Jährige auf

Donnerstag, 22. April, 18.48 Uhr: In Passau soll von nächster Woche an ohne Priorisierung geimpft werden. Alle priorisierten Impfwilligen hätten ein Impfangebot erhalten, teilte die Stadt am Donnerstag mit. Aus diesem Grund kann sich ab der kommenden Woche jede Passauerin und jeder Passauer über 16 Jahre für eine Impfung im Impfzentrum der Stadt registrieren. Die Passauer Neue Presse (PNP) hatte darüber berichtet. Seit dem Impfstart Ende Dezember seien in der niederbayerischen Stadt mehr als 24 500 Erst- und Zweitimpfungen durchgeführt worden. "Unser Ziel ist, dass bis zum 30. Juni 2021 mindestens 35 000 Personen im Stadtgebiet ihre Erstimpfung erhalten haben", teilte Oberbürgermeister Jürgen Dupper mit. "Daher möchte ich alle ermuntern, sich für eine Impfung zu registrieren, weil das derzeit der einzige vernünftige Weg ist, eine Annäherung an die frühere Normalität zu erreichen."

Zahl der Covid-19-Intensivpatienten bleibt auf hohem Stand

Donnerstag, 22. April, 16.02 Uhr: In Bayern waren am Donnerstag rund 790 Covid-19-Patienten in Intensivbehandlung. Dies ging aus der Übersicht des deutschlandweiten Divi-Registers hervor. Damit war die Zahl der Intensivpatienten auf einem ähnlichen Stand wie zu Beginn der vergangenen Woche. Rund 54 Prozent dieser Intensivpatienten wurden am Donnerstag invasiv, also mit Hilfe eines Beatmungsschlauches, beatmet.

Rund 200 Klinikstandorte im Freistaat melden ihre belegten und freien Betten an das Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi). Im Durchschnitt waren pro Standort in Bayern noch 1,8 Intensivbetten frei - der Bundesdurchschnitt lag hier am Donnerstag bei 2,3 Betten. Es gab in den bayerischen Krankenhäusern noch rund 180 freie Betten speziell für Covid-19-Patienten.

Hof startet Corona-Impfung in Betrieben

Donnerstag, 22. April, 15.26 Uhr: Stadt und Landkreis Hof bekommen weitere zusätzliche Impfdosen im Kampf gegen die Corona-Pandemie - und wollen damit in den kommenden Wochen verstärkt in Betrieben impfen. Zunächst sollen 2000 Impfdosen an Mitarbeiter der 20 größten Unternehmen in Stadt und Landkreis gehen. "Unser Ziel ist es, so schnell wie möglich zu immunisieren. Deshalb möchten wir auch unseren Firmen bald ein flächendeckendes Impfangebot machen. Mit dem Sonderkontingent gehen wir einen ersten Schritt, um mögliche Infektionsketten zu unterbrechen", teilten Landrat Oliver Bär (CSU) und Hofs Oberbürgermeisterin Eva Döhla (SPD) am Donnerstag gemeinsam mit.

Am kommenden Dienstag (27. April) starten mobile Impfteams die Impf-Aktion in den Betrieben. Wer geimpft wird, sollen die Betriebe bestimmen. Hof zählt seit Wochen zu den Corona-Hotspots in Deutschland mit sehr hohen Infektionszahlen; zuletzt waren die Zahlen aber gesunken. Am Donnerstag hatte das Robert Koch-Institut (RKI) für die Stadt Hof eine Sieben-Tage-Inzidenz von 268,4 ermittelt, für den Landkreis wurden 266,9 Neuinfektionen binnen sieben Tage gemeldet.

In Hof liegt die Impfquote bereits jetzt deutlich über dem bayernweiten Wert. 32,1 Prozent, gemessen an der Einwohnerzahl, sind bereits mindestens einmal geimpft, in Bayern sind es nach RKI-Zahlen vom Donnerstag 22,2 Prozent.

Ministerpräsident Markus Söder und Gesundheitsminister Klaus Holetschek (beide CSU) hatten zuletzt immer wieder betont, welche wichtige Rolle Impfungen in Betrieben bei der Pandemie-Bekämpfung spielen sollen. Noch im April sollen Modellprojekte für Corona-Impfungen in Unternehmen starten.

Kassenärzte: Astra Zeneca-Freigabe erster Schritt zur Herdenimmunität

Donnerstag, 22. April, 12.42 Uhr: Bayerns Kassenärzte sehen in der Freigabe des Impfstoffs von Astra Zeneca für alle Altersgruppen einen wichtigen Schritt zur Herdenimmunität. Nun könne der Impfstoff bei interessierten jüngeren Patienten eingesetzt werden, die aus Sicht des Arztes dafür geeignet sind, sagte ein Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB). "Es ist ein erster Schritt raus aus der Priorisierung, hin zu einem allgemeinen Impfangebot und zur Herdenimmunität." Ob den Arztpraxen dafür genügend Impfstoff zur Verfügung stehe, lasse sich bislang "nicht seriös beantworten", sagte der Sprecher.

