Brennerzulauf Bahn konkretisiert Entwürfe für Trassen

Die Deutsche Bahn hat am Montag in Rosenheim ihre groben Trassenentwürfe für zwei neue Zulaufgleise zum Brennerbasistunnel vorgestellt. Eine Entscheidung, ob die neue Trasse westlich oder östlich des Inns verlaufen und wie sie durch den Großraum Rosenheim weiter Richtung München führen soll, ist damit noch nicht gefallen. Viele Bürgerinitiativen und Lokalpolitiker in der Region wehren sich gegen neue Gleise. Aufatmen kann nach der Präsentation noch niemand. Mit den Entwürfen sind aus den sogenannten Trassenkorridoren, die fast durch die gesamte Region mäandern und Ende 2016 viele Kritiker auf den Plan gerufen hatten, etwas konkretere Linien geworden. Vor allem im südlichen Inntal rund um Kiefersfelden deutet sich an, dass es längere Tunnel geben wird. Eine direkte Anbindung nach Osten Richtung Freilassing und Salzburg ist nicht mehr Teil der Planung. Die Entwürfe sollen in den Beteiligungsforen besprochen und eventuell verändert werden. Im kommenden Jahr wollen die Planer auf diese Weise die Zahl der Varianten verringern und bis Anfang 2020 zu einem Trassenvorschlag kommen, über den die Politik entscheiden muss. Im besten Fall kann der Zulauf laut DB-Projektleiter Torsten Gruber 2038 in Betrieb gehen - zwölf Jahre nach dem im Bau befindlichen Brennerbasistunnel zwischen Franzensfeste und Innsbruck.