Tragischer Busunfall auf dem Weg zur WiesnPhilippinisches Generalkonsulat bestürzt nach Busunglück

Lesezeit: 2 Min.

Der verunglückte Reisebus liegt neben der A 96.
Der verunglückte Reisebus liegt neben der A 96.
Karl-Josef Hildenbrand/dpa
  • Bei Buchloe auf der A 96 ist ein Reisebus mit einer philippinischen Reisegruppe auf dem Weg zum Oktoberfest umgekippt – zwei Menschen starben.
  • Sechs Verletzte wurden mit Rettungshubschraubern in Krankenhäuser geflogen, einer davon schwebte in Lebensgefahr; rund 280 Einsatzkräfte waren vor Ort.
  • Die Unfallursache ist noch unklar; die Staatsanwaltschaft hat ein unfallanalytisches Gutachten in Auftrag gegeben.
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Nach dem Busunglück im Ostallgäu mit zwei Toten steht das philippinische Generalkonsulat im Kontakt mit Betroffenen und bietet Unterstützung an.  Beide Todesopfer wurden identifiziert.

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Nach dem schweren Busunglück mit zwei Toten und 30 Verletzten auf der Autobahn 96 ist das zweite Todesopfer identifiziert worden. Nach Angaben der Polizei handelt es sich um eine 27 Jahre alte philippinische Staatsangehörige, die in Italien lebte. Das andere Todesopfer, ein 58 Jahre alter Mann, war bereits zuvor identifiziert worden. Keiner der Schwerverletzten schwebte einen Tag nach dem Unglück noch in Lebensgefahr.

Bei dem Unfall zwischen den Autobahn-Anschlussstellen Buchloe-Ost und Landsberg-West war am Sonntagmorgen um kurz vor 6 Uhr ein Reisebus ohne Beteiligung anderer Fahrzeuge von der Fahrbahn abgekommen und bei Igling (Landkreis Landsberg) umgekippt. Die 33-köpfige Reisegruppe war auf dem Weg von Mailand zum Münchner Oktoberfest.

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Es handelte sich um in Italien ansässige philippinische Staatsangehörige. Wie das Polizeipräsidium Oberbayern Nord berichtete, befindet sich eine philippinische Regierungsdelegation auf dem Weg zum Unfallort, um sich ein Bild vor Ort zu machen und gegebenenfalls die Verletzten zu betreuen.

Rettungsdienste und Feuerwehr stehen in der Nähe der Unfallstelle bei Buchloe-Ost.
Rettungsdienste und Feuerwehr stehen in der Nähe der Unfallstelle bei Buchloe-Ost.
Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Noch ist nicht bekannt, warum der Reisebus von der Fahrbahn abgekommen ist.
Noch ist nicht bekannt, warum der Reisebus von der Fahrbahn abgekommen ist.
Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Ferner waren zwei italienische Busfahrer an Bord. Gegen den 40-jährigen Fahrer, der zum Zeitpunkt des Unfalls am Steuer gesessen hatte, wird nun – wie in solchen Fällen üblich – wegen fahrlässiger Tötung im Straßenverkehr ermittelt. Die Staatsanwaltschaft hat ein Gutachten in Auftrag gegeben, um die Unfallursache und den Unfallhergang zu klären. Insgesamt wurden 17 Insassen des Busses schwer verletzt. Mittlerweile seien alle außer Lebensgefahr, teilte die Polizei mit. 13 weitere Menschen erlitten leichte Verletzungen. Sie wurden bis in die späten Abendstunden des Sonntags in Landsberg am Lech vom Roten Kreuz versorgt.

Der Unfall rief ein Großaufgebot von rund 130 Rettungskräften der Feuerwehr, 130 Sanitätern und etwa 20 Polizisten auf den Plan, mehrere Rettungshubschrauber waren im Einsatz. Die Autobahn wurde zunächst in beide Richtungen voll gesperrt und dann peu à peu wieder freigegeben. Nach rund 8,5 Stunden konnte der Verkehr wieder frei fließen.

Das philippinische Generalkonsulat in Frankfurt/Main hat mittlerweile den Familien der Toten sein Beileid ausgesprochen. Man sei zutiefst bestürzt und stehe in engem Kontakt mit einigen der betroffenen philippinischen Staatsangehörigen und deren Angehörigen, teilte das Generalkonsulat auf seiner Webseite mit. „Das Konsulat ist bereit, den Betroffenen und ihren Familien konsularische Hilfe und Unterstützung zu leisten.“

Immer wieder schwere Unfälle mit Reisebussen

Unfälle mit Reisebussen sind immer wieder besonders dramatisch: Erst kürzlich starben fünf Menschen bei einem Unfall eines niederländischen Busses in der Schweiz.

Bei einem Unfall auf der A3 bei Wörth an der Donau (Landkreis Regensburg) wurden am 6. September nach Polizeiangaben 30 Menschen verletzt – 15 von ihnen saßen in einem Reisebus, sie erlitten leichte Verletzungen.

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