Laut dem Impfmonitor des Zentralinstituts der Kassenärztlichen Vereinigungen standen bayerischen Impfzentren und Praxen demnach Stand Dienstag rund 247 000 Astra-Zeneca-Impfdosen zur Verfügung. Wie viel davon für Patienten über 60 zurückgelegt wurde, sei der KVB aber nicht bekannt, sagte der Sprecher. "Prinzipiell gilt weiterhin: Die Patienten werden von der Praxis informiert, wenn ein Impfangebot verfügbar ist."

Bayern hatte den Impfstoff von Astra Zeneca in Arztpraxen am Mittwoch für alle Altersgruppen freigegeben. Zuvor hatten Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen die gleiche Entscheidung getroffen. Wegen sehr seltener Fälle von Blutgerinnseln (Thrombosen) soll der Astra-Zeneca-Impfstoff in Deutschland seit dem 31. März in der Regel nur noch bei Menschen ab 60 Jahren eingesetzt werden. Unter 60-Jährige können sich "nach ärztlichem Ermessen und bei individueller Risikoanalyse nach sorgfältiger Aufklärung" weiter damit impfen lassen.

Verfassungsgerichtshof lässt Schul-Regeln samt Testpflicht in Kraft

Donnerstag, 22. April, 10.09 Uhr: Die Testpflicht an bayerischen Schulen und die Regelungen zu Distanz- und Wechselunterricht bleiben in Kraft. Der Bayerische Verfassungsgerichtshof lehnte es in einer am Donnerstag veröffentlichten Entscheidung ab, die entsprechenden Regelungen in der Corona-Verordnung per einstweiliger Anordnung außer Vollzug zu setzen. Damit bleibt es dabei, dass bei einer Sieben-Tage-Inzidenz zwischen 50 und 100 nur noch Wechselunterricht erlaubt ist und bei Werten über 100 nur noch Distanzunterricht - mit einer Ausnahme unter anderem für Viertklässler und Abschlussklassen. Weiterhin dürfen Schülerinnen und Schüler nur noch mit negativem Test in die Schule.

Die Antragsteller hatten laut Gericht argumentiert, die Vorschriften zum Distanz- und Wechselunterricht verletzten verschiedene in der Bayerischen Verfassung garantierte Grundrechte von Kindern, Jugendlichen und Familien allgemein. Sie seien unter anderem angesichts der zu erwartenden negativen Auswirkungen auf die schulische und berufliche Laufbahn, die Persönlichkeitsentwicklung "sowie im Hinblick auf die drohenden ökonomischen, gesundheitlichen und psychischen Schäden" nicht verhältnismäßig. Die übermäßige Belastung der Kinder, Jugendlichen und ihrer Familien verstoße zudem gegen den Gleichheitsgrundsatz. Und die Testpflicht greife unzulässigerweise ebenfalls in verschiedene Grundrechte ein.

Das Gericht lehnte den Erlass einer einstweiligen Anordnung ab. Es sei nicht davon auszugehen, dass die Klage in der Hauptsache erfolgreich sei. Einen offensichtlichen Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz sahen die Richter ebenso wenig wie eine offensichtlich verfassungswidrige Einschränkung von Grundrechten. Zwar seien "die hohen Belastungen durch die Folgen der Pandemie insbesondere für Familien hinsichtlich der Beschulung und Betreuung von Kindern und Jugendlichen ohne jeden Zweifel einschneidend".

Bei einem "unbeschränkten Zusammentreffen von Schülerinnen und Schülern ohne Testpflicht" unabhängig von der Sieben-Tage-Inzidenz ergäbe sich allerdings ein deutlich erhöhtes Infektionsrisiko für schulische Kontaktpersonen, aber auch für die Gesamtbevölkerung. Die Richter verwiesen dabei auch auf die aktuell dynamische Entwicklung des Infektionsgeschehens unter Kindern und Jugendlichen (Vf. 26-VII-21).

Mobile Teams sollen ab Mai auch Obdachlose impfen

Donnerstag, 22. April, 8.46 Uhr: Mobile Impfteams sollen in Bayern von Mai an auch auf der Straße lebende Obdachlose gegen das Coronavirus immunisieren. Die Regierung stelle dafür von kommender Woche an 6000 Impfdosen zur Verfügung, kündigte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Donnerstag an. "Wir wollen damit gezielt auf die Menschen zugehen, die nicht in Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe und somit faktisch auf der Straße leben", sagte er laut einer Mitteilung des Ministeriums. "Hier geht es um Menschen, die keinen dauerhaften Aufenthaltsort haben und das bestehende Hilfesystem aus unterschiedlichen Gründen meiden."

Die Impfangebote soll es von den Teams der Impfzentren immer am gleichen Ort und zur gleichen Uhrzeit geben. "Wir werden keine unnötigen bürokratischen Hindernisse schaffen. Ein abgelaufener Personalausweis wird bei niemandem die Impfung verhindern", versprach Holetschek. Laut Ministerium gehören auf der Straße lebende Menschen nach der Impfreihenfolge des Bundes zur Priorisierungsgruppe 3. Menschen, die in Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe untergebracht sind, sollten bereits als Teil von Priorisierungsgruppe 2 Impfangebote erhalten haben - von mobilen Impfteams in den Einrichtungen oder per direkter Terminvereinbarung im Impfzentrum.

Wer den Ort seines gewöhnlichen Aufenthalts nicht wie in der Verordnung vorgesehen nachweisen könne, könne eine vom Ministerium erarbeitete Vorlage zur Bestätigung der Unterkunft oder einer Hilfsstelle als Identitätsnachweis nutzen.

Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter

Donnerstag, 22. April, 6.42 Uhr: Vier Landkreise unter 100, drei über 300 - die Sieben-Tage-Inzidenz in den bayerischen Städten und Landkreisen weist bessere Zahlen aus als in den vergangenen Tagen. Nach den Werten, die das Robert-Koch-Institut am Donnerstag meldet, liegt die Inzidenz im gesamten Freistaat bei 180,3. Am Mittwoch hatte sie bei 184,8 Neuinfizierten pro 100 000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen gelegen. An der Spitze der Tabelle steht weiterhin der Landkreis Kronach mit 355,1, dahinter der Kreis Mühldorf am Inn (329,7) und die Stadt Kempten (310,9). Während am Mittwoch noch sieben Städte und Kreise über der 300er-Marke lagen, sind es am Donnerstag nur noch diese drei.

Unter der Hotspot-Marke von 100 sind nun die Landkreise Tirschenreuth, Garmisch-Partenkirchen, Ebersberg und die Stadt Bamberg. 53 Kreise und Städte liegen zwischen den Werten 100 und 200, 36 zwischen 200 und 300. Stadt und Landkreis Hof, die lange die Spitzenwerte in der RKI-Liste hatten, haben nun Inzidenzen von 268,4 beziehungsweise 266,9.

Bayern gibt Astra Zeneca in Arztpraxen für alle Altersgruppen frei

Mittwoch, 21. April, 19.45 Uhr: Auch Bayern hat den Impfstoff von Astra Zeneca in Arztpraxen für Erwachsene aller Altersgruppen freigegeben. Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) teilte am Mittwochabend in München mit: "Die Priorisierung bei Astra Zeneca ist ab sofort aufgehoben, der Impfstoff kann in den Arztpraxen auch Personen unter 60 Jahren angeboten werden." Zuvor hatten bereits Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen die gleiche Entscheidung getroffen.

Der Minister sagte weiter: "Die Ärzte kennen ihre Patienten gut und wissen, wem sie aus dem Kreis der unter 60-Jährigen unter Berücksichtigung der Vorgaben der Ständigen Impfkommission ein Impfangebot mit diesem Wirkstoff machen können - und beraten hierzu ausführlich." Dieses besondere Vertrauensverhältnis solle genutzt werden, "denn jede Dosis Impfstoff muss möglichst rasch verimpft werden", betonte Holetschek.

Wegen sehr seltener Fälle von Blutgerinnseln (Thrombosen) soll der Astra-Zeneca-Impfstoff in Deutschland seit dem 31. März in der Regel nur noch bei Menschen ab 60 Jahren eingesetzt werden. Menschen zwischen 18 und 60 können sich "nach ärztlichem Ermessen und bei individueller Risikoanalyse nach sorgfältiger Aufklärung" weiterhin damit impfen lassen.

Streit in Tutzing: Corona-Protest oder Holocaust-Verharmlosung?

Mittwoch, 21. April, 19.05 Uhr: Ein vermeintlich kleiner Protest gegen Corona-Maßnahmen verursacht im Rathaus von Tutzing nachträglich Ärger. Etwa 20 Eltern haben sich an der "Aktion Kinderschuhe" beteiligt, zu der aus der Querdenker-Szene heraus seit Wochen in sozialen Netzwerken aufgerufen wird. Dabei verteilten Eltern Dutzende Kinderschuhe und Kuscheltiere an markanten Plätzen, dazu Transparente mit Schriftzügen wie "Seid ihr Eltern oder lasst ihr eure Kinder testen". Woran sich die Tutzinger Bürgermeisterin stößt: Die Assoziationen würden dazu beitragen, den Holocaust zu verharmlosen, wie sie im Gemeinderat sagte. In Konzentrationslagern hatten Nazi-Schergen die Schuhe ermordeter Kinder aufgetürmt.

Eine Mitorganisatorin der Aktion bestreitet jeden beabsichtigten Zusammenhang. Sie wolle auch nicht in die rechte Ecke gestellt werden. Ihr gehe es um ihre, ja um alle Kinder, die derzeit litten. Von der Bürgermeisterin gibt es nun das Angebot an Eltern, per Video ins Gespräch zu kommen. Sie fordert aber auch einen Weg der Demonstration, "der keinen Menschen verletzt". Was mit Applaus aus den Reihen der Gemeinderäte quittiert wurde.

Passau kommt bei Impfungen in Bayern besonders schnell voran

Mittwoch, 21. April, 16.23 Uhr: Die Stadt Passau kommt bei den Corona-Impfungen im bayernweiten Vergleich besonders schnell voran. Mehr als 40 Prozent aller Einwohner ab 16 Jahren sind dort nach Angaben der Stadtverwaltung inzwischen mindestens einmal geimpft. Am Mittwoch betrug die Quote der Erstgeimpften demnach 40,15 Prozent - fast doppelt so hoch wie im bayernweiten Schnitt.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwoch erreichte die Impfquote im Freistaat 21,4 Prozent. Allerdings ist diese Größe auf Basis der Gesamtbevölkerung berechnet, in Passau auf Basis der Bevölkerung ab 16 Jahren. Auf Basis der amtlichen Einwohnermeldezahl ergebe sich eine Impfquote von knapp 36 Prozent, erklärte eine Sprecherin der Stadt.

"Das ist eine ganz schöne Sache", sagte Passaus Oberbürgermeister Jürgen Dupper (SPD). "Wenn's so weiter geht, wären wir im Sommer gut dabei." Stand Mittwoch seien nur 14 aller registrierten Impfwilligen im Alter von mehr als 60 Jahren noch nicht mit einer ersten Dosis versorgt worden. Nach deren Impfung will die Stadt nach eigenen Angaben mit dem "freien Impfen" ohne Priorisierung beginnen.

Dass die Erstimpfungsquote so hoch sei, liege vor allem am frühen Impfstart Ende Dezember und Extra-Lieferungen von Impfstoff in die Grenzregionen, sagte Dupper. Auch in anderen grenznahen Kommunen wie dem oberpfälzischen Landkreis Tirschenreuth übertrifft die Impfquote den landesweiten Durchschnitt.

Das Passauer Impfzentrum habe mangels Impfstoff diese Woche aber für zwei Tage schließen müssen, sagte Duppert. "Es ist unsere dringende Erwartung, dass wir im bisherigen Tempo weitermachen können. Auf den angekündigten Impfturbo warten wir aber noch sehnsüchtig."

Bayern bleibt bei strengerer Notbremse für den Schulbereich

Mittwoch, 21. April, 15.45 Uhr: Bayerns Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) hat die Regelungen der bundesweiten Corona-Notbremse im Schulbereich kritisiert. "Ich halte die im Bundesgesetz für die Schulen vorgesehenen Maßnahmen für nicht zu Ende gedacht. Wir in Bayern setzen höhere Standards beim Infektionsschutz als der Bund - wir haben Maskenpflicht, Testpflicht und vieles mehr. Warum der Bund die Inzidenzgrenze für Distanzunterricht ausgerechnet bei 165 haben will, erschließt sich mir nicht", sagte Piazolo.

An den Schulen in Bayern würden daher die bisherigen Regelungen vorerst weiter gelten. Danach gibt es mit Ausnahme der vierten und elften Jahrgangsstufe sowie der Abschlussklassen ab einem Inzidenzwert von 100 in der Regel Distanzunterricht. Per Bundesgesetz soll Distanzunterricht ab einem Wert von 165 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen einer Woche verpflichtend werden. In Bayern gibt es derzeit für die meisten Klassen bereits ab 100 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen einer Woche Fernunterricht. Ausgenommen sind nur die Abschlussklassen an Grund- und weiterführenden Schulen sowie die elfte Jahrgangsstufe.

Staatskanzleichef Florian Herrmann verwies als Begründung für die strengeren Regeln auf die hohen Inzidenzzahlen bei Kindern und Jugendlichen. Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hatte am Dienstag betont, dass die 15- bis 19-Jährigen inzwischen die am stärksten von Corona-Neuinfektionen betroffene Altersgruppe in Bayern seien. Die Zahl der Ansteckungen pro 100 000 Einwohner in dieser Altersgruppe liege bei mehr als 320, bei den 10- bis 14-Jährigen noch immer bei gut 240. Insgesamt liegt der Durchschnitt in Bayern derzeit bei 185.

Landkreise bieten Astra-Zeneca-Impfaktionen für alle Erwachsenen an

Mittwoch, 21. April, 13.03 Uhr: Immer mehr Landkreise in Bayern bieten bei Impfaktionen Astra-Zeneca-Dosen für alle Erwachsenen an. Sowohl der niederbayerische Landkreis Dingolfing-Landau als auch der Landkreis Mühldorf am Inn in Oberbayern kündigten am Mittwoch an, am kommenden Wochenende "offene Impftage" für alle ab 18 Jahren anbieten zu wollen. Das Angebot gilt nur für Personen mit gewöhnlichem Aufenthaltsort in den Landkreisen.

"Umso mehr Personen wir mit dem vorhandenen Impfstoff immunisieren, desto schneller kann sich die Lage ändern", sagte der Dingolfinger Landrat Werner Bumeder (CSU). "Wir wollen jeglichen Impfstoff, der in Dingolfing ankommt, verimpfen." Rund 600 Impfungen seien bei der Sonderaktion am Sonntag geplant.

Bei offenen Impfaktionen in bayerischen Landkreisen war die Nachfrage nach dem Astra-Zeneca-Impfstoff zuletzt groß. Allerdings richteten sich die Angebote meist an Bürger ab 60 Jahren. Zuletzt hatte die Ständige Impfkommission empfohlen, in Deutschland das Präparat nur noch Menschen in dieser Altersgruppe zu spritzen. Im Corona-Hotspot Hof werden seit vergangener Woche aber auch über 18-Jährige mit einem Sonderkontingent des Astrazeneca-Vakzins geimpft.

Landesgartenschau öffnet trotz hoher Infektionszahlen für Besucher

Mittwoch, 21. April, 12.25 Uhr: Die bayerische Landesgartenschau in Ingolstadt soll an diesem Wochenende trotz einer hohen Sieben-Tage-Inzidenz für die ersten Besucher geöffnet werden. Oberbürgermeister Christian Scharpf (SPD) erklärte am Mittwoch bei der offiziellen Eröffnung der Gartenschau, dass die Regierung von Oberbayern kurzfristig eine entsprechende Ausnahmegenehmigung erteilt habe. Es sei aber noch keine Öffnung im großen Stil, sagte der Rathauschef.

Ursprünglich hieß es, dass die Gartenschau wie ein Botanischer Garten erst geöffnet werden dürfe, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz in Ingolstadt mehrere Tage unter 100 liegt. Davon ist die Stadt weit entfernt. Am Mittwoch lag die Zahl der Infizierten pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen laut Robert-Koch-Institut für Ingolstadt bei 195. Die Ingolstädter Schau war 2020 wegen der Pandemie abgesagt und um ein Jahr verschoben worden. Zehn Jahre lang hatte die Stadt daran gearbeitet, eine neue 23 Hektar große Grünanlage in einem Randbezirk im Nordwesten der Stadt zu bauen.

Deutsche Bahn plant Impfzentren für eigene Mitarbeiter

Mittwoch, 21. April, 09.11 Uhr: Die Deutsche Bahn bereitet sich auf Impfungen im eigenen Unternehmen vor. An mindestens zehn Standorten in Deutschland wolle der Konzern Impfzentren einrichten, an denen die Beschäftigten von den Betriebsärzten geimpft werden sollen, teilte eine Sprecherin mit. "Die ersten entstehen jetzt in München und Nürnberg." Weitere Orte wurden zunächst nicht bekannt. Welcher Impfstoff zum Einsatz komme, stehe noch nicht fest. Sobald genügend Impfstoff zur Verfügung stehe, sollten so viele "systemrelevante Mitarbeitende wie möglich ein Impfangebot von ihrem Arbeitgeber erhalten".

Der Konzern geht davon aus, dass ungefähr die Hälfte der Beschäftigten in Deutschland als systemrelevant eingestuft sind. Sie gehören demnach zur Gruppe 3 in der Corona-Impfverordnung des Bundes. Darunter fallen unter anderem solche Menschen, die in "besonders relevanter Position in Einrichtungen und Unternehmen der Kritischen Infrastruktur tätig sind". Dazu gehören laut Impfverordnung auch das Transport- und Verkehrswesen. Gesundheitsminister Jens Spahn hatte am Montag angekündigt, dass Betriebsärzte ab Juni mit Impfstoff beliefert werden könnten. Hintergrund sind weitere Lieferzusagen der Hersteller. Neben den regionalen Impfzentren der Länder impfen seit kurz nach Ostern auch Hausärzte mit und haben zu einem deutlichen Anstieg der Impfungen beigetragen. Nun sollen Betriebsärzte folgen.

Bei der Deutschen Bahn betonte Personalvorstand Martin Seiler mit Blick auf die Impfungen im eigenen Unternehmen: "Die Entscheidung für eine Impfung ist freiwillig, es wird keine Impfprivilegien geben, weder für Mitarbeitende noch für Kunden."

Sieben-Tage-Inzidenz sinkt leicht

Mittwoch, 21. April, 6.43 Uhr: Der Inzidenzwert im gesamten Freistaat ist leicht gesunken: Am Mittwoch liegt er nach Angaben des Robert-Koch-Instituts bei 184,8, am Dienstag hatte er bei 185,3 gelegen. Zwei Landkreise, Tirschenreuth und Kitzingen, weisen einen Wert unter der "Hotspot"-Marke 100 auf. Spitzenreiter bei den Werten ist der Landkreis Kronach, von dort wurden dem RKI 388,1 Neuinfizierte pro 100 000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen gemeldet. Ebenfalls über dem 300-er Wert sind die Landkreise Haßberge, Mühldorf am Inn, Dingolfing-Landau und Hof sowie die Städte Kempten und Hof. 27 Städte und Kreise weisen Werte zwischen 200 und 300 aus, 60 zwischen 100 und 200. Bundesweit liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei 160,1.

Bayern verlängert Schnelltest-Vergütung für Apotheker

Dienstag, 20. April, 15.00 Uhr: Bayern wird Apothekern auch weiterhin eine Vergütung von drei Euro pro durchgeführten Corona-Schnelltest bezahlen. Eine entsprechende Regelung verlängerte das Kabinett in seiner Sitzung am Dienstag zunächst bis zum 30. Juni. Sie hatte vorerst bis 30. April gegolten.

Bereits jetzt nähmen über 1000 Apotheken bayernweit an der Teststrategie teil und böten kostenlose Bürgertestungen mittels Antigen-Schnelltests an. In den gut vier Wochen vom 10. März bis zum 12. April führten sie rund 320 000 Tests durch. Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) kündigte an, es werde auch darüber nachgedacht, weitere niedrigschwellige Testangebote zu machen. Etwa seien Testzentren im Gespräch, die an Drogeriemärkte angegliedert werden könnten.

Herrmann: Notbremse ist die Untergrenze

Dienstag, 20. April, 12.21 Uhr: Die Corona-Infektionszahlen in Bayern steigen und geben aus Sicht von Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) keinen Anlass für Lockerungen. Alleine vergangene Woche hätten sich im Freistaat 26 400 Menschen neu mit Corona infiziert, sagte Herrmann nach der Kabinettssitzung am Dienstag in München. Dies sei ein Plus von 40 Prozent gegenüber den rund 18 800 Neuinfektionen in der Vorwoche. Das Niveau der Neuinfektionen sei "zu hoch", betonte Herrmann, gerade weil das Infektionsgeschehen nicht mehr nur in Hotspots stattfinde. Die am stärksten betroffene Altersgruppe seien die 15- bis 19-Jährigen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von ungefähr 239 - in der Gesamtbevölkerung liege sie bei 185,3.

Herrmann und Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) zweifelten deshalb auch daran, ob die geplante bundesweite Notbremse ausreiche, wenn Schülerinnen und Schüler künftig von einer Inzidenz von 165 an ins Homeschooling wechseln müssen. In Bayern gibt es derzeit aber für die meisten Klassen bereits ab einer Inzidenz von 100 Distanzunterricht, davon ausgenommen sind nur die Abschlussklassen an Grund- und weiterführenden Schulen sowie die elfte Jahrgangsstufe. Für die Notbremse war zunächst ein Grenzwert von 200 vorgesehen, dieser ist nun bereits verschärft worden. Auch sonst könnte es in Bayern künftig schärfere Regeln geben, als in der Notbremse vorgesehen. Die Länder könnten über die Regelungen in dem Bundesgesetz hinausgehen, sagte Herrmann. "Die Notbremse ist sozusagen die Untergrenze." Für den Einzelhandel bedeuten die neuen bundesweiten Regeln hingegen eine Verschärfung: In Bayern war mit negativem Schnelltest bislang Einkaufen mit Termin bis zu einer Inzidenz von 200 möglich, in der Bundesnotbremse soll diese Grenze auf 100 sinken. Danach werde man sich richten, sagte Herrmann.

Holetschek rechnet mit Aufhebung der Impfpriorisierung in einigen Wochen

Dienstag, 20. April, 11.51 Uhr: 20 Prozent der Menschen in Bayern haben mindestens die erste Impfung erhalten. Insgesamt seien 3,6 Millionen Impfungen verabreicht worden, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Dienstagmittag nach der Sitzung des bayerischen Kabinetts. Inzwischen seien relativ viele Impfzentren in der Prioritätsgruppe 3 angekommen. Das sei "eine wichtige Botschaft", so Holetschek.

Er rechne damit, dass Ende Mai oder im Juni die Priorisierung aufgelöst werden könne. Der Impfstoff werde immer mehr, auch wenn es immer wieder zu Problemen bei Lieferungen komme. Die generelle Lage in Bayern sei weiterhin "schwierig". Am Dienstag beträgt die Sieben-Tage-Inzidenz 185,3. Nur noch ein Landkreis liegt unter der 100er Grenze.

Kabinett berät über Corona-Maßnahmen

Dienstag, 20. April, 8.18 Uhr: Um den Kampf gegen die Corona-Krise geht es bei einer Sitzung des bayerischen Kabinetts an diesem Dienstagvormittag. Um 9 Uhr trifft sich die Ministerrunde. Anschließend wollen Staatskanzleichef Florian Herrmann und Gesundheitsminister Klaus Holetschek (beide CSU) die Ergebnisse in einer Pressekonferenz bekanntgeben.

Erwartet wird, dass sich der Ministerrat unter anderem mit den möglicherweise nötigen Anpassungen beschäftigen wird, die durch eine bundeseinheitlich geregelte Corona-Notbremse auch in Bayern notwendig werden könnten. Einige andere Bundesländer hatten im Vorgriff auf eine mögliche Entscheidung in Berlin bereits Anpassungen vorgenommen.

Nur Tirschenreuth ist kein Hotspot

Dienstag, 20. April, 6.52 Uhr: Der oberpfälzische Grenz-Landkreis hat eine Sieben-Tage-Inzidenz von 59,7 - mit Abstand die geringste in ganz Bayern. 95 Städte und Landkreise haben in den vergangenen sieben Tagen mehr als 100 Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner registriert, wie das Robert-Koch-Institut am Dienstag mitteilte. Die Gesamt-Inzidenz im Freistaat ist leicht gesunken, am Dienstag liegt sie bei 185,3. Bundesweit lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei 162,4. Spitzenreiter ist der Landkreis Kronach mit einem Wert von 359,6, gefolgt von Mühldorf am Inn mit 340,0.

Unternehmen müssen Corona-Tests anbieten

Montag, 19. April, 16.20 Uhr: Vorige Woche beschloss das Bundeskabinett die Angebotspflicht für Unternehmen, nun tritt die Regelung in Kraft. Von Dienstag an sind private und öffentliche Arbeitgeber dazu verpflichtet, Beschäftigten mindestens einen Corona-Test pro Woche anzubieten - falls ihre Teams nicht ausschließlich im Homeoffice sind. Zwei Tests pro Woche sollen Mitarbeitern zur Verfügung stehen, die besonders gefährdet sind. Das trifft auf Bereiche mit viel Kundenkontakt oder körpernahe Dienstleistungen zu. Auch Beschäftigte, die vom Arbeitgeber in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht werden, müssen zwei Mal pro Woche ein Testangebot erhalten. Eine Testpflicht für Arbeitnehmer gibt es aber nicht.

Für viele Unternehmen ändert sich mit einer solchen Angebotspflicht aus Sicht des Bundeswirtschaftsministeriums nicht viel. Nach Angaben des Ministeriums bieten inzwischen rund 70 Prozent der Unternehmen ihren Beschäftigten wöchentliche Testmöglichkeiten an, weitere Angebote kämen hinzu. Kritik an dem Beschluss kommt vor allem aus der Wirtschaft. Die Verpflichtung sei eine weitere Misstrauenserklärung gegenüber den Unternehmen und ihren Beschäftigten in diesem Land, sagte Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger.

Verfassungsschutz beobachtet einzelne Corona-Leugner

Montag, 19. April, 14.25 Uhr: Bei der Vorstellung des Verfassungsschutzberichts für 2020 in München ging es auch um die Pandemie. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) erläuterte, dass "einzelne Personen" im Zusammenhang mit Demos gegen die staatlichen Anti-Corona-Maßnahmen beobachtet würden. "Wer eine kontroverse Meinung vertritt, wird nicht beobachtet", stellte er klar. Wer allerdings zu "entsprechenden Handlungen" gegen staatliche Einrichtungen oder gegen Personen aufrufe, den habe das LfV im Blick. Laut Herrmann ist es besorgniserregend, dass etliche dieser Personen "nicht aus klassischen Extremismusstrukturen" kommen, sondern eher "freie Radikale" seien: "Diese Leute wähnen sich in einem Widerstand gegen eine angebliche Corona Diktatur."

Positiv bewertete Herrmann die Entwaffnung der Reichsbürger-Szene in Bayern. Dank der engagierten Arbeit der Behörden sei diese "bereits sehr weit fortgeschritten". Zugleich hätten auch die Reichsbürger und Selbstverwalter Zulauf durch die Corona-Krise: Durch die Maßnahmen der Pandemie-Bekämpfung sehe sich die Gruppierung in ihrer staatsablehnenden und -feindlichen Haltung bestätigt.

Falsche Mitarbeiter des Gesundheitsamtes - Polizei warnt

Montag, 19. April, 11.40 Uhr: Die Polizei in Landshut warnt vor Kriminellen, die sich als Mitarbeiter des Gesundheitsamtes ausgeben und angeblich Corona-Tests durchführen wollen. Wie die Polizei am Montag mitteilte, klingelte am Samstag ein älterer Mann mit Mund-Nasen-Bedeckung bei einer 91-jährigen Landshuterin, zeigte auf ein Teststäbchen und sagte ihr, dass sie einen Corona-Test machen müsse. Die Seniorin hatte sich aber für keinen Test angemeldet. Nach dem Test sei der Unbekannte wieder gegangen, ohne Geld zu fordern. Im Nachhinein wurde die Frau misstrauisch und verständigte die Polizei. Das Testzentrum in Landshut habe erklärt, seine Mitarbeiter führten keine Testungen bei Menschen zu Hause durch. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Unbekannte das Haus der 91-Jährigen ausspähen wollte. Die Polizei sucht nun nach Zeugen, die Ähnliches erlebt haben.

Bayerns Gesundheitsminister für Ausgangsbeschränkungen

Montag, 19. April, 10.07 Uhr: Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat sich angesichts der steigenden Corona-Zahlen auf den Intensivstationen für Ausgangsbeschränkungen ausgesprochen. Es sei "verhältnismäßig, mal ein paar Wochen vielleicht nicht auf die Straße gehen zu können am Abend und da mitzuwirken", sagte Holetschek am Montag im ZDF-"Morgenmagazin". Die Auslastung in den Kliniken werde in zwei bis drei Wochen einen Höchststand erreichen. "Jetzt ist die Zeit zu handeln."

Bayern-SPD fordert Sonder-Impfdosen für sozial Benachteiligte

Montag, 19. April, 09.20 Uhr: Zum besseren Schutz vor Corona-Infektionen sollten sozial Benachteiligte nach Ansicht der bayerischen SPD zusätzliche Impfdosen erhalten. "Wenn wir nicht wollen, dass Corona zu einer Seuche der ärmeren Bevölkerung wird, brauchen wir eine Soziale Impf-Offensive im Bund und in Bayern", sagte Generalsekretär Uli Grötsch der Deutschen Presse-Agentur in München.

Er bezieht sich dabei auf Zahlen des Robert Koch-Instituts. Demnach lag die Sterblichkeit nach Corona-Infektionen in sozial stark benachteiligten Regionen im Dezember und Januar rund 50 bis 70 Prozent höher als in Regionen mit geringer sozialer Benachteiligung. Es zeige sich immer mehr, dass Corona zur Frage von Herkunft und Status werde und dass ein geringer Bildungsstand, Niedriglohnjobs mit wenig Schutz durch den Arbeitgeber, beengte Wohnverhältnisse und sprachliche Hürden zusammengenommen das Risiko stark erhöhten, an Corona zu erkranken oder gar zu sterben. "Das darf uns nicht kaltlassen, wir müssen jetzt gegensteuern", sagte Grötsch.

