Burgkirchen/Alz:Mehrere Menschen nach Chlorgasaustritt leicht verletzt

Beim Austritt von Chlorgas in einem Chemiepark im oberbayerischen Burgkirchen an der Alz sind mehrere Menschen verletzt worden. Insgesamt waren 51 Mitarbeiter in ärztlicher Behandlung, wie der Chemiepark Gendorf nach dem Vorfall am Dienstag mitteilte. "Fünf Kollegen wurden mit Atemwegsreizungen zur Weiterbehandlung in umliegende Krankenhäuser gebracht. Alle anderen Mitarbeiter, die vorsorglich den werkärztlichen Dienst aufsuchten, konnten ihre Arbeit kurze Zeit später wieder fortsetzen", sagte Dominik Gschwendtner vom Bereitschaftsdienst der Werkleitung.

Warum es zu dem Vorfall kam und wie viel Gas austrat, blieb zunächst unklar, die Behörden begannen mit Untersuchungen. Für die Bevölkerung und die Umwelt habe keinerlei Gefahr bestanden, hieß es vom Chemiepark. Ein Sprecher des Landratsamts Altötting bestätigte der Deutschen Presse-Agentur, dass Messungen außerhalb des Werksgeländes keine erhöhten Werte nachweisen konnten. Der Chemiepark habe sofort offen kommuniziert und dem Katastrophenschutz überall Zutritt verschafft.

Der Chemiepark Gendorf liegt im sogenannten Bayerischen Chemiedreieck. Er ist nach eigenen Angaben der größte Chemiepark in Bayern mit rund 4000 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen. Das Chlorgas trat in einer Produktionsanlage des Kunststoffspezialisten Westlake Vinnolit aus. Das Unternehmen bedauerte den Vorfall und versprach vollumfängliche Unterstützung bei den Untersuchungen zur Unfallursache.

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema