bedeckt München 11°
vgwortpixel

Burglengenfeld:Kind findet beim Spielen 1000 Jahre alte Münze

Das Landesamt für Bodendenkmalpflege spricht von einem "Sensationsfund". Der Vierjährige aus der Oberpfalz darf das Geldstück aber behalten.

Beim Spielen hat ein Bub in Burglengenfeld eine rund 1000 Jahre alte Münze gefunden. Fachleute des Bayerischen Landesamtes für Bodendenkmalpflege hätten den "Sensationsfund" in der Oberpfalz jetzt bestätigt, teilte die Stadt mit. Die Münze wurde demnach im 11. Jahrhundert in Byzanz, dem heutigen Istanbul, geprägt.

Der heute vier Jahre alte Junge hatte die acht Gramm schwere, glänzende Scheibe im vergangenen Frühling beim Fußballspielen entdeckt und mit nach Hause genommen. Die Eltern übergaben sie der Stadt, die den Kontakt zu Experten herstellte. Auf der Vorderseite ist eine Christusbüste mit Bart und Krönungsmantel abgebildet. Die Rückseite zeige ein Kreuz mit der Aufschrift "IS-XS" und "bAS-ILɛ / bAS-ILɛ", was "Christus, König der Könige" bedeute und auf die große christliche Tradition des damaligen oströmischen Reiches verweise, hieß es.

Die Fachleute gehen von einem Einzelfund aus, nicht von einem vergrabenen Schatz. Die Münze könne zum Beispiel einer der Belagerer der einstigen Burg Lengenfeld verloren haben.Der Vierjährige dürfe die Münze behalten, teilte die Stadt mit. Er wolle seinen Schatz nun seinen Freunden und Verwandten zeigen - habe aber bereits versprochen, die Münze später dem Oberpfälzer Volkskundemuseum in Burglengenfeld für eine Ausstellung auszuleihen.

© SZ.de/dpa/sim
Archäologie und Menschheitsgeschichte Das erste Ragout und andere Steinzeit-Rezepte

Archäologie

Das erste Ragout und andere Steinzeit-Rezepte

Auf nur vier babylonischen Keilschrifttafeln sind Rezepte eingraviert. Jetzt haben Assyriologen die 4000 Jahre alten Küchengeheimnisse nachgekocht.   Von Hubert Filser

Zur SZ-Startseite