Es brauche daher zum besseren Schutz passgenaue Konzepte, aber für den schnellen Effekt auch eine schnellere Impfung der Menschen mit besonders großem Risiko. "Wir brauchen ein Extrakontingent an Impfstoff für sozial Schwächere, ähnlich wie man es für die Hotspots in der Grenzregion zu Tschechien ermöglicht hat", sagte Grötsch. Mobile Impfteams müssten Impfungen gerade dort an jeder Ecke anbieten, wo viele Menschen auf engem Raum, mit riskanten Jobs und anderen Risikofaktoren zusammenlebten.

Nur noch zwei Landkreise unter 100er-Inzidenz

Montag, 19. April, 6.46 Uhr: Nur noch zwei Landkreise in Bayern haben in den vergangenen sieben Tagen weniger als 100 Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner registriert. Der Landkreis Tirschenreuth weist nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montag eine Inzidenz von 68 auf, der Landkreis Forchheim von 94,7. 57 Städte und Landkreise liegen zu Beginn der Woche zwischen 100 und 200, 37 über dem Wert von 200. Während in der Stadt und dem Landkreis Hof die Werte im Vergleich zur vergangenen Woche deutlich gesunken sind, führt nun der Landkreis Dingolfing-Landau mit 349,6 die Liste an. Danach folgt der Landkreis Kronach mit 349,1. Zudem meldete das RKI 2151 neue Fälle in Bayern, 13 Menschen starben im Zusammenhang mit einer Infektion.

Für den gesamten Freistaat meldete das RKI eine Inzidenz von 187,3. Das geht aus Zahlen von Montagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 3.09 Uhr wiedergeben. Nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich. Am Montag sind die gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Bundesweit lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei 165,3.

Polizei kontrolliert Gruppe ohne Masken und wird angegriffen

Montag, 19. April, 6.23 Uhr: Bei der Kontrolle einer Gruppe ohne Mund-Nasen-Schutz in Aschaffenburg sind Polizisten angegriffen worden. Die Beamten wollten rund 30 Menschen am Sonntag kontrollieren, da diese ersten Erkenntnissen zufolge nicht aus demselben Hausstand stammten, wie die Polizei am Montag mitteilte. Zwei Männer und eine Frau griffen daraufhin die Beamten an, die die Menschen zu Boden brachten und vorläufig festnahmen. Zudem riefen die Polizisten nach Verstärkung, um die aufgeheizte Stimmung der Gruppe zu beruhigen, die auf 50 angewachsen war. Zuvor sollen Passanten angepöbelt worden sein, die eine Maske getragen hatten. Gegen die Festgenommenen im Alter von 18, 32 und 52 Jahren wird nun ermittelt.

Polizei rückt nach Hochzeit mit 100 Gästen an

Sonntag, 18. April, 16.34 Uhr: Im Landkreis Weilheim-Schongau soll ein Brautpaar mit rund 100 Menschen eine Hochzeit gefeiert und damit gegen die Corona-Regeln verstoßen haben. Nach einem Hinweis rückte die Polizei an. Zu diesem Zeitpunkt seien aber die meisten Gäste bereits nicht mehr anwesend gewesen, teilte die Polizei am Sonntag mit. Die Namen der Teilnehmer seien aber bekannt. Es wurden Anzeigen wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz erstellt. Nach der kirchlichen Trauung des Hochzeitspaares in Bernried am Starnberger See hatte sich die Hochzeitsgesellschaft den Angaben zufolge im Innenhof eines Klostergeländes an Tischen getroffen und es war ein Buffet aufgebaut. Eine Ausnahmegenehmigung für die Feier am Samstag lag demnach nicht vor.

Auch an anderer Stelle kam es im Landkreis Weilheim-Schongau am Samstag zu einem größeren Polizeieinsatz. In Penzberg hatten sich am Stadtplatz rund 100 Menschen versammelt. Die meisten davon sollen weder Abstände eingehalten noch eine Mund-Nase-Bedeckung getragen haben. Die Polizei forderte die Gruppe mit Lautsprecherdurchsagen mehrfach auf, den Platz zu verlassen, da keine Genehmigung für eine Versammlung vorgelegen habe. Etwa 20 Menschen seien der Aufforderung nicht nachgekommen. Aus dieser Gruppe heraus flog schließlich eine Flasche in Richtung der Einsatzkräfte. Getroffen wurde niemand. Der stark betrunkene 37 Jahre alte Flaschenwerfer wurde vorläufig festgenommen.

© SZ.de/dpa/fema/infu/manu//fpol
Zur SZ-Startseite

Impfzentren, Termine, Regeln
:So funktioniert die Corona-Impfung in Bayern

Schon im Mai will Bayern die Priorisierung aufheben. Wer kann sich schon vorher impfen lassen? Wie bekommt man einen Termin? Welche Unterlagen braucht man? Die wichtigsten Fragen im Überblick.

Von Bernd Kramer

Lesen Sie mehr zum Thema