"Hakenkreuzparadies":Als Coburg zum Versuchslabor der Nazis wurde

"Hakenkreuzparadies": Zum zehnten Jahrestag des "Zugs nach Coburg" versammelten sich 1932 Zehntausende NS-Parteigänger unterhalb der Coburger Veste.

Zum zehnten Jahrestag des "Zugs nach Coburg" versammelten sich 1932 Zehntausende NS-Parteigänger unterhalb der Coburger Veste.

(Foto: Scherl/Süddeutsche Zeitung Photo)

Vor 100 Jahren probte Adolf Hitler beim "Zug nach Coburg", wie er mit rechten Schlägertruppen die Straßen für sich gewinnen kann. Über einen deutschen Schicksalsort.

Von Olaf Przybilla

Vor 100 Jahren, im Oktober 1922, hat Adolf Hitler die Stadt Coburg zum Laboratorium gemacht. Getestet wurde dort, wie man die Straße mit Schlägertruppen für sich gewinnen kann. Im Norden Frankens war mehr als zehn Jahre vor der NS-Machtübernahme eine Art Versuchsanleitung zu beobachten, ein Skript für nationalsozialistischen Terror. Und es ist beileibe nicht so - wie man ja denken könnte -, dass damals noch keiner gemerkt hätte, was da geschieht in einem ebenso bildungsbürgerlich wie adelig geprägten Städtchen an der Grenze zu Thüringen.

Zur SZ-Startseite

SZ PlusErste Nazi-Uni
:Erlangen und die "teuflische Idylle"

In Franken entstand die "erste nationalsozialistische Hochschule im Reich". Warum sich die NS-Ideologie ausgerechnet in der Friedrich-Alexander-Universität so schnell verbreitete - und wie die Geschichte nun aufgearbeitet wird.

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: