Bundestagswahl 2025Deutschland sucht den Superkandidaten

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„Wunder gibt es immer wieder“: SPD-Frontmann Olaf Scholz hat seinen Platz auf der Bühne eingenommen.
„Wunder gibt es immer wieder“: SPD-Frontmann Olaf Scholz hat seinen Platz auf der Bühne eingenommen. Christian Charisius/picture alliance / dpa

Die Battles um die Wählergunst sind eröffnet: Scholz (SPD) versucht es mit Katja Ebsteins „Wunder gibt es immer wieder“, FDP-Frontmann Lindner wählt den 90er-Hit „Would I Lie to You?“ Und Aiwanger verpasst den Recall.

Glosse von Roman Deininger

München, 31. Dezember. Kurz vor dem Jahreswechsel haben die Fernseh-Castings mit den Spitzenkandidaten der Bundestagswahl begonnen. Überraschend verpasste am Montag Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger den Recall. Aiwanger überzeugte zwar in der Rottenburger Laabertal-Halle mit seiner Version des Kinderklassikers „Brüderchen, komm tanz mit mir“. Im direkten Duell um das Weiterkommen (battle) unterlag er allerdings der BSW-Vorsitzenden Sahra Wagenknecht, die gemeinsam mit dem Matrosenchor der Schwarzmeerflotte das bekannte Friedenslied „Meinst du, die Russen wollen Krieg?“ sang.

Auf Initiative der bayerischen Staatsregierung im Rundfunkrat hin verzichten die Öffentlich-Rechtlichen vor dieser Wahl auf TV-Debatten. Stattdessen messen sich die Spitzenkandidaten in einem Gesangswettstreit.

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Von Johann Osel und Verena Wolff

Mit besonders großer Spannung erwartet wird die battle zwischen dem grünen Kanzlerkandidaten Robert Habeck und CSU-Chef Markus Söder, die am 1. Januar im Olympia-Skistadion in Garmisch stattfindet – direkt vor den letzten zehn Skispringern im zweiten Durchgang des Neujahrsspringens. Söder vertritt den offiziellen CSU-Spitzenkandidaten Alexander Dobrindt, der laut einem CSU-Sprecher „stimmlich indisponiert“ ist. Söder will das alte Volkslied „Grün, grün, grün sind alle, alle leider“ vortragen. Habeck hat eine „rhythmische Vertonung“ von Uwe Johnsons Roman „Jahrestage“ angekündigt, mit Rücksicht auf das Skisprung-Publikum auf etwa 800 Seiten verdichtet.

Noch am Silvesterabend trifft Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) mit seinem Cover von Katja Ebsteins „Wunder gibt es immer wieder“ auf den Unions-Kanzlerkandidaten Friedrich Merz, der als Wunschsong „Bruttosozialprodukt“ von Geier Sturzflug angegeben hat. FDP-Frontmann Christian Lindner hat seine Teilnahme an dem Freiluft-Triell vor dem Brandenburger Tor erfolgreich eingeklagt, er plant seine ganz persönliche Version des 90er-Hits „Would I Lie to You?“

Die Linken-Spitzenkandidaten Jan van Aken und Heidi Reichinnek sind nicht eingeladen, protestieren dagegen aber mit einer Youtube-Einspielung von „Sound of Silence“. AfD-Kanzlerkandidatin Alice Weidel hat derweil nach langem Zögern zugestimmt, in einer Spezialausgabe von „The Masked Singer“ ganz allein aufzutreten. Das Publikum soll dann raten, hinter welchem Kostüm sich Weidel verbirgt: kleine Schlange, großer Wolf oder russischer Bär. 